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Paula
Paula Charlotte Kittelmann lebt und studiert seit 2012 in Leipzig, aktuell macht sie ihren Master in Psychologie. Seit neun Jahren schreibt und fotografiert sie, wobei sich ihre Fotografie vorrangig auf Menschen in ihrer Umgebung konzentriert und Lichtharmonien einfängt. Ihre Texte beschäftigen sich mit Emotionen, Selbstwahrnehmung & Körperliebe, Feminismus und (elektronischer) Musik.

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Ist Clubkultur gleichzeitig auch Politik?

06. Juni 2018 / Kommentare (0)

Inwieweit ist Clubkultur heute noch politisch? Inwieweit sollte sie es sein – oder nicht? Mit dieser Frage soll sich eine neue Reihe bei frohfroh beschäftigen. Hier kommt das Intro in das Thema – mit Stimmen von verschiedenen Akteuren/innen und Besuchern/innen der Leipziger Clubszene.

Als elektronische Tanzmusik entstand, mischte sie die Popkultur und Welt ordentlich auf: Neue Diskurse entstanden, neue Räume, eine neue Kunstform. Der politische Charakter der elektronischen Musik in ihrer Anfangszeit ist am besten im Vergleich zur Popmusik zu verstehen. Der Popmusik mit ihren eindeutigen und oft eben auch massentauglichen Aussagen stand nun eine Musikrichtung gegenüber, die mehrdeutig war, die viel Raum für Interpretation bot.

Dieser neue, große Raum war es auch, was die Clubbesuche so revolutionierte: Da war Platz für alle. Die queere Szene war von Beginn an vertreten in der Techno-Szene der 1990er. Nachtschwärmer und ehemals Punker (Hi, Westbam), alte und junge Menschen kamen nachts auf den Dancefloors zusammen. Nicht zuletzt war die Szene so inklusiv, weil Disco und House in afroamerikanischen und homosexuellen Szenen entstanden sind – auch als politischer Schutz- und Entfaltungsraum.

Damit war sie politisch. Inzwischen ist sie ein etabliertes Genre und nicht mehr das Andersartige und Neue. Damit ist ihr subversiver Charakter in den Hintergrund, der Aspekt des Entertainments in den Vordergrund getreten. Clubbesucher/innen fühlen sich nicht mehr als Teil einer großen Revolution. Trotzdem ist die Rolle des Kontexts der elektronischen Tanzmusik nicht verloren gegangen – denn oft gehört für Fans von Beats, Synthies und Bass der Gang in den Club dazu. Der politische Charakter dieser Musikform entsteht dadurch immer noch nicht unbedingt durch die Form selbst, sondern vielmehr durch den Raum, in dem sie erlebt wird – dem Club eben. Ohne oder mit nur wenig Text transportiert sie nach wie vor Mehrdeutigkeit, Inklusion, Facettenreichtum. Die große Diskussion, die um diese Musikform besteht, bezieht sich vielmehr auf den Rahmen:

Inwieweit ist Clubkultur heute noch politisch, sollte sie es sein – oder nicht?

Mit dieser Frage soll sich diese Reihe beschäftigen. Dabei werden die unterschiedlichen Aspekte von Politik in der Clublandschaft betrachtet und den Akteuren/innen eine Stimme gegeben. Denn viele ihnen verfolgen vielleicht oft kein eindeutig politisches Anliegen, sie haben aber einen breiten Wirkraum, indem sie für die Clubbesucher/innen und andere Akteure/innen eine Normalität mitgestalten.

Inwiefern das realisiert wird, ist individuell natürlich verschieden. Prominente Beispiele für klar politisches Engagement in Verbindung mit elektronischer Musik sind z. B. Borrowed Identity, der sich gegen den „Party-Spam“ auf Social Media ausspricht. Oder The Black Madonna, die sich in Gender-Diskussionen äußert und sich für die LGBTQ-Community stark macht. Andere Künstler/innen gehen das Ganze subtiler an und legen vor allem Wert auf ein sensibles Miteinander ohne „krampfige“ Politisierung.

