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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Neu-Leipziger

25. April 2012 / Kommentare (1)

Und wieder Thüringen. Erst lebten Marbert Rocel in einer Erfurter WG, seit geraumer Zeit ist die Musik-WG nach Leipzig verlegt worden.

Was ist los? Warum kommen die viel versprechendsten Pop-Entwürfe Leipzigs eigentlich gerade fast alle aus dem Nachbarland? Good Guy Mikesh, Pentatones und auch Marbert Rocel kommen aus der Erfurt-Weimar-Jena-Kette. Mehr Natur? Mehr Harmonie?

Erste Wurzeln in Leipzig haben Marbert Rocel schon ausgebildet. Here Is Whys Hit „Waiting For The Sun“ brachten Spunk, Malik, Martin Kohlstedt und Panthera Krause ohne Umweg auf den House-Floor. Viel direkter aber sind die Wurzeln zu Buki Good, der Booking-Agentur aus dem Nachtdigital-Umfeld. In Olganitz führten Marbert Rocel ihr Live-Projekt Karocel zusammen mit Matthias Kaden zum ersten Mal auf.

Nun werden ihre Konzerte von Buki Good gebucht – nach Istanbul, Berlin, Amsterdam und Lüneburg. Mit Compost Records im Rücken haben sich die Vier weit herumgesprochen. „Small Hours“ ist das mittlerweile dritte Album auf dem Münchner Label-Veteran.

Was auffällt: Marbert Rocel arbeiten an einem Gesamtkunstwerk. Cover Artwort, Videos, Live-Visuals, alles bleibt in der Familie und wird mit illustrativem Charme zusammengeführt. Ähnlich organisch klingen auch die Stücke. Rhodes, Melodica und Saxofon bringen eine eigene Wärme in den Sound. Sehr dicht geschichtet, ohne Hast von einem Drumcomputer angetrieben.

Spunks Gesang hievt das Ganze dann unmissverständlich auf das Pop-Level. Einem aber, das von der dramaturgischen Ausuferung im Club inspiriert ist. Dass aber auch nicht vor Balladen Halt machet. Ich habe den Vergleich zu den ersten beiden Alben leider nicht. „Small Hours“ klingt aber in sich sehr stimmig, auf Wohlklang ausgelegt. Um Reibungen geht es bei Marbert Rocel nicht unbedingt.

Um Authentizität sicherlich mehr. Die Stücke klingen unverstellt. Aber teilweise auch sehr lieblich. Aber da beginnen die Geschmäcklereien. Marbert Rocel sind ohne Zweifel auf dem besten Wege.

Marbert Rocel Website

CommentComment

  • felix / 26. April 2012 / um 10:28
    TOLL!

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