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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Appa Glas „Milk A Dog“ (Fierce Animal Recordings)

18. März 2013 / Kommentare (0)

Vielleicht hat es ja jemand mitbekommen im „Dance Like 2012“-Artikel von neulich. Da ging es auch um Appa Glas, mit verhaltenem Feedback. Jetzt gibt es eine neue EP, die einiges verändert.

Ehrlich gesagt hinterließ die „Sunrise Collective“-EP einen eher verstörenden Eindruck. Super aufgeladene Rave-Flächen. Zugleich spielen Appa Glas Gigs im Dr. Seltsam. Was für ein ungeheurer Widerspruch. Aber irgendwie lässt genau der so aufhorchen, auch wenn er sicherlich überbewertet ist.

Die neue EP „Milk A Dog“ auf dem US-amerikanischen Label Fierce Animal Recordings ist nicht minder aufgeladen mit großen Basslines und gehaltvollen Rave-Chords. Aber etwas ist doch anders. Der Pop-Appeal ist dieses Mal weitgehend außen vor, nur skizzenhaft bleibt er in den Vocal-Samples vorhanden.

Und irgendwie wirken „Kumera“ und „Milk The Dog“ dadurch nicht so plump wie „Sunrise Collective“. Was mir wirklich gefällt, ist dieser schmale Grat zwischen Großraumambitionen und einem gewissen Eigensinn auf den sich Appa Glas einlassen. Ein Wagnis, das ebenso faszinieren wie schnell kippen kann.

In der offiziellen Biografie heißt es, dass Clara Schink eine klassische Klavier-Ausbildung hinter sich hat und Jo Beschil eher aus dem Alternative-Rock kommt. Keine schlechten Voraussetzungen, um in der elektronischen Musik ein paar ungewohnte Pfade ausfindig zu machen.

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