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Jens
Im Stadtmagazin Kreuzer war irgendwann kein Platz mehr für die viele gute elektronische Musik aus Leipzig. Also hat Jens im Sommer 2009 frohfroh gegründet.

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Five Favs – April 2016

03. Mai 2016 / Kommentare (0)

Und wieder ein Monat herum – Zeit für unsere fünf Track-Highlights des April.

Philipp Matalla „Kiba“ (Kann Records)

Es ist nicht so, dass Kann Records nur selten gute Tracks veröffentlichen würden. Doch manchmal gelingen die wirklich herausragenden Highlights. „Kiba“ von Philipp Matalla ist so eins. Überhaupt die ganze EP gehört für mich zu einer besten Platten des Labels. Der Titel-Track “wird getragen von einem undurchdringlichen Beat-Rasseln. Trippig und zerbrechlich, verwischt und unwirklich, voller weirder Zwischentöne und einer überpoetischen Gitarre.“ Deshalb steht er hier.

Duktus „Light Up My Night“ (ThinkLoud & Resistant Mindz)

Die Leipziger Beatmaker-Szene gehört aktuell zu den aktivsten Subszenen der Stadt. Und Duktus ist sehr weit vorn mit dabei. Im April stellten wir seine erste Solo-Veröffentlichung „Hannah“ vor, die vom Zusammenleben mit seiner kleinen Tochter inspiriert ist. Neben klassischem Beatmakerism gefiel uns besonders „Light Up My Night“: „Wie stark sich Duktus derweil von seinen im HipHop verankerten Beats löst, wird spätestens mit „Light Up My Night“ klar. Der Groove behält trotz seiner Verspieltheit einen typischen Swing bei, wie man ihn sonst eher von britischen Produzenten kennt,“ schrieb Christoph in unserer Review.

Mary Yalex „Bright Lights“ (Yalex Recordings)

Wir hatten Mary Yalex bereits länger im Blick, aber leider hat sich unsere Vorstellung etwas hingezogen. Die Wahlleipzigerin widmet sich einem sehr atmosphärischen, melodiösen House und bringt alles selbst auf ihrem eigenen Label heraus. „Lang gedehnte Synth-Chords und Streicher erzeugen immer wieder eine opulente Erhabenheit, die von dazwischen aufflackernden Field Recordings vor allzu pathetischer Überladenheit bewahrt wird.“ Der Track „Bright Lights“ steht da eher exemplarisch für ihr melancholisch eingefärbtes Album „Beyond Borders“.

Markus Masuhr „Grey Calmness“ (Pragmat)

Richtig dark wurde es im April mit Markus Masuhr. Sein neues Album „The Trepidation Lack Depth“ geht weg vom Dancefloor und taucht tief in eine ausgekühlt klingende Welt ein. “Markus Masuhr bewegt sich mit den acht Tracks eher ins Avantgarde. Mit einer kompletten Öffnung der Strukturen, ästhetisch in leeren und ruinösen Industriehallen verortet. Wie klangliche Stillleben aus einem unwirtlichen Sperrgebiet wirken Tracks wie ‚Grey Calmness‘.“ Beängstigend passend, dass dieses Album genau im 30. Jahr nach der Tschernobyl-Katastrophe herauskommt.

Leibniz „Grind“ (Shtum)

Auch Leibniz raute seine eh schon oft vorhandenen Kanten weiter an. Auf dem Uncanny Valley-Sublabel Shtum brachte er eine neue EP, die einerseits ein neues Roughness-Level erreichte, andererseits ins Breakige übergeht. „Grind“ flashte uns da besonders. Denn es „mündet nach seinem sphärischen Intro in ein Beat-Dickicht mit schweren Basswogen und hektisch rasselnden Breaks-Samples. Auf der Ortloff-Platte sorgte das schon einmal für großartige Momente.“

Mehr zu Philipp Matalla / Kann Records / Duktus / Resistant Mindz / Mary Yalex / Markus Masuhr / Pragmat / Leibniz bei frohfroh

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