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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Das Rosen-Paket

11. November 2013 / Kommentare (1)

Es ist einiges passiert in den letzten Wochen bei Rose Records. Grund genug die ganzen Querverweise einmal zu bündeln.

Eine neue Rose Records-Platte gibt es nicht. Doch einige Verästelungen nach außen und innen. Spannend zu sehen, wie ein selbst initiiertes und bespieltes Label mit ein paar Platten dem allgemeinen Netzwerken eine spürbare Eigendynamik bescheren kann – erinnert sei hier an den Hans Nieswandt-Beitrag zum Rosetapes-Podcast. Natürlich muss auch der Sound gerade passen. Und scheinbar passt er im Falle von Rose Records sehr gut.

So gut, dass mit Eva’s Finest gleich ein Quasi-Sublabel gestartet wird. Für Edits. Wer die Soundcloud-Profile der drei Rose-Producer bereits länger im Blick hat, wird erkannt haben, dass bei dreien eine gewisse Zuneigung vorhanden ist, Pop-Songs einen dezenten House-Schub zu versetzen.

Nun kommt die Freude viermal auch auf Vinyl. Und dass in einer Zeit der Edit-Free-Download-Schwemme, die selbst die Edit-Pusher von trndmsk.de zu einem negativ konnotierten Kommentar hinreißt.

Bei Eva’s Finest bleiben die Producer – und ebenso die Original-Zitate – im Verborgenen, auch wenn der Kreis an möglicher Producer höchst überschaubar ist. Die-hard-Rose-Fans können es sicher am Sound raushören, wer hinter dem jeweiligen Edit steckt.

Musikalisch in gewohnt deeper Bahn unterwegs, bekommen manche Stücke durch die langen Original-Vocals aber auch etwas tantiges. Oldie-Patina für den House-Floor. Nur „Drive Slowly“ ist da eine Ausnahme. Liebevoll bearbeitet sind aber alle vier Edits, keine Schnellschüsse oder Effekt-Bomben.

Damit zu den äußeren Verästelungen: Im Mai konnte M.ono bereits bei Brown Eyed Boyz Records eine EP veröffentlichen. Die Betreiber aus Marseille wollten aber mehr und so folgten kürzlich zwei weitere Tracks. „96kbps Preview“ heißt einer, ein Soundcloud-Neck, der mit stolpernden Bassdrums die sommerliche Chord-Leichtigkeit in guter Weise etwas ausbremst.

Erhabener und irgendwie auch einnehmender klingt dagegen „Black Raspberry Fields“. Herrlich ausgewogen und mit einem ganz zarten Oldschool-Schliff. Mein bisheriger M.ono-Favorit.

Auch Luvless ist wieder auf Aufwegen. Beim britischen Label Editorial Records ist ein Track von ihm gelandet. Also ein Edit, um genauer zu sein. Beim Original muss ich jedoch passen. Luvless‘ „Deluvation“ startet mit trockener Disco-Bassdrum und öffnet nach hinten raus dann seinen entwaffnenden Funk. Mit einem angenehmen Understatement aber.

Und noch etwas: das Erfurter Nelabel Foen hat seine erste Compilation noch einmal auf weißem Vinyl pressen lassen. Und damit auch noch einmal „Brenner 38“, eines der frühen M.ono & Luvless-Stücke.

NACHTRAG:

Martin Hayes dreht natürlich nicht Däumchen: er war neulich auf einer Pantha Rhei-7″ dabei. Mit einem Remix für Niccolo Cupo. Und da ist sie in ganzer Blüte zu hören: die Rose-Leichtigkeit.

Rose Records Website
Eva’s Finest Facebook
Mehr zu Rose Records bei frohfroh

CommentComment

  • plaisirblog / 12. November 2013 / um 22:36
    superduperwunderbar.
    ein <3 fuer rose !

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