Prinzipiell gilt es zu unterscheiden zwischen der Musik selbst als Politikum und dem bzw. der Künstler/in als politischem Menschen. Ob und wie man sich selbst oder seine Musik als politisches Medium versteht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen – oder ob man dem politischen Rahmen im Club mehr Bedeutung zuschreibt als sich selbst als politischem/er Akteur/in.

Also haben uns unterschiedliche Künstler/innen der Leipziger Szene die Frage beantwortet. Und sie zeichnen damit – zumindest in den Kreisen um die Szene-Clubs der Stadt außerhalb der Innenstadt – ein relativ homogenes Meinungsbild. Für I$A von der Channel-Reihe und G-Edit-Crew zählt vor allem, sich bewusst zu machen, dass es nicht darum geht, der Sache einen künstlichen, politischen Anstrich zu geben, sondern den Raum, in dem alle einen guten Abend haben wollen, zu einem Schutzraum zu machen. „Zuerst einmal sollte man sich bei der Frage darüber Gedanken machen, was der Begriff ‚politisch‘ im Kontext der Clubkultur bedeutet. Ich denke ‚politisch‘ bedeutet hierbei, sich damit auseinander zu setzen jeder Person ein Zusammenleben zu ermöglichen, in dem alle gleich behandelt werden und niemand diskriminiert wird.“Für DJ Booga vom Breaks-Label Defrostatica ist diese Frage, ob Clubkultur auch heute noch politisch sei, eigentlich kaum diskussionswürdig: „Es gibt gewisse Standards, über die würden wir jetzt gar nicht mehr anfangen zu diskutieren – wenn es um Gleichberechtigung, Solidarität und ähnliche emanzipatorische Ansätze geht. Das setzen wir in dem Sinne voraus. Es geht über ‚Geht in den Club, habt ’ne fette Party, zieht euch zu, Tschüss‘ hinaus. Ich denke weil es so selbstverständlich ist, denkt man darüber gar nicht mehr nach.“

Die Selbstverständlichkeit, die Booga anspricht und selbst lebt, ist vor allem eine Errungenschaft der linken Clubkultur. Tina als Bookerin der Distillery und Defrostatica-Mitbetreibterin sieht das ähnlich: „Um nochmal zurück zu schwenken auf die Clubszene: Ich denke schon, dass es viele Läden in der Stadt gibt, die sehr wegweisend sind [was den politischen Charakter der Clubkultur angeht]. Ich finde eben gut, dass es nicht nur dieses ‚So kommt her, es gibt Musik, es gibt Alkohol, und das war’s‘ ist – sondern, dass eben in Frage gestellt wird, wer auflegt, ob es ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis der Leute gibt, die auf der Bühne stehen, warum das überhaupt wichtig ist. Mit solchen Fragen beschäftigen sich sehr viele Läden hier in der Stadt und dadurch ist das auch immer Thema. Dadurch fällt es dann eben auch auf, wenn das dann mal nicht praktiziert wird. Und das ist denke ich schon eine sehr gute Entwicklung, weil es eben gewisse Status quos in Frage stellt und überlegt wird, wie man es besser machen kann. Da sind gerade Läden wie das Conne Island oder das IfZ, die abgesehen von Partys auch Diskussionsveranstaltungen oder Vorträge anbieten, auf jeden Fall wichtige Locations. Ich glaube es ist wichtig, dass Leute, denen sowas am Herzen liegt, irgendwo an einem Hebel sitzen und das dann mit einbringen. Und das sehe ich hier in der Stadt eigentlich schon, dass das vielerorts der Fall ist.“

