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Christoph
Christoph mag es, wenn es breakig und verspielt klingt. Nicht zu gerade. Als Kid Kozmoe legt er auch auf. Und heimlich produziert er eigene Tracks. Aber pssst.

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Various Artists „Resistant Mindz Forecast 2016“ (Resistant Mindz)

14. März 2016 / Kommentare (0)

Wie die Zeit vergeht: Nicht nur O*RS feiert fünf Jahre Label-Betrieb, auch Resistant Mindz wird dieses Jahr eine halbe Dekade alt. Zu diesem Anlass wird es eine ganze Reihe neuer Releases geben, welche nun mit der digitalen Compilation „Resistant Mindz Forecast 2016“ angeteast werden.

Gleich vorweg: Das wird bestimmt ein spannendes Jahr! Wie auch schon mit der „Jamuary“-EP angedeutet, wird sich das Label neben dem Beatmakertum auch verstärkt dem klassischen Funk widmen. So richtig mit echten Instrumenten gespielt und so. Hört man die Compilation, merkt man sofort, wie gut beide Welten zusammenpassen.

Aber klassischer HipHop sind die Beats auf Resistant Mindz auch gar nicht. Mit „Hold you close“ beginnt Duktus das Album sehr verspielt und pitcht munter Vocal-Fetzen die Klaviatur hoch und runter. Chris Medleigh und Daniel Wedekind hauen uns als Xcluding the Shapes mit „What … ?“ sommerlichen Soul mit Hit-Potential um die Ohren.

Und dann wird der Funk zelebriert: „Shove it in my mouth“ von den The Nylon Brothers ist ein so unverschämt funkiges Disco-Stück inklusive Vocoder, Flöte und dirty Gay-Porn-Lyrics, dass man sich beim Hören im falschen Jahrzehnt am falschen Ort wähnt. Gleich danach schließen sich die mir nicht bekannten Timberrabbit and Metaldog mit „Plain Tricks“ an, eine instrumentale Jazz-Funk-Nummer, die genauso von einem Blaxploitation-Soundtrack stammen könnte. Fett!

Näher am Soul wiederum My trippin Mojo mit „Star Babe“. Erstaunlich, wie stark das tatsächlich nach alten Motown- oder Stax-Platten klingt. Aber wie wir seit dem großen frohfroh-Interview wissen, stecken auch echte Studio-Nerds hinter Resistant Mindz.

Danach schimmert der Funk wieder in Form von Samples durch die Beats der weiteren Artists durch. Etwas verspulter und introvertierter bei „Nahdontlookdown“ von Crssspace, weitaus fröhlicher bei „Controlling Money“ von Label-Chef ReedFlavor. Dyze zeigt anschaulich in „M-YC & TRNSTR“, wie so ein Synthie-Sample zum Banger umgebaut werden kann und Mr. Beef kombiniert in „Firsstepsound“ auf putzige Weise 8bit-Sounds mit pseudo-fiesen Rave-Bass.

Krasses Ding, was Resistant Mindz hier auffährt. Wenn die kommenden Veröffentlichungen das Level halten, lohnt es sich, schonmal eine Sparbüchse für den Platten- und Tape-Kauf anzulegen.

Resistant Mindz Website
Mehr zu Resistant Mindz bei frohfroh

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