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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Ein Täubchen kommt geflogen

16. Mai 2013 / Kommentare (13)

In Plagwitz wird gerade ordentlich gehämmert. In der Wachsmuthstraße, um genau zu sein. Dort entsteht mit dem Täubchenthal eine neue Location für Musik, Clubkultur und mehr.

Getuschelt wurde darüber ja schon einige Zeit. Denn so oft entstehen in Leipzig auch keine neuen Läden. Erst recht nicht komplett neu aufgezogen. Mit dem Pow Wow-Tages-Open Air startet das Täubchenthal im Juni.

Und da wird groß aufgefahren: Tiefschwarz-Ali, Pan-Pot und Aka Aka feat. Thalstroem. Im Juli und August folgen das Kallias Open Air mit Alle Farben und Egokind sowie Waldis Hasentanz mit Britta Arnold und Red Robin.

Musikalisch widmet sich der Einstand also ziemlich deutlich dem breiter aufgestellten Tech-House, der den Blick auf größere Floors nicht scheut. Internationales Niveau, auf jeden Fall. Aber hoffentlich ist da inhaltlich noch mehr drin.

Ab Herbst soll auch die benachbarte Halle bespielt werden – sowohl mit Konzerten als auch Clubveranstaltungen. Tendenziell sind auch Kabarett, Theater und andere Formate denkbar. Ein Ort des Austauschs, in welcher Form auch immer, so wünschen sich die Betreiber ihr Täubchenthal.

Aus Größensicht schließt die Haupthalle quasi eine Lücke zwischen Werk II bzw. Conne Island und Haus Auensee. Für größere Konzerte bestimmt interessant. HipHopper Käptn Peng könnte der erste sein im September.

Neben der Halle und dem Außenbereich entsteht ebenso ein kleiner Club für weit weniger Personen. Wenn nicht gerade die Aftershow-Party eines Konzerts hier ausgetragen wird, könnte dies noch eine viel versprechende, künstlerische Spielwiese werden.

Das Täubchenthal pusht das Gebiet um die Markranstädter Straße damit noch einmal enorm. Der Klinkersteinbau gehört zu den ehemaligen Plagwitzer Gewerbehöfen, die Halle selbst stand über Jahre hinweg leer. Doch sie muss bei den Betreibern einen solch großen Eindruck hinterlassen haben, dass sie ihre Idee einer neuen Location größer aufzogen als eigentlich geplant.

Überhaupt, die Betreiber: aus dem Café Waldi, dem Café Puschkin und der Musik-Promo-Agentur FirstStep stammen die Köpfe hinter dem Täubchenthal. Irgendwann wollten sie ihre Erfahrungen für etwas neues, gemeinsames bündeln. In dem Ausmaß legen sie die Maßstäbe für eine Leipziger Club-Neugründung ungewohnt hoch. Die Groove ist übrigens der offizielle Medienpartner.

Täubchenthal Website

CommentComment

  • harry / 28. Juni 2013 / um 10:28
    bin neu in Leipzig - lass mich bitte rein
  • gast / 17. Mai 2013 / um 22:12
    Natürlich muss man Geld verdienen, wieviel davon aber bei den “Machern„ hängen bleibt, ist eine ganz andere Frage.. Kommerziell agierende Clubs stehen da unter einem anderen Druck, als Clubs, die einen Verein im Hintergrund stehen haben und dadurch andere inhaltliche Möglichkeiten verfolgen können.
    Ist die Frage wie viele Clubs LE noch braucht und wer dabei auf der Strecke bleibt, oder ob man sich gegenseitig befruchtet. Denn das Täubchenpublikum sollte lieber dorthin gehen und den inhaltlich anspruchsvollen, authentischen Partys lieber fernbleiben.
  • Jens / 17. Mai 2013 / um 20:13
    Naja, du könntest ja der angesprochenen Anonymität entgegenwirken.
  • Goldener Westen / 17. Mai 2013 / um 17:07
    Alle reden vom ach so heilgen tollen Westen, aber der “Westen„ ist doch schon lange im “Mainstream„ angekommen. Was Elipamanoke, Westwerk & co regelmäßig liefern ist auch bloss Disko, eben nur auf kleineren Niveau. Denkt Ihr die Leute wollen da kein Geld verdienen ? Überall steckt dasselbe dahinter.. vor allem haben fast alle Club schon mit dem besagten Herren zusammen gearbeitet oder gar Veranstaltungen bei sich laufen lassen.. und warum ? Ja, wegen dem guten Geld.

