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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Kiorda Däkin „Goldrot“ (Interstellar Paradise)

22. April 2013 / Kommentare (0)

Manchmal geht es nicht so, wie man es sich wünscht. Das Label Interstellar Paradise sollte hier eigentlich schon längst erwähnt werden. Jetzt klappt es.

Seit 2006 existiert das Label um Kiorda Däkin bereits. Ursprünglich als Netlabel gestartet, kam irgendwann der Switch zum Digital-Label. Gemessen an der zurückliegenden Zeit ist der Back-Katalog zwar noch überschaubar, dafür steht das Label für einen Sound, der in Leipzig bislang wenig präsent ist. Für eine interstellare Deepness, die Trance-Elemente ebenso vereint wie ambiente Weiten. Selbst vor plastischem Electro-Pop scheut sich das Label nicht.

Etwas aus der Zeit gefallen klingen viele der EPs. Teilweise sind sie für mich auch zu flächig und aufgeladen. Mit dem Interstellar-Aufhänger könnte auch Detroit an manchen Ecken herauszuhören sein. Aber es ist doch eher der europäische Blick auf die Sterne und Umlaufbahnen. Die erste EP in diesem Jahr kommt von Kiorda Däkin und es ist das erste Mal, dass ich bei einer Interstellar Paradise-EP wirklich hängenbleibe.

Der Reinheit wegen. Klingt komisch, aber die drei Tracks auf der „Goldrot“-EP sind so weich und stimmig gezeichnet, dass man sich darin einfach fallen lassen kann. Federleichter Dub-Techno mit „Kristallblumen“, Ambient mit „Goldkarpfen im Morgenrot“ und eine überaus spannende und gelungene Mischung aus beidem bei „Tagtraum“. Der beste Track, mit einem leicht gebrochen-puckerndem Beat und hell-dunklen Dub-Wolken am Horizont. Zehn Minuten lang fließende Wärme. Zeitlos auf beste Weise.

Interstellar Paradise Website

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