Okaxy vom Duo Ninze & Okaxy hat auf den vielen Touren in der ganzen Welt einen Blick, ein Gefühl dafür entwickelt, in welchen Clubs gewisse „Standards“ gefahren werden. Für ihn steht außer Frage, dass ein gewisser, politischer Rahmen dazugehört, um einen Schutzraum schaffen zu können, in dem entspanntes Feiern möglich ist. Türpolitik beispielsweise: Zum einen beschränken Clubs, manchmal beinahe elitär, den Zugang. Zum anderen machen sie erst so einen Freiraum möglich. Okaxy betont vor allem den Aspekt des Safer Clubbing: „Das äußert sich ja in vielen Sachen. Wie ein Club sich im Internet darstellt, wie man sich positioniert. Wie die Leute sich zeigen, das Design, ob man sich mit Sponsoren schmückt oder sich bedeckt hält und kaum Informationen herausgibt. Und es gibt viele Möglichkeiten, die Türpolitik, Safer Clubbing, ob man Refugees kostenlos reinlässt, ob man Demonstrationen gegen die Gentrifizierung in der Stadt unterstützt – sowas bekommt man einfach mit. Das merkt man an der Tür, das merkt man an der Bar, ob dort zum Beispiel nur Frauen arbeiten oder ob es gemischt ist.“

Seiner Meinung nach ist die Situation in Leipzig in den meisten Clubs sehr aufgeklärt, Bedarf bestehe aber noch – vor allem fernab der Subkultur: „In Leipzig gibt es viele Clubs, die politisch fitte Leute an der Tür stehen haben, die verstanden haben, ob sie da jetzt einen Macho reinlassen oder nicht, die auch Konfliktsituationen anders lösen. Ich weiß nicht, ob ich auf vielen anderen Partys, die nicht in Leipzig sind, einfach so zur Secu gehen könnte. Wenn ich in Leipzig bin, fühle ich mich definitiv sicherer, ob jemand eine Überdosis hat, es ein sexistischer, homophober Übergriff ist oder Beleidigung gegenüber jemandem, der irgendwie nicht ins Weltbild des Anderen passt – da gibt’s keine Diskussion. Sowas finde ich sehr prägnant und unterstützungswert.“

Panthera Krause, Marbert Rocel-Mitglied und Solo-Producer, sieht die Notwendigkeit eines Clubkontexts, der gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung sensibilisiert ist. Dazu gehört für ihn aber auch, dass nicht abgegrenzt wird, wo es eigentlich um Inklusion geht: „Ja, darüber gab es nicht nur neulich eine abendfüllende Diskussion mit Freunden, inwiefern man als Musiker oder als Teil der Clubkultur eine Verantwortung hat und auch verpflichtet ist, sich zu positionieren. Da nicht nur für mich ein Teil des gesellschaftlichen Lebens im Club stattfindet, ist dieser Ort per se auch politisch. Für mich besteht das Politische dabei vorrangig im Umgang miteinander. Damit ein guter Vibe entstehen kann muss es nun mal Rahmenbedingungen geben, die ausdiskutiert und im besten Falle vorgelebt werden – und das ist natürlich manchmal eine Gratwanderung. Ich mag es nicht, wenn Sachen zu extrem in eine Richtung ausschlagen oder gar dogmatisch werden. Zum Beispiel finde ich es gut, dass es gerade so viele Crews an weiblichen DJs gibt. Es ist wichtig zu thematisieren, dass der DJ-Bereich meist männlich dominiert ist. Aber durch explizit weibliche DJ-Crews entsteht ja auch wieder eine Abgrenzung. Da denke ich mir dann, warum nicht noch einen Schritt weiter und gleich alle was zusammen machen.“

