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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Ein anderer Sound

24. Mai 2013 / Kommentare (13)

2013 wird das Jahr der Club-Neugründungen. Nach dem Täubchenthal steht im Herbst ein weiteres Club-Projekt an. Für den guten Sound könnt ihr schon jetzt etwas tun.

Momentan soll sich in Leipzig keiner aufregen, dass die Dynamik innerhalb der Clubkultur abhanden gekommen sei. In den geordneten Bahnen versteht sich. Bei denen die Behörden im Bilde sind und abnicken sollen. Nach der Meldung vom Täubchenthal in Plagwitz, kann in dieser Woche gleich nachgelegt werden.

Denn in einem Seitenflügel des Kohlrabizirkus – westlich vom alten Messegelände gelegen – entsteht bis zum Herbst das Institut für Zukunft. Als Crew-Name schon länger ein Begriff. Es sind aber nicht die Institut für Zukunft-Leute allein. Vielmehr haben sich verschiedene Akteure mit ähnlichen inhaltlichen Ansätzen, Ansprüchen und musikalischen Vorlieben zusammengefunden. Das Ende der Club- und Location-Diaspora quasi.

Doch ein bloßes Kombinieren von Homoelektrik, Aequalis, Palette700, IO und Vertigo ist sicherlich nicht zu erwarten. Die Zeichen stehen auf gemeinsamen Neuanfang. Im musikalischen Zentrum Techno und House, daneben aber auch andere, experimentelle Genres bis hin zu Vorträgen, Workshops, Performances.

Gegensätzlicher könnten beide neuen Clubs also kaum aufgezogen werden. Der vermutlich gelebte basisdemokratische Ansatz des IfZ schimmert denn auch in der Crowdfunding-Aktion durch, die heute startet. Nicht nur der Gastro-Deal soll die Weichen stellen, die künftigen Besucher gilt es bereits in einem frühen Stadium einzubeziehen.

Und tatsächlich dürfte das Identifikationspotential für einen derartigen Club hoch sein. Innerhalb von drei Monaten sollen mindestens 30.000 Euro zusammengetragen werden, um beim Sound keine Abstriche machen zu müssen. Ein Kirsch Audio-Soundsystem ist als Herzstück des neuen Clubs geplant.

Am beeindruckendsten an der ganzen Sache ist für mich jedoch die breite, „prominente“ Unterstützung, die dem IfZ bereits jetzt ausgesprochen wird. Weit über Leipzig geht die hinaus, wie ein Blick auf die Aktionsseite zeigt.

Auch bei den Präsenten für die zahlenden Unterstützer kommt sie zum Tragen: Kassem Mosse und Mix Mup steuern ein limitiertes Mixtape bei, Modern Trips ihre Grafiken auf Textil und bei den zwei geplanten Support-Compilations finden sich einige renommierte Producer wieder.

Für 2.000 Euro gibt es übrigens eine eigene Party im Club. „Another Sound Is Possible!“ heißt das Motto der Kampagne – in diesem Sinne: wir sind überaus gespannt.

Institut für Zukunft Website

CommentComment

  • Kulturbanause / 20. Juni 2013 / um 23:48
    am 27. Juli 2013

    im Sektor Evolution in Dresden
    http://www.sektor-evolution.de/About
    http://www.facebook.com/sektorevolution

    Unterstützer-Party
    http://www.facebook.com/events/143781699150517/
    http://www.sektor-evolution.de/Events/view/164
  • invader-A / 18. Juni 2013 / um 17:10
    Ehrlich gesagt bin ich seit ich 2008 nach Leipzig bekommt bin nie mit der leipziger Party Landschaft klar gekommen. Vielleicht ändert sich hier jetzt was und ich hoffe das ich mich nie wieder auf eine dieser belastenden deephouse partys verlaufen werde.
  • Jens / 04. Juni 2013 / um 10:08
    Hey kosmoe, doch auf den Kategorieseiten ist alles chronologisch – wie früher.
  • kosmoe / 04. Juni 2013 / um 08:08
    zu neues layout:

