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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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10 Jahre Kann Records

20. November 2018 / Kommentare (0)

2008 bis 2018 – Kann Records feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Hier ein Überblick über die Platten des Kann-Jubiläumsjahrs.

Zehn Jahre sind gefühlt mittlerweile ein Jahrhundert, wenn es um das Betreiben eines Labels geht. Viele andere Labels sind seit 2008 gekommen und wieder gegangen – Kann Records hat sich als Instanz gehalten und wirkt in diesem Jahr vitaler als je zuvor.

So ging die Kann-Crew um Map.ache, Bender, Sevensol, cmd q und Polo auf Jubiläumstour durch Europa. Und der Backkatalog ist um gleich fünf Platten gewachsen. „Das Ideale Geschenk“ von Sevensol & Bender hatten wir bereits vorgestellt.

Danach folgte die erste Artist-EP von Mary Yalex auf Kann Records. Und sie hat auf der „River EP“ ihren feingliedrigen Ambient-House noch weiter verfeinert. Wobei sich Mary Yalex hier eher von House entfernt hat.

Bis auf den Titeltrack stehen ihre dicht verwobenen, organisch pulsierenden Sounds sehr für sich, ohne von einer drückenden Bassdrum angetrieben zu werden. Das macht „River EP“ zu einer hervorragenden Listening-EP.

Das Konterprogramm lieferte cmd q kurz darauf. „Long Distance Call“ lotet die House-Techno-Übergänge sehr deep und classic aus. Mit Verweisen zum Dub-Techno und Power-House. „Fjord“ taucht noch einmal anders ab: neurotisch zuckend zum einen, subtil treibend zum anderen. Er ist der heimliche Hit der EP.

Höhepunkt des Kann-10-Years-Jubiläums war die große Compilation „Familiy Horror X Good Times“. Als 3-fach-Vinyl kam sie bereits im Frühjahr – kurz vor der Tour – heraus. Mit dabei viel fotografierte Kann-Euphorie, Rave-Impressionen und natürlich viel wahnsinnig gute Musik.

Mit Lawrence, Matt Karmil sowie Jacques Bon & Eugene Pascal, Art Alfie & Axel Boman waren auch ein paar internationale Label-Kumpels mit exklusiven Tracks dabei. Aber das Gros bestritt der aktuelle Inner Circle von Kann Records. Meine Superhits: Perms „HEGDL“ – wow, Perm lässt sich mal einen Tracktitel entlocken –, „Island Jam“ von Philipp Matalla und „Thank U Again“ von Map.ache.

Jetzt am Wochenende kommt noch eine weitere Mini-Compilation heraus, das kleine Post-Finale zum Ausklang des Jahres. „Banana Split“ featuret vier Tracks. Und hier punktet besonders Falke mit seinem extrem endorphinstreuenden „Music Institute“.

Durch His Masters’s Voice kommt außerdem ein ungewohnter Western-Blues-Post-Rock-Vibe in den Kann-Kosmos.Das 30-stündige Rave-Finale findet ebenfalls am kommenden Wochenende statt. Dann lädt die Kann Crew zur langen langen Party bis in den Montagmorgen. Mit dabei a lot of Wegbegleiter:

Bender, cmd Q, Daniel Stefanik, DJ Assam, Dwig, Ergin Erteber, Feinrausmarcel, Fr Fels
HW Rhapsody, I$a, Johannes Beck, Kali Avaaz, Kleine Klinke, Llewellyn, Lux, Manamana, Map.ache, MM/KM, Natascha Kann, Neele, Oceanic, Perm, Polo, Rentek, Sevensol, Victor


Btw: Map.ache hat übrigens gerade sehr überraschend sein neues Album veröffentlicht – auf Giegling. „Vom Ende Bis Zum Anfang“ heißt es, und es erzählt in bester Artist-Album-Weise eine sehr vielschichtige Geschichte zwischen House-, Electronica-, Ambient- und Breakbeat–Momenten.

Es ist damit sogar noch vielseitiger als das Debüt-Album, ohne zu zerfasern. Warum das so gut klappt? Ich vermute das: Map.aches Tracks strahlen immer eine große Persönlichkeit und Authentizität aus – das ist hier nicht anders und scheint ein guter Kit zu sein, um verschiedene Welten zu vereinen.

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