Für Peter Invasion, Betreiber des Labels Riotvan, geht es im Clubkontext schon um das Gefühl, aus dem Alltag aussteigen zu können. Dass das aber Hand in Hand mit einer inklusiven, toleranten Haltung geht, steht für ihn außer Frage. „Clubkultur ist und bleibt politisch. Das beste Beispiel ist ja Georgien gerade. Die Szene, in der wir uns bewegen, war noch nicht immer so befreit und offen, deshalb sollte man nie vergessen, wo das ganze mal angefangen hat und wo es noch hingehen kann. Uns in Deutschland geht es da schon wirklich sehr gut. Dementsprechend ist eine Message und vor allem eine Haltung wichtig. Nichtsdestotrotz ist natürlich eine Party bzw. Musik auch dafür da, um sich dem Ganzen mal zu entziehen. Darum geht es ja schlussendlich auch. Sich im Hier und Jetzt zu verlieren. Sich aber auch aktiv zu beteiligen einen Raum zu schaffen, in dem man sich frei fühlen kann – losgelöst vom Alltagsgeschehen, jeglichen Vorurteilen und Klischees, in dem alle gleich sind. Es geht darum, Schnittpunkte zwischen den unterschiedlichsten Menschen anzuregen und sich gegenseitig zu inspirieren. Und letztlich geht es natürlich auch um die Musik als universelle Sprache. Und diese Haltung bzw. Message ist in sich schon sehr politisch. Ich denke, man kann also beides sehr gut miteinander vereinen.“

Dass der politische Kontext, der über eine tolerante Haltung hinausgeht, manchmal den „Spaß beim Feiern“ überschattet, spricht Christal (Kazimir, *Stry) an: „Es ist auch die Frage, ob Kunst immer politisch sein muss. Ich gehe nicht davon aus, dass Musik immer politisch sein muss. Das ist eine individuelle Entscheidung. Für manche muss auch Spaß politisch sein, auf mich trifft das nicht zu. Es ist wichtig, dass es hinterfragt wird. Das sehe ich aber nicht als politische, sondern als zwischenmenschliche Verantwortung. Für mich sind gemeinsamer Spaß, Freude, Liebe an und mit Musik, etwas das verbindet. Gäste und Personal sind in der gegenseitigen Verantwortung, dass es ein guter Abend wird, der friedlich verläuft. Da trägt jeder die Verantwortung, nicht nur der Club. Das politisch Auferlegte macht es immer irgendwie so schwerwiegend. Daher vielleicht auch dieses Gefühl des ‚Abarbeitens‘.“

Der Grat ist manchmal schmal, den Clubs, Szeneakteuren/innen und Clubbesuchern/innen zu gehen haben, wenn Diskriminierung, Rassismus, Übergriffigkeiten und Sexismus, Kapitalismus, Old-Boys-Networks und Neoliberalismus ausgeschlossen werden, gleichzeitig aber die Politik nicht immer im Vordergrund stehen soll. Es wird stetig hinterfragt, transzendiert.

Letztendlich ist der Club als Raum, in dem viele verschiedene Menschen zusammentreffen, ein Ort, an dem man die Chance hat, sich zu begegnen: Die Musik bringt Menschen zusammen; die Regeln bieten Schutz. Insofern ist elektronische Musik selbst ein Politikum, indem sie Menschen unterschiedlichster Herkunft und manchmal auch unterschiedlicher Gesinnung auf engen Raum zusammenbringt. Das ist erst einmal nichts Besonderes, denn das passiert auch in Zügen, in Büros. Delikater wird dieser Kontext durch die Herangehensweise der Akteure/innen und der Clubgänger/innen: Es geht um Spaß, ums Loslassen können. Was für den/die Eine/n Ekstase bedeutet, kann in die Intimsphäre Anderer eindringen, kann sogar zum Übergriff werden. Ein friedliches Miteinander und gegenseitigen Respekt zu ermöglichen ist leider oft noch etwas Besonderes. Es sollte aber ein Standard sein – nicht nur in der Leipziger alternativen Clubszene.

