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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Neues aus der Wolke – Crooks + Lovers

08. August 2013 / Kommentare (1)

Crooks + Lovers ist 16 Jahre und produziert noch gar nicht so lange. Doch da sind sechs umwerfend introvertierte Stücke bei Soundcloud. Ein klarer Fall für „Neues aus der Wolke“.

Wie soll ich anfangen? Eigentlich wollte ich das Alter von Saskia Hubert alias Crooks + Lovers weglassen, weil es so viel Aufmerksamkeit zieht. Und an sich spielt es auch gar nicht so eine große Rolle. Aber nun steht es doch da. Weil es eben doch auch eine Rolle spielt beim Hören. Eine zweite Ebene des Staunens quasi.

Neulich im Interview mit KC ging es ja bereits um die Versiertheit im Umgang mit elektronischer Musik von Jugendlichen heute. Crooks + Lovers ist ein passendes Beispiel dafür.

Ableton ist ihre Spielwiese in der eigene Aufnahmen gebündelt werden. Ein paar Klavier- und Schlagzeugstunden gab es vorher. Aber nicht nennenswert. Weitaus wichtiger waren die musikalischen Einflüsse, von denen Crooks + Lovers im späteren Kurz-Interview selbst erzählen wird.

Aber vorher noch kurz etwas zu den sechs Stücken: was für eine aufgeräumte Melancholie, was für ein Sound-Gespür, was für ein Understatement.

Wo bei manchen anderen Newcomern die Arrangements und Dramaturgien noch plastisch oder überladen klingen, findet Crooks + Lovers einen gelungenen Weg, mit nur wenigen Elementen eine sehr einnehmende Stimmung zu erzeugen. Und vor allem diese Reduktion auch durchzuhalten. Selbst wenn manche Stellen lang verharren.

Einen Wermutstropfen gibt es aber: Saskia Hubert möchte nach der Schule nach London zum Studieren. Deshalb hat sie bei Soundcloud neben Leipzig gleich London als Ort eingetragen.

Hier nun ihre knappen Antworten auf unsere fünf Wolke-Fragen.

Woher kommst du – lokal und künstlerisch?

Ich komme aus Leipzig. Künstlerisch habe ich bis jetzt noch gar keinen so langen Weg hinter mir, da ich das erst seit acht Monaten mache. Musikalisch prägt mich deshalb auch die Musik, die ich aktuell höre.

Was flasht dich musikalisch?

Ich fahre im Moment ziemlich auf Nicolas Jaar ab – vor allen auf seine DJ-Sets, die ich stundenlang höre. Und auch auf Mount Kimbie. Von denen habe ich auch meinen Namen Crooks + Lovers. Das ist der Titel ihres Debüt-Albums.

Entdeckt habe ich beide vor einem Jahr. Ich war ziemlich fasziniert, wie anders etwas klingen kann, so dass man auch versucht Harmonien zu finden, die einem nicht gleich vorgegeben sind und die man erst nach mehrmaligem Hören zwischen all den Synth- und Beat-Sounds wahrnimmt.

Apparat finde ich mit dieser niedrigen Schwelle zur Klassik wunderbar. Dazu kommt Jamie XX, der die Beats für The XX macht. An ihm begeistert mich wie emotional er die Tracks gestaltet.

Wo willst du mit deiner Musik hin – Lieblingshobby oder Stadion?

Es geht mir erstmal darum mit meiner Musik Leute zu erreichen. Und ich freue mich einfach, dass ich etwas gefunden habe, was ich verfolgen kann. Ich bin gespannt was in der Zukunft so kommt.

Dein größter Soundcloud/Youtube-Hit?

„When Fall Comes“ ist bis jetzt am besten gelaufen.

Dein persönlich größter Hit – und warum?

Ich mag „Beat“ sehr gerne, weil ich zu dem Zeitpunkt als ich den Track gemacht habe erstmals wirklich meine Pads entdeckt habe. Da ist alles auch sehr aus dem Gefühl heraus entstanden.

Aber mein aktueller Track „Vitalis“ passt sicher musikalisch am besten zu mir.

Crooks + Lovers Soundcloud
Alle Teile von „Neues aus der Wolke“

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  • Nach dem Sommer ist vor dem Sommer – ein Kurzüberblick | nevertrustcockrock / 01. Oktober 2014 / um 21:07
    […] Produzentin und ebenfalls aus Leipzig. Sie wurde vor über einem Jahr auf dem Blog froh froh kurzinterviewt  und macht verdammt coole gebrochene und nicht gebrochene Musik. Ihr Track […]

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