    och nö, jetzt ist das hier alles genauso unübersichtlich wie bei itsyours, auch wenn schick aussieht :-)

    gibts trotzdem noch eine chronologische ordnung der beiträge?
  • Basteiblog » Unternehmen sie mal was mit Kultur! / 30. Mai 2013 / um 12:38
    [...] Clubs? Das Täubchenthal in Plagwitz will im Juni mit einem open-air-Festival öffnen, und eine Crew um das Institut für Zukunft ein Crowdfundingprojekt gestartet, um Teile des Kohlrabizirkus zum Tanztempel [...]
  • Institut für Zukunft | itsours.de / 29. Mai 2013 / um 11:48
    [...] ich so, da freut sich auch der kleine Sound-Fetischist in mir. Ich muss ja nicht wiederholen, was allerorts schon geschrieben steht, deswegen beschränke ich mich mal wieder darauf, das zu schreiben, was [...]
  • estefan / 28. Mai 2013 / um 15:10
    das gelaber schon wieder…

    hier machen endlich mal welche was, ich wünsch euch maximale erfolge!

    gute kampagne, geht los!
  • sou / 25. Mai 2013 / um 14:36
    konkurrenz belebt, wie bekannt ist, das geschäft und hier vielleicht, die, in den letzten jahren doch eher trockene, clublandschaft leipzigs. dem kollektiv, viel erfolg!

    @traumtänzer. der leitgedanke einer spende besteht nicht darin das geld wieder zu bekommen. es ist eine “freiwillige zuwendung„ für z.B. eine gute idee und deren mögliche umsetzung.
  • Chris Manura / 25. Mai 2013 / um 11:19
    Die Retter von Leipzig ? (lach)
  • realist / 25. Mai 2013 / um 09:44
    “Am beeindruckendsten an der ganzen Sache ist für mich…„

    Da ist aber jemand leicht zu beeindrucken.
    Journalistischer Anspruch sollte es sein zu hinterfragen.

    Zum eigentlichen Club-Thema:

    So wenig ich mich fuer die Taeubchenthal-Sache begeistern kann,
    halte ich dieses Konzept fuer realitischer. Das liegt zunaechst vor allem daran, das dort auch “Geld dahinter steckt„.

    Hier scheint in gleichem Maße Idealismus und Willen vorhanden zu sein, aber dafuer an Geld zu mangeln. Wenn also dann ein “Teil der Anlage„ finanziert wurde, geht es dann mit großen Schritten voran und Adam X, Sleeparchive, Surgeon und Co. stehen mit Maurerkelle und locker sitzender Geldboerse im neuen Laden und basteln in dem Laden in dem sie im Herbst 2013 (wer es glaubt) spielen?

    Der selbst gesteckte Anspruch des neuen Clubs wird uebrigens durch den ausgelobten Preis “2000 € - Wunschlineup„ kontakariert.
    Kompromissloses Umsetzen eigener Ideen und der Verkauf des Einfluss´ auf das LineUp beissen sich.

    Ein Schuss Naivitaet und Unbekuemmertheit machen Euch symphatisch aber verstaerken auch meine Skepsis das hier letztlich wirklich was bei heraus kommt.
  • lesla / 24. Mai 2013 / um 23:48
    ein ambitioniertes projekt, viel erfolg!

    bleibt nur zu hoffen, dass alle unterstützer auch die möglichkeit bekommen, den club von innen zu sehen und nicht an der tür scheitern.. ein bisschen berghainflair liegt in der leipziger luft!
  • schnurzl / 24. Mai 2013 / um 19:21
    @traumtänzer. die anlage soll mit dieser aktion finzaniert werden!
    nicht das gesamte projekt.
  • traumtänzer / 24. Mai 2013 / um 19:09
    absoltuer schwachsinn zu denken, das man mit 30000 euro einen club auf ziehen kann. diese location frisst mit allen behördlichen auflagen und dem tollen soundsystem minimum 100.000 euro.

    warum sollte auch jemand geld spenden, wann bekommt er dieses jemals zurück?

    die idee und die location ist denn noch gut!!

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