Daniel Stefanik „Powers Of The Deep“ (Be Chosen)

Daniel Stefanik goes Frankfurt. Auf dem dort ansässigen Label Be Chosen ist vor wenigen Wochen seine aktuelle EP veröffentlicht wurden. Und sie reiht sich ein in die nostalgische Leichtigkeit seiner letzten Tracks.

Es ist schon spannend zu sehen, wie sich Daniel Stefaniks Sound seit seinem Album „Reactivity“ im Herbst 2008 entwickelt hat. Erst die überraschend konsequente Auseinandersetzung mit Dub, die auch als Zäsur zu seinen vorherigen Platten auf Moon Harbour zu verstehen war. Quasi parallel dazu kam aber auch schon eine breit aufgestellte Platte auf Freude am Tanzen heraus, irgendwo zwischen verschroben-düsteren Minimal und House.

Dann das Debüt von Oh! Yeah!, zwei ungestüme Techno-Tracks. Mehr im roughen House landeten schließlich seine beiden EPs auf Kann Records und Bangbang!. Eine gerade Linie ist das nicht. Doch darum ging es Daniel Stefanik scheinbar auch noch nie. In den Zwischentönen klingt es seit 2008 insgesamt aber weitaus selbstbewusster und ausgefeilter. Und irgendwie scheint es gerade auch um einen Bogen zwischen den Wurzeln und der Gegenwart von House und Techno zu gehen.

Die beiden Tracks auf „Power Of The Deep“ tragen auch solch eine unausgesprochene Sympathie für reduzierte Arrangements, wie sie bei älteren Platten zu hören sind. Kein digitaler Ballast, stattdessen ein straighter Beat und einige wenige deepe bis verschrobene Elemente.

Was „Just One Moment“ und „Sidechain“ aber noch einmal besonders auszeichnet, ist ihre Unmittelbarkeit. Sie klingen wie das Ergebnis einer Live-Session, noch etwas rau und nicht passgenau auf Peaktime-Bedürfnisse ausgerichtet. Und doch wirken sie gerade in ihrer Direktheit sehr homogen.

„Sidechain“ ist mit seinem mäandernden Chord eher die deepe Variante von dieser Facette. „Just One Moment“ dagegen eher die lauthals los marschierende. Beide zusammen befinden sich aber genau richtig auf der gleichen EP.

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Praezisa Rapid 3000 „Mandy sagt: ‚Das ist Naturmusik!’“ (Doumen)

Besser spät als nie. Im Fall dieser Platte ist die Verspätung jedoch beschämender als bei anderen. Denn sie ist eine dreifache Überraschung: sie ist von einem neuen Label, einer spannenden Band und die wohl skurrilste Platte des Leipziger Frühjahrs.

Es ist alles noch im Vagen bei Doumen. Auf der Myspace-Seite ist von einem Projekt die Rede, das noch kein Label ist. Allerdings liegt hier eine echte 12“ mit der Startnummer „00“ vor. Nebenbei: Kann Records starteten auch mit einer Doppel-Null-Nummer. Heute tragen sie Lorbeeren.

Doumen ist ein Kind der HW-Massive-Crew, die ja bekannt für ihre musikalische Offenherzigkeit ist – House, Dubstep und Electronica macht der jungen Party-Crew gleichermaßen Freude. Und so klingt auch die erste Praezisa Rapid 3000-EP. Drei Musiker mit unterschiedlicher musikalischer Sozialisation kommen hier als Band zusammen. Ja, als Band. Kein Producer-Trio, sondern eine Band mit Instrumenten und Live-Appeal.

Der kommt auch immer wieder durch, genauso wie zahlreiche Verweise auf andere Bands und Musiker. Bei „Candy Mountain“ schimmert zum Beispiel die beseelte Leichtigkeit von International Pony durch, sicherlich auch durch das gefilterte Vocal und den gedrosselten House-Beat.

Im Remix von Good Guy Mikesh & Filburt weicht diese Leichtigkeit einer melancholischen Disco-Eleganz – herrlich die runter gedrosselte Stimmung. Bei „Jukeblox“ schielen die Drei dann zu Four Tet. Ein Track, der nahtlos zwischen echten Instrumenten und Electronica, Naivität und süßer Melancholie hin und her switcht.

