← ZurückLifeLife

Autor/-in

Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

Tags

Teilen

Repress Repress

26. Januar 2015 / Kommentare (0)

Gestern Abend konnte man einen kleinen Repress-Hype miterleben. Rose Records hatte sich entschieden, zwei Katalognummern nachzupressen.

Die Thematik ist nicht neu: Auch bei Kassem Mosse kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu mehr oder weniger hypebedingten Vinyl-Engpässen aus denen sich bei Discogs teils horrende Preise ergaben.

Rose Records wurde spätestens mit M.onos EP „Easydance“ von der international gesteigerten Aufmerksamkeit überrollt. Nicht zuletzt durch den Fabric-Mix von Move D, für den „Holding Back California“ lizensiert wurde. Wenige Wochen nach der Veröffentlichung mehrten sich bei Discogs die Repress-Kommentare – und auch die exorbitanten Preise im Discogs-Marketplace. Im Durchschnitt lag der Preis für die EP bei 77 Euro und über 900 Discogs-Nutzer haben „Easydance“ auf ihrer Want-Liste.

Nach langen Diskussionen entschieden sich die Label-Betreiber zu einer Nachpressung der Katalognummern 4 und 5. Das neue Drama: Nach nur 20 Minuten waren auch diese 150 Kopien weg. Es folgte der Unmut all jener, die zu spät von der Bandcamp-Aktion erfahren hatten oder sich fragen, weshalb nur so wenige nachgepresst worden.

Martin Hayes von Rose Records erklärt es so: „Wir haben nur 150 nachpressen lassen, damit es wie bei der Nummer 06 500 Stück sind. Anfangs sollte es ja gar kein Repress geben, aber damit alle Artist-Platten eine 500er-Auflage haben und auch noch einige Leute die Shance bekommen, eine zu kaufen, haben wir uns dafür entschieden. Dass man nie alle befriedigen kann, ist klar. Es ist auch nicht das Ziel, jetzt noch 1000 nachzupressen. Dann würden immer noch Leute meckern. Es geht nicht um Aufmerksamkeit und Geld verdienen oder so.“

Eine teilweise entschärfende Entspannung mit digitalen Formaten ist von Rose Records jedoch nicht zu erwarten: „Es wird bei Schallplatten bleiben, egal wie groß die Nachfrage ist“, so Martin.

Demnächst steht die nächste neue EP auf Rose Records an.

Rose Records Website
Mehr zu Rose Records bei frohfroh

CommentComment

    RelatedRelated

    zum Seitenanfang scrollen