    Der eine will halt mehr, der andere weniger…Jedem seine, man muss ja nicht hingehen. Wer sich einbildet das der Club den Westen noch mehr kaputt macht, hat glaube nicht auf die Strassen in Plagwitz / Lindenau geschaut. Hallo, aufwachen.. das Thema Westen ist vorbei, findet Euch damit ab. Im Süden gibt es die Tille, Island, Ilse, Staubsauger, Sweat! usw… alles in unmittelbarer nähe und keiner regt sich auf. Für wie toll muss man sich halten, nur weil man im “Westen„ wohnt !? Die Mauer ist schon längst weg, aber in dem Köpfen scheint sie trotz der auch so offenen und coolen Leute noch dazu zu sein…

    Mag man von einem Club und deren Herangehensweise halten was man will, aber Persönlich zu werden und die Anonynimität des Internets zu geniessen ist einfach nur Peinlich. Komischerweise findet man bei Facebook unter dem Artikel nichts.

    Für wenn haltet Ihr Euch alle eigentlich ? Nazipunks fuck off!
  • Jens / 17. Mai 2013 / um 13:11
    Es ist übrigens nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen in dem Areal. Das NullUnendlich hat wohl gerade Ärger:
    https://www.facebook.com/nullunendlich/posts/632525903441944
  • lars / 16. Mai 2013 / um 12:52
    Das Taubertal ist eine Region im allertiefsten Bayern. Bekannt ist dort die Stadt Rothenburg ob der Tauber (Tauber ist ein Fluss) und das Taubertal-Festival.
    Heimat, neue Heimat, Waldis Hasentanz. Das ist mir echt zuviel Heimatliebe und Deutschtümmelei. Die Puschkin-Waldi Betreibercrew erschließt sich ein neues Geschäftsfeld, nach Klamottenläden, Restaurants kommt halt jetzt eine Veranstaltungsgelände, mit Sushi-Restaurant um die Ecke. Für mich ist das völlig uninteressant. Wer geht eigentlich zum Kabarett?

    Schönes Pfingstwochenende!
  • erklärbaerchen / 16. Mai 2013 / um 12:47
    bin gespannt, wie sich die clublandschaft im westen mit dieser “disko„ verändern wird. riecht nach kohle machen ohne rücksicht auf verluste (elipamanoke ist ja gleich nebenan) mal sehen wie sich die ganzen möchtegernhippster drauf einlassen, die die herren mit ihren Veranstaltungen ziehen wollen. soviel neues gibts ja nicht mehr, was man mit dieser neuen disko neu erfinden könnte … ich hoffe es wird nicht nur konsumiert sondern auch die elektronische musikkultur gelebt … aber das dürfen wir ja bald alle erleben … ich hoffe nur, dass das programm nicht so langweilig bleibt, wie herrn schleichers ausflüge in die villa hasenholz oder die musikalischen abtörnreisen im cafe waldi.

    nun ja ist ja nicht alles schlecht … sonne scheint und der frühling und sommer werden uns wieder in die natur treiben.
  • lysander / 16. Mai 2013 / um 11:55
    ….ach, das ist doch genau das richtige für den Leser der Groove und 1199 Leute, welche schon mal irgendwie in Berlin gefeiert haben (zu meinen).
    Das Line Up spricht sein übriges und Mainstream funktioniert (leider) immer!
    Ich wünsche den Betreibern viel Erfolg und alles Gute und den Angestellten sowie den dort Arbeitenden ein faire Entlohnung, womit bei der Setzung eines neuen Leipziger Maßstabes vielleicht ja auch im Großimperium Waldi, Pusckin und Co. neue, endlich faire Maßstäbe setzen ließen!
  • Vincent / 16. Mai 2013 / um 11:48
    Die Halle ist ja riesig. Ob man das jedes WE füllen kann? Naja die Betreiber werden sich dabei schon ein Konzept überlegt haben, mal sehen. Aber ob Leipzig wirklich eine Tech-House Location braucht, auch noch im Westen?
  • Gregor / 16. Mai 2013 / um 11:04
    Geldgierige Idioten. Wieso müssen die nun den Westen verschmutzen? Sie sollen einfach die Szene in Ruhe lassen. Meiner Meinung nach zerstören sie mit ihren protzigen Partys das Umfeld vom Eli, der DHF, Westwerk und der anderen kleinen tollen Läden die mit Herzblut Veranstaltungen durchführen. Schade.
  • add.ition / 16. Mai 2013 / um 10:49
    Ich denke man sollte vielleicht nicht anfangen hier mit Personennamen ins Gefecht zugehen! Das hat ein wenig was von Hexenjagd (und ob die anklingende Kritik berechtigt ist oder nicht, das entscheidet jeder besser selbst ) - der achso hippe Westen ist doch prädestiniert für eben solche acts und Läden…schöne Filter-Location…und wer´s doof findet muss ja nich hingehen - so wie immer!
  • scheiß täubchenthal / 16. Mai 2013 / um 10:24
    warum kann der Herr Schleicher nicht einfach im Süden bleiben und den schönen Westen in ruhe lassen
  • hubertus / 16. Mai 2013 / um 10:10
    der trailer sieht auf jeden fall schon mal vielversprechend aus…

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