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Christoph
Christoph mag es, wenn es breakig und verspielt klingt. Nicht zu gerade. Als Kid Kozmoe legt er auch auf. Und heimlich produziert er eigene Tracks. Aber pssst.

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Kiki Hitomi „Karma No Kusari“ (Jahtari)

16. September 2016 / Kommentare (0)

Ihr wollt keine langen Texte lesen? Dann kommen wir doch gleich zur Sache: Die Cover-Version „Pink No Kimono“ ist der offensichtlichste Hit und allein schon Kaufgrund für das Album von Kiki Hitomi, das nun auf Leipzigs Digi-Dub-Institution Jahtari herausgekommen ist. Doch damit kann man den 25-minütigen Album nicht gerecht werden.

Aber von vorn: Letztes Jahr erschien bereits ein fantastisches Album von Roger Robinson bei Jahtari. Mit Kiki Hitomi ist nun erneut ein Teil von King Midas Sound am Start und wie auch bei Robinsons „Dis Side Ah Town“ stammen die Riddims auf „Karma No Kusari“ größtenteils von Disrupt. Musikalische Beat-Beiträge gibt es aber auch von Maffi, Tapes und Stephane Picq. Außerdem ist der verstorbene Space Ape auf einem Track zu hören.

Der typische Jahtari-Sound wird hier nicht nur durch Hip Hop-Einflüsse wie in „Nen Nen Korori“ und „Galaxy“ aufgebrochen.

Vor allem die japanischen Einflüsse, die Kiki Hitomi mit der Dub-Ästhetik kreuzt, machen das Album einzigartig.

Ob sphärischer Gesang wie auf „Samurai Spoon“ oder regelrechte Pop-Songs wie „Yume No Hana“ und das bereits erwähnte „Pink No Kimono“ – immer schwingt dieser faszinierende, melancholische wie auch spirituelle Grundton mit, wie man ihn auch aus Animes wie „Ghost in the Shell“ kennt. Aber auch der Spaß an der bunten Manga-Computerspiele-Popkultur-Welt ist immer präsent. Und der Weltraum sowieso.

Gerade „Pink No Kimono“ macht das deutlich. Vor allem durch den Kill Bill-Soundtrack ist das Original „The Flower Of Carnage“ von Meiko Kaji bekannt. Kiki Hitomis Reggae-Version dürfte allein schon deswegen von der Studenten-Party bis zum Zoro-Fest Publikums-übergreifend funktionieren. Siehe auch dem unten verlinkten Beweis-Material, das die inzwischen in Leipzig ansässige Künstlerin bei einem Auftritt zeigt.

Und doch weist der Titel „Karma No Kusari“ in seiner englischen Übersetzung „Chain Of Karma“ darauf hin, dass hinter dem Album nicht nur erfreuliche Lebenserfahrungen stehen. Mehr dazu erzählt sie in einem lesenswerten Interview mit dem Fact Magazine.

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