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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Talski „Canyons“ (Rivulet Records)

04. April 2013 / Kommentare (0)

Nummer drei bei Rivulet. Und wieder ein Debüt. Talski aus Leipzig badet förmlich in der Deepness.

Doch erst ein paar Gedanken zu Rivulet. Nach drei Platten lässt sich hier eine gewisse Linie erkennen. Die ungewohnt deutliche Innerlichkeit von Anfang Zwanzigjährigen scheint bei Rivulet im Mittelpunkt zu stehen. Etwas lakonisch zwar, aber sowohl Momo und Stanley Schmidt als auch nun Talski schweben in wehmütig-introvertierter und versierter Weise durch das House-Erbe.

Talski wuchs in einer musikalischen Familie auf, lernte selbst Klavier und Saxofon und studiert nun Musik in Leipzig. Das komplette Programm also. Die Musikalität ist seinen Stücken in jedem Fall anzuhören. Alles ist durchsetzt von warmen Chords, sanft wogenden Basslines und unaufdringlich schiebenden Bassdrums.

Was Talski besonders gut beherrscht ist die Feingliedrigkeit mit der er Sounds arrangiert. Überall flackert etwas hervor, nichts wirkt statisch, obwohl die Tracks im oberflächlichen Flow eher unspektakulär dahin mäandern. Auf der B-Seite wird es – abgesehen von dem tollen Boytalk-Remix – noch ruhiger.

Und mit „September“ auch experimenteller. Ein klassisches Electronica-Stück. „Onjahan“ greift die Frickelei auch schon auf, bleibt durch die Bassdrum der A-Seite aber stärker verbunden. Eigenwillig und still, so hallt die „Canyons“-EP nach. Zusammen mit dem Siebdruck-Cover eine richtige Liebhaber-Platte.

Talski Website
Rivulet Records Website
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