Techno, generell elektronische Tanzmusik, ist heute mehr denn je Teil der Gesellschaft. Damit herrschen auch hier die Probleme der Gesellschaft vor. Partys und Clubevents sind damit nur so politisch und tolerant, wie die Menschen, die teilhaben. Wir haben einige von ihnen gefragt:

Auch interessant, was Menschen aus London und Australien zu diesem Thema zu sagen haben:

Die Gespräche mit Akteuren/innen und Besuchern/innen der Clubszene zeichnen ein eindeutiges Bild: Viele setzen sich vor allem mit den Aspekten Diskriminierung, Sexismus und Inklusion auseinander. Allerdings ist das Thema damit lange nicht erledigt. Was man sich außerdem fragen kann: Wenn Toleranz in der Clubkultur so oft gepredigt, so groß geschrieben wird, kann man dann vielleicht sogar heute noch diesen Antrieb für gesellschaftliche Veränderungen nutzen? Auch abseits der links-alternativen Szene? Können Menschen durch Clubkultur politisiert werden, kann dieser Schutzraum sensibilisieren?Weitere Denkanstöße
Es gibt noch weitere Ebenen des Politischen, als die bisher angesprochen. Einige Denkanstöße: Clubkultur ist mittlerweile auch ein großer Wirtschaftsfaktor. Es kann viel Geld gemacht werden – und das wird es oft eben auch. Illegale Partys und versteckte Open Airs möchten sich davon lösen, alternative Möglichkeiten zu teuren Clubabenden schaffen.

Gleichzeitig kann der Exzess ebenso ein Gegenpol zum neoliberalen Leistungsanspruch sein – Eskapismus, Ausbruch aus dem Alltag, in dem es sich oft darum dreht, für Geld zu arbeiten, um wiederum glücklich zu sein. Immer leistungsfähig sein, mit einer Karriere Statuspunkte zu sammeln.

Weitergedacht: Was bedeutet die Clubkultur als eskapistische Möglichkeit, um aus dem kapitalistischen Leistungsalltag auszusteigen und einfach loszulassen? Immerhin dürfte dies einer der Gründe sein, weshalb die linke Szene Techno vor Jahren für sich entdeckt hat. Der Eskapismus, in welcher Form auch immer betrieben, sagt aus: Der Alltag wird mir zu viel. Ich brauche einen Raum, eine Zeit, die losgelöst ist von dem, was ich leisten muss, was mich beschäftigt. In kaum einer Szene wird Rausch und Ausbruch so exzessiv betrieben, wie in der der elektronischen Tanzmusik.

Wie umgehen mit Barrieren in jedem Sinne? Wie kann man den angestrebten Schutzraum für all jene zugänglich machen, die ihn manchmal am nötigsten haben? Wie kann Inklusion stattfinden – beispielsweise kulturelle? Die damit einher gehenden Schwierigkeiten hat man erst letztes Jahr am Beispiel Conne Island in Leipzig erleben können: Sprachbarrieren, unterschiedliche Feierkulturen und soziale Codes können zu kritischen Situationen führen. Wie damit umgehen? Wie die Grenzziehung gestalten, die einerseits nicht diskriminieren, andererseits schützen soll?

Und dann kann Clubkultur auch politisch sein, weil sie sich illegale Räume sucht, um sich zu entfalten. Überall treffen Akteure/innen auf Vorgaben, Gesetze und Einschränkungen. Um dem zu entkommen, werden Schlupflöcher gesucht, wird sich beispielsweise mit Open Airs und Fabrik-Raves aktiv der Regelungswut gegengesetzt.

Auch Themen wie Gentrifizierung, Stadtpolitik und Sperrstunde sind als bedeutende Handlungsfelder für politisches Engagement im Clubkontext angekommen. Die Freiräume, die Clubs für viele ihrer Besucher/innen bedeuten, sind oft durch Immobilienspekulation bedroht (aktuelles Beispiel: Distillery in Leipzig). Auch Lärmbeschwerden durch „Nachbarn“ können diesen Verdrängungseffekt haben – siehe das IfZ. Da geht es dann schon mal um Kulturraumschutz: Parteien kommen ins Spiel. Stadtpolitik. Und natürlich lässt sich auch kritisch fragen, ob in der heutigen Clubkultur wirklich noch so viele unterschiedliche Milieus aufeinander treffen. Oder hat sich die Clubkultur nicht mittlerweile so ausdifferenziert, dass die Milieus tendenziell unter sich bleiben?

Viele Fragen, mit denen sich diese Reihe in den nächsten Monaten beschäftigen möchte.

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