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Jens
Im Stadtmagazin kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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New Label Week – Kontrapunkt

20. September 2017 / Kommentare (0)

Wir sind mittendrin in unserer New Label Week: Denn im September starten gleich drei neue Leipziger Labels. Heute stellen wir fast pünktlich zum Release-Tag Kontrapunkt vor.

Dass R.A.N.D. Muzik seit letztem Dezember nicht nur Platten für andere presst, sondern auch eigene, sehr gute Musik herausbringt, dürfte sich herumgesprochen haben. Carmel betreut das hauseigene Label. Und irgendwie scheint der gebürtige Australier einen Mitarbeiter von R.A.N.D. Muzik dazu bewegt zu haben, ebenso ein Label zu gründen.

Moritz alias Nikita von Tiraspol heißt er, Kontrapunkt sein Label. Wie der Kontrapunkt in der Fuge, meint er. Johann Sebastian Bach hat viel damit gearbeitet und musikalischen Grundthemen eine weitere Ebene dazugestellt. Sowohl als sinnvoller Zusammenklang als auch komplett eigenständig kann diese zweite Ebene fungieren.Mehrschichtig klingt auch die erste Platte auf Kontrapunkt. Es ist eine Compilation, auf der sich House, Techno und Ambient frei entfalten und teilweise mit arabischen, afrikanischen und nepalesischen Traditionals verschmelzen. Und das mit einem erfreulich experimentellen Ansatz.

Drone Operatør bettet passend zum Labelnamen die erste Kontrapunkt-Werkschau mit einem überragenden Avantgarde-Intro und einem sakralen Ambient-Outro kontrastreich ein. Dazwischen ist auch Carmel ist mit zwei Tracks zu hören. Einmal heftig polternd und zwischen Techno und Jungle switchend mit Nikita von Tiraspol zusammen, dann solo mit tribalistisch-trippigem House. Beide mag ich sehr.

Nikita ist auch mit einem Solo-Track dabei. Sein „PB“ spielt mit reduzierter und subtil eingängiger Electronica – dazu ein kurzer Spoken Word-Part. Noch spannender ist das filigran-perkussive „Allãhu Akbar“ vom Dresdner Musiker Schönfeld. Er schafft es hier tatsächlich den Minimal Techno-Vibe im besten Sinne aufleben zu lassen. Inklusive Ambient-Flächen, polyrhythmischer Exkurse sowie gut eingewebten arabischen Sounds und Gesängen.

Mit der „01“ startet Kontrapunkt super vielseitig. Hoffentlich kommt demnächst mehr davon.

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