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Amy
Hauptsache gute Laune - von Disco bis Tekno kommt für Amy aka ttyfal auf dem Dancefloor und USB Stick alles in Frage. Szene über Mainstream, Open Air über Club, Sekt über alles.

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Release, Release: Eoism – Collapse Yourself

30. Juni 2020 / Kommentare (0)

Das neueste Release von Pulse Drift Recordings kommt vom Electro-Duo Eoism aus Leipzig und Jena. Wir stellen die Platte vor.

Nachdem es seit knapp anderthalb Jahren um Pulse Drift Recordings still geworden war, pusten sie nun endlich wieder Leben in die Electro-Landschaft Leipzigs. Und wenn es um puren, klassischen Electro geht, wissen die Labelbetreiber definitiv, was sie tun. 

Unsere Redakteur*innen Christoph und Rebecca haben sich schon fast allen bisherigen Releases gewidmet (siehe hier und hier) und frohfroh-Gründer Jens hat sich 2017 mit einer Label-Vorstellung und der Pulse Drift-Geschichte befasst. Fest steht: das Label wurde wegen dem Electro-Duo Eoism ins Leben gerufen. Nun sind sie dort abermals mit einem Solo-Release und fünf neuen Tracks zu hören. 

Die A3 – Machines of Loving Disgrace – verkörpert genau die Videospiel-Ästhetik, die ich bei Electro so lieben gelernt habe – eine Ästhetik, die Vorstellungen von nächtlichen Abenteuern auf diversen Spielekonsolen hervorruft. Monsters fighten, Trains surfen oder wild durch die Gegend rennen? Mit diesem Soundtrack kein Problem. 

Diese Phantasie wird beflügelt durch verspulte und überlagerte Melodien und Synthies, einer stabilen Bassline und subtilen Samples – schade nur, dass der Track zweieinhalb Minuten kurz ist. Richtig geiles Ding.

Die restliche A-Seite, sowie die B1 sind klassische, aber frische und nicht ganz so brachiale Electro-Tracks. Das Element der Mystik schwebt im Vordergrund, unterstützt von gediegenen Harmonien, pochenden Basslines, treibenden Rhythmen, knackigen Beats und lässigen aber effektiven Samples.

Das, was Electro zu Electro macht.

Christoph hat das Prinzip bereits perfekt in Worte gefasst: „Es ist ja gar nicht so einfach, die passenden Worte zu finden, wenn ein Genre wie Electro mehr oder weniger ausformuliert ist, innerhalb dieser Grenzen aber immer wieder neue Musik herausgebracht wird.“ Und auch bei dem neuesten Release gilt – „recht klassischer Electro […], der den Formalitäten entspricht und dennoch fresh klingt.“

Die B2 heißt Critical Slowdown und in einem gewissen Maße ist der Name auch Programm. In Kontrast zur restlichen Platte wirkt dieser Track ein wenig mehr entschleunigt, aus Mystik ist schwebende Leichtigkeit geworden. Kritisch? Debattierbar. Ein wunderschöner Abschluss.

Eine Platte, die sich wunderbar mixen lässt und sowohl auf den Dancefloor als auch aufs Sofa passt. Das lange Warten auf das neue Release hat sich wohl gelohnt. 

Collapse Yourself ist die siebte Veröffentlichung von Pulse Drift – digital ist die EP am 22. Juni erschienen und am 13. Juli kommt die Scheibe auf Vinyl in die Läden. Mehr Infos gibt es bei Pulse Drift auf SoundCloud oder Facebook.

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