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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Deko Deko „Make Death Listen“ (Ortloff)

17. September 2012 / Kommentare (0)

Neulich wurde sie live im nächtlichen Wald vorgestellt – die Debüt-EP von Deko Deko. Der Sound der vier Tracks passt auch genau dahin.

Release-Konzert im Wald, morbider EP-Titel, viel Schwarz im Artwork. Die Goth- und Wave-Assoziation lässt sich bei Deko Deko auf dem ersten Blick nicht vereiteln. Auch der Sound des Duos ist dunkel verschleiert. Dass die Grenzen zwischen Achtziger-Wave und Goth-Pop fließend verlaufen, zeigten zuletzt Austra, Zola Jesus und Fever Ray ganz groß.

Deko Deko sind dagegen aber weit weniger extrovertiert und exaltiert. Auch wenn die Synthies teilweise ebenso weit ausholen können. Lena Seik und Tristan Schulze sind Deko Deko. Zwischen Punk, Trash und Post-Rock wurden sie musikalisch sozialisiert. Der Spung zum dunkel verhangenen Wave ist da historisch nicht weit.

Seit 2011 arbeiten sie nun zusammen an ihrem elektronischen Pop, der sich zwischen Wärme und Kühle aufreibt. Das spannende ist, dass hier nicht einfach der Gesang für den warmen Einschlag und die Synthies für den kalten verantwortlich sind. Es schlägt genauso auch um. Dann schweben die Harmonien, während Lenas Stimme unterkühlt klingt.

Bestimmt gibt es weitere musikalische Referenzen auszumachen. Zusammen mit dem visuellen Aspekt schaffen Deko Deko aber hier ihr eigenes Gesamtwerk – schaut euch unbedingt auch den interaktiven Bereich zu der EP an. Ein sehr schlüssiges.

Ortloff Website
Deko Deko Website
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