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Christoph
Christoph mag es, wenn es breakig und verspielt klingt. Nicht zu gerade. Als Kid Kozmoe legt er auch auf. Und heimlich produziert er eigene Tracks. Aber pssst.

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V.A. „Magnetband – Experimenteller Elektronik-Underground DDR 1984-1989“ (Bureau B)

16. März 2017 / Kommentare (0)

Kassettentäter-Nachschlag: Einige Underground-Perlen aus der DDR gibt es nun als Compilation.

Überraschende Grüße aus dem Norden: Das Hamburger Label Bureau B hat in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Zonic Magazin eine spannende Sammlung experimenteller Musik aus der DDR veröffentlicht. Die vierzehn Stücke sind bereits auf einer Doppel-CD des Zonic-Spezials „Spannung.Leistung.Widerstand. Magnetbanduntergrund DDR 1979 – 1990“ erschienen, das aber nicht mehr regulär erhältlich ist. Wir erinnern uns: Herausgeber Alexander Pehlemann hat diesem Thema im Herbst letzten Jahres eine der drei Gegenkrach-Veranstaltungen gewidmet und zwei Leipziger Radio-Sendungen warfen ebenfalls einen Blick auf diese Zeit.

Der Fokus liegt vor allem auf Stücken der Zonic-Compilation mit elektronischeren Einflüssen, denen eine sehr unterhaltsame DIY-Attitüde in der Herangehensweise gemein ist und die in Chemnitz sowie (Ost-)Berlin zwischen 1984 und 1989 entstanden sind. Irgendwie komme ich nicht umhin, die pop- bzw. subkulturelle Einflüsse des damaligen Klassenfeindes besonders wahrzunehmen. Ob Punk in „Die Kuh“ von Der Demokratische Konsum, Dub in „Fly, Fliege, Fly“ von Stoffwechsel oder gar House in „Jab Gab Hej“ von Aponeuron: Der Reiz liegt in der eigenwilligen Verwendung der Einflüsse und auch im humorvollen Umgang mit ihnen. Und ja, auch die Aufnahmequalität hat ihren Anteil daran.

Vor allem aber sind die Stücke auch stark genug, nicht nur als kurioser Rückblick zu funktionieren, sondern auch um für sich allein zu stehen.

Neben der tollen Track-Auswahl runden eine Einführung sowie Liner Notes zu den Stücken die Compilation ab. Sie verdeutlichen auch, dass sich hinter den vielen Projekten oftmals ähnliche Namen verbergen: Beispielsweise AG Geige-Mitglied Frank Bretschneider, Rammstein-Keyboarder Flake Lorenz oder die Gebrüder Lippok von Raster Noton und To Rococo Rot stecken hinter den Experimenten.

Bleibt nur noch die Frage übrig, was denn der Leipziger Underground in dieser Zeit so getrieben hat?

Die Compilation ist als Vinyl, CD und – na klar – Kassette erhältlich.

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