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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Leibniz „shtum 011“ (Shtum)

18. April 2016 / Kommentare (0)

Rau klangen die Stücke von Leibniz schon immer – und doch gibt es auf der neuen EP nochmals eine Steigerung.

Überraschend kommt das nicht mal. Schon die gemeinsamen Tracks mit Credit 00 auf Rat Life offenbarten eine kompromisslose und teilweise dissonante Schroffheit. Solo ist es „This It“ in zwei Versionen, das mit minimalem Sound-Einsatz die ursprünglichsten Rave-Ansprüche auslotet. Derb kickende Bassdrums, scharfe HiHats und maximal zwei modulierende Sounds zum Aufbrechen der Loops – weiter als im „Brecht Mix“ lassen sich die Abfahrts-Trigger kaum mehr reduzieren. Beim „Scuff Mix“ verstärken darke Synths und helle Strings die martialische, rasende Strenge sogar noch einmal. Aber ja, dieser roughen Ursprünglichkeit lässt sich nur schwer entkommen.

Mit „Foolish“ und „Grind“ knüpft Leibniz an seinen bisherigen Clash von Rauheit und Schwelgerei an. Helle, scharfgezeichnete Chords neben super trockenen Bassdrums. Allerdings kommen bei beiden Stücken mehr Breaks- und Jungle-Elemente mit rein. Besonders „Grind“ mündet nach seinem sphärischen Intro in ein Beat-Dickicht mit schweren Basswogen und hektisch rasselnden Breaks-Samples. Auf der Ortloff-Platte sorgte das schon einmal für großartige Momente. Auf der „shtum 011“ wird es zu meinem Highlight.

Ein anderes Leibniz-Highlight gab es neulich als Free Download auf Watch The Hype: Dort haute Leibniz einen Edit mit Vocals des britischen Grime-Producers Skepta heraus. Ein Hit aus seinem Live-Set. Und mit ähnlicher, aber anders gestrickter Trigger-Einfachheit, wie auch „This It“. Leibniz bestätigt es im Interview dort: „Probably not the most intellectual thing I’ve ever done, but it works on the dance floor.“

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