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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Connwax 07 + 08

26. Mai 2020 / Kommentare (0)

Hier kommt eine kleine Ergänzung zu unserem „Spot On“-Porträt von Carlotta Jacobi – und zwar die letzten beiden Connwax-Platten.

Wer es noch nicht gelesen hat, sollte das Porträt mit Podcast mit ihr schnell nachholen. Dort steht auch, dass Jacobi Teil der Connwax-Crew ist, die ja bereits seit längerer Zeit eine feste Label-Adresse für unterschiedliche Techno-Nuancen ist.

Oliver Rosemann „Connwax 07“

Im letzten Herbst gab es ein Leipziger Heimspiel mit Oliver Rosemann – einem Producer, der sich der schrofferen Seite des Techno widmet. Auch auf der „Connwax 07“ entfaltet Rosemann seinen super treibenden und ungebändigt-dystopischen Sound. Immer nah am Anstrengenden, aber voll drin im Strobo-Gewitter.

Er bleibt damit seinem musikalischen Rahmen treu, auf gewohnt hohem Niveau. „Realm“ ist mein Hit dieser EP – einfach nice, wie die Bassdrum im Hintergrund kickt und vorn wirre kristalline Synths umherflirren.

Ach ja, Pfirter, ein durchaus großer Act aus Argentinien steuert hier einen Remix bei, der den Rosemann-Sound die Kanten nimmt und mehr auf klare Funktion trimmt. Okay.

Various Artists „Connwax 08“

Die „Connwax 08“ folgte im März und vereint jeweils zwei Tracks von Jeff Rushin aus Amsterdam und Irakli aus Berlin. Und hier stechen für mich zwei Tracks sofort heraus: „Spacing In Between“ wird seinem Titel auf wunderbare Weise gerecht. Denn er schwebt so deep, loopy und straight zugleich durch die Welt, dass ich gar nicht mehr aussteigen mag.

Iraklis „Charged“ trägt eine ähnliche Wehmut in sich, die besonders in der zweiten Hälfte hervorkommt. Mit den tiefer liegenden Harmonien entwächst hier ein starker Heart-Opener-Track, der zu später Stunde einer Clubnacht nochmal einige Energie wachrütteln dürfte.

Die anderen beiden Tracks sind deutlich kantiger. Weniger melodisch, dafür darker und introvertierter. Im Zusammenspiel gefällt mir die „08“ dann doch mehr.

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