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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Weber „Eins“ (Holger Records)

14. Mai 2014 / Kommentare (0)

Diese Platte kann nur gewinnen. Nicht nur, weil sie auf Holger Records herauskommt. Auch, weil sie im Webermichelson-Kontext entstand.

Einiges ist in diesem Jahr bei Webermichelson bereits passiert. Das Debüt-Abum kam kürzlich endlich auch auf Vinyl mit zusätzlichen Reworks von Timoka heraus. Und Philipp Weber, ein Teil von Webermichelson lässt erstmals in seine Solo-Arbeiten hören.

„Eins“ ist ein Mini-Album, deren Song-Folge den Entstehungsprozess wiedergibt, wie Philipp Weber im frohfroh-Interview erzählt. Mit Gitarre, Effekt- und Loopgeräten schafft er ein weit angelegtes Spektrum zwischen Electronica und Avantgarde.

Ein überaus spannender Bruch geht durch das Album: anfangs ein melancholisches und tief versunkenes Mäandern im Sound. Mit „Somehowalovesong“ kippt die Stimmung aber nach und nach. Der schnarrende Folk zerfasert plötzlich, als ob das Stück Philipp Weber aus den Händen gleitet. Ausgerechnet ein Love-Song.

Die zwei darauffolgenden Stücke haben den sanften Weg des Anfangs längst hinter sich. Lässt „Zwei“ noch eine grobe Struktur zu, so löst sich bei „Drei“ gänzlich alles auf. Was für eine Wendung in Richtung Avantgarde-Konzertsaal. Wie ein sich mächtig aufbäumender Höhepunkt mit dem zugleich alles in sich zusammenfällt.

Wunderbar, dass Holger Records sich traut, solch ein Mini-Album zu veröffentlichen. Beim französischen Online-Magazin SeekSickSound gibt es übrigens noch eine Alternate-Version von „Zwei“.

Holger Records
Mehr zu Holger Records bei frohfroh

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