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Antoinette Blume
Sekt oder Selters, Ambient oder Techno, Leipzig oder Berlin, Lesen oder Schreiben - kein Entweder-oder, sondern alles, gleichzeitig und umgekehrt-nacheinander. Unter www.antoinetteblume.de erfahrt ihr an welchen Orten unsere Chefredakteurin liest, ausstellt oder was sie wo installiert.

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Premiere, Premiere: Martin Kohlstedt und Panthera Krause – NIODOM

25. Juni 2020 / Kommentare (0)

Wir dürfen heute eine besondere Premiere bei uns vorstellen. Der Pianist Martin Kohlstedt und unser aller Favorit Panthera Krause haben sich für ein Rework zusammengetan. Bei uns feiert der Track Premiere.

Martin Kohlstedt, der die Fusion von Klassik, Elektro und zuletzt Chorgesang perfekt beherrscht, geht es immer um den Diskurs, die Transformation und Spiegelungen.

Unter dem Titel RECURRENTS erscheint – Song für Song – eine Kollektion von Neubearbeitungen seiner Originaltitel. Die beteiligten Musiker*innen, allesamt Weggefährt*innen von Martin Kohlstedt, konnten aus einem reichen Fundus schöpfen: Die für das Originalalbum „Ströme“ entstandenen Aufnahmen mit dem Gewandhauschor, die Klavierspuren und elektronischen Landschaften standen als Schatzkiste zur Verfügung. 

Nach Henrik Schwarz, Robag Wruhme, Peter Broderick, Ätna, Marlow und Hannah Epperson kommt also nun das nächste Rework. Und auf dieses Rework haben zumindest viele Leipziger wohl am gespanntesten gewartet. Panthera Krause, mit dem Martin Kohlstedt bei den Bands Marbert Rocel und Karocel zusammenspielte, kommt mit auf die Liste.

Und mit ihm ein typisch leichter, clubbiger Disco-Vibe, der den düster-dramatischen „Ströme“-Tenor aufbricht. Auch wenn vom Original nur noch wenig zu hören ist, passt Panthera Krauses Version perfekt, weil es „Ströme“ für einen kurzen Moment rausholt – auf die Open Airs, in die späten Morgenstunden, auf den Dancefloor der Panoramabar, wenn früh die Jalousien aufgehen.

Bevor ihr nun das Rework (rauf und runter) hört, hier noch zwei exklusive Statements der beiden Musiker zu ihrer gemeinsamen Zeit, flimmernden Hotelzimmernächten und dem Schaffensprozess hinter Recurrents:

Martin Kohlstedt über Panthera Krause

Robert aka Panthera Krause ist einer der Jungs, mit denen ich später unweigerlich auf der Veranda sitzen werde, um alte Geschichten aus Holland auszupacken und Witze weit unter der Gürtellinie zu reißen. Robert dreht sich meditativ seine Zigarette und hängt tief im Sessel und ich sitze mit meiner Kontrollsucht daneben und tue so, als würde ich auch entspannen. Obwohl: bei ihm gelingt mir das sogar hin und wieder. Wir haben so viele gemeinsame Stunden im Tourbus mit Marbert Rocel und Karocel verbracht, dass wir fern vom Verständnis aller Mitinsassen die absurdesten Welten ergründet haben, die man gedanklich niemals hätte betreten dürfen. Die Musik holen wir ebenso intuitiv aus unseren Bäuchen… Nicht nur dass Panthera Krause einer der ersten ist, der neue Stücke von mir hören muss, sondern auch durch seine musischen Interpretationen meiner Werke bekomme ich den Spiegel vorgehalten und meine Musik entwickelt sich ewig weiter und bleibt im stetigen Prozess – so wie ich es mag.

Panthera Krause hat es dieses Mal wieder geschafft mein Stück NIODOM zu extravertieren und auf die Tanzbretter zu zwingen. Danke Robert!

Panthera Krause über das Rework

Mit keinem anderen Menschen habe ich wohl öfter in Hotelzimmern RTL 2 geschaut und nebenher über Musik, Business und das Leben geredet. Zusammen tourten wir mit Marbert Rocel und Karocel durch die Gegend. Als ich Martin kennenlernte, plante er seine Tage noch enthusiastisch im Halb-Stunden-Takt, was mich zu gleichen Teilen irritierte, als auch interessierte. An seinem Enthusiasmus hat sich bis heute nichts geändert und ich habe mich riesig gefreut, als Martin mich anrief und fragte, ob ich Lust hätte ein Rework für seine neue Platte zu machen. Schon bei der Uraufführung von Ströme im Leipziger Gewandhaus juckte es mir in den Fingern, bei dem Gedanken an einen Rework. Nach zwei etwas ruhigeren Ansätzen konnte ich es mir dann doch nicht verkneifen mit meiner Interpretation von NIODOM auf den Dancefloor zu schielen. Aber ich denke, das ist ok!

Und jetzt – finally, hier seht ihr das Video und hört das Rework zu NIODOM:

NIDOM (Panthera Krause Rework)

Wer Blut geleckt hat und (noch) mehr Musik von und Interviews über die beiden Musiker hören und lesen möchte, wird hier und hier fündig.

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