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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Various Artists „Kann RSD II“ (Kann Records)

04. Februar 2013 / Kommentare (0)

Vor zwei Jahren war Kann Records mit einer limitierten Platte beim Berliner Record Store Day dabei. In der Hauptstadt gibt es den Tag nicht mehr – Kann macht trotzdem weiter mit der Serie.

Immerhin haben sie ja ihren eigenen Laden. Quasi die letzte Bastian für elektronische Musik auf Vinyl in Leipzig. Insofern „sei hier jeder Tag ein Record Store Day“, so Alex. War es bei der ersten Platte noch ein Re-Issue eines älteren Sevensol & Bender-Tracks, so hebt die „RSD II“ mit drei komplett neuen Stücken den Ansatz noch einmal.

Wieder nur auf Vinyl, ohne dem Vinyl-Dogma nachhängen zu wollen. Und zugleich ist es eine Hommage an die 15 Jahre, die der Kann-Store-Vorgänger Freezone Records in Leipzig geöffnet war. Die A-Seite ist ihm gewidmet, auf der B dann Kann. Aber insgesamt ist es vom Sound her durch und durch eine Kann-Platte. Verschlungen und hochmusikalisch, in Wehmut eingehüllt und leicht angeraut.

Mit Lake People und Map.ache kommt zweimal die große Leipziger Deepness hervor, wie sie gerade fast prototypisch nach außen strahlt. „Whenever“ wirkt dabei wie ein Déjà-vu an „Ulfo“, das noch gar nicht lang zurückliegt, aber schon jetzt wie ein Meilenstein nachhallt. „If“ ist etwas aufgeräumter und nächtlicher.

Am überraschendsten aber Julian Neumann. Gerade als Entdeckung an sich. Bei Soundcloud sind weitere Tracks des Berliners zu hören, die seine durchaus schroffe House-Art noch weiter aufzeigen. „Unbearable“ klingt angenehm roh und kommt aber kurioserweise mit einem hochgepitchten Vocal-Sample rum, das man sonst eher aus Großbritannien erwarten würde. Toller Track, toller Typ. Und klar, tolle Platte.

Kann Records Website
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