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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Rustre „Still Afraid of Heights“ (ThinkLoud)

15. Mai 2018 / Kommentare (0)

Ok, dieses Album ist ein klassischer Fall von: untergegangen. Der Fotograf Gregor Barth hat es durch seine Foto-Doku über Rustre aber nochmals hervorgeholt – hier also eine verspätete Vorstellung.

Zugegeben: Bis Gregor von seinem Projekt mit Rustre sprach, hatte ich noch nie von ihm gehört. Und ja, mit seinem Electronica-Lofi-Pop fällt er auch leicht aus dem frohfroh-Radar. Der Emotionalität von „Still Afraid of Heights“ kann man sich aber schwer entziehen. Zu der ebenso minimalistischen wie harmonisch aufgeladenen Elektronik kommt der melancholische Gesang von Rustre hinzu. Und der kann einen mit seiner Emo-Power durchaus erschlagen. Denn er klingt so intim, so nah. Als ob hier alles an Gefühlen frei liegt und man erstmal die Frage klären möchte: Darf ich da hinhören, oder ist das zu privat?

Dreieinhalb Jahre hat Rustre an „Still Afraid of Heights“ gearbeitet – und nach einem Schnellschuss klingt es tatsächlich nicht. Er schichtet Gitarren und Field Recordings übereinander, loopt und pitcht seine Stimme zu verschiedenen Layern. Brüche sind ihm sehr recht. Klaren, auf den klassischen Pop- oder Elektro-Klimax hinarbeitende Dramaturgien dagegen weniger. Teilweise stehen die Stücke am Ende komplett woanders als am Anfang. Rustre knüpft mit seinen Stücken an eine Lofi-Pop-Ästhetik an, die bei mir eine gewisse Nostalgie auslöst. Vielleicht, weil es schon etwas länger her ist, dass mich dieser Schlafzimmer-Frickler-Sound richtig gepackt hat.

Doch: Rustre sollte man im Blick behalten. Zum Beispiel auf diesen Bildern, die Gregor im Rahmen der „Artists“-Reihe von ihm gemacht hat.

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