„From Sexy Clips To Arequipa“ ist schließlich der wohl eigenständigste Track auf dieser EP. Da fällt mir keine so direkte Referenz ein. Außer vielleicht einige Momente, wie die hintergründigen Detroit-Flächen, die immer wieder wärmen. Ansonsten ist dies scheinbar durch und durch Praezisa Rapid 3000 – vielschichtig, intuitiv, dezent treibend und mit einem sympathischen Augenzwinkern.

Dieses Augenzwinkern kommt bei den Skizzen „Stippvisite bei der Praezisa Hausverwaltung“ und „Back In Those Days (When Rendern Was Gratis)“ noch deutlicher zur Vorschein. Müsste nicht unbedingt auf der EP sein. Aber die anderen vier Stücke überstrahlen alles, vielleicht sogar diesen Frühling.

Aber wer ist eigentlich Mandy? Und was ist Naturmusik?

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Rundumschlag

Es ist nicht so, dass in den letzten Wochen und Monaten weniger von Leipziger Musikern und Labels kam als bisher. Ein paar Sachen sind bei frohfroh leider untergegangen. Daher nun ein kleiner Rundumschlag auf ein paar vergessene Highlights.

Daniel Stefanik „Stretchcat EP“ (Bangbang!)

Schon im letzten Dezember veröffentlicht wurde die „Stretchcat“-EP von Daniel Stefanik, und zwar auf Bangbang!, einem Sublabel des niederländischen House-Labels 100% Pure. Nimmt man die letzte Kann Records-Platte hinzu, dann scheint Daniel Stefanik derzeit eine Menge Freude an den roughen Anfängen von House und Techno zu verspüren. Die Tracks sind straight und rollen das ganze Spektrum von deepen bis abstrakt-kickenden Sounds auf.

Bei „Stretchcat A“ graben Bass und Beats an der Schwelle von Disco und Oldschool-House – sehr authentisch und voller Funk. Und trotzdem ist alles noch so reduziert, das die Disco-Kitschfalle nie zuschlägt. „Stretchcat B“ ist eine gehörige Spur straighter und schlanker. In einer Linie reißt der Track sein Programm runter, ohne Brüche und ohne Allüren oder Rave-Ambitionen. Das macht ihn im angenehmen Sinne understatement, aber auch etwas gesichtslos.

Ki.Mi. „Inei“ (Instabil)

Instabil, das digitale Sublabel von Statik Entertainment, sendete im Januar neue Dub-Klänge – das Debüt-Album „Inei“ von Ki.Mi.. Ein neues Gesicht, mehr ist auf die Schnelle aber nicht zu erfahren. Die sieben Tracks sind ziemlich in sich gekehrt. Meist tief versunkene Beats werden von den Dub-Flächen in Watte gehüllt. Teilweise bekommt diese Fülle fast etwas Orchestrales. Und obwohl die Tracks so elegisch voran schreiten, darben sie nicht in einer bedrückenden Düsternis. Die aktuelle Instabil-Compilation ist übrigens auch schon veröffentlicht. Demnächst dazu dann mehr bei frohfroh.

Dan Drastic „Behind A Green Door“ (Luna Records)

Dan Drastic debütierte im Februar bei Luna Records, einem jungen britischen Deep House-Label. Eine Kumpel-Platte, denn auch Matthias Tanzmann und Chris Lattner sind mit Remixen dabei. Sein Track „Behind A Green Door“ überrascht mit seinem Live-Appeal. Die Beats könnten auch von einer Indie-Band stammen, die gern mal in House-Clubs auftritt. Sehr schnittig und gut gelaunt. Der Chord schillert hell und doch auch etwas ungeschliffen. Toll auch die Momente, wenn sich langsam rein schleicht. Das Vocal-Sample erdet den Track kurzzeitig, macht ihn etwas düsterer, als er eigentlich ist. Wenn ich mich recht erinnere, ist das der bisher beste Dan Drastic-Track.

Matthias Tanzmann behält den Live-Vibe bei, entschlackt das Original aber noch mehr. Der charakteristische Chord kommt nur noch angetippt vor, dafür betont er die kurzen Vocal-Samples stärker und schiebt ganz dezente neue Zwischentöne rein. Irgendwas fehlt aber was, was nachhallen könnte. Chris Lattner geht voll auf Deepness. Eigentlich ganz schön, wie skizzenhaft der Berliner Dub- und Deep House-Elemente vermischt.

Michael-Melchner-Four-To-The-FloorMichael Melchner „Four To The Floor“ (Cargo Edition)

Matthias Tanzmann ist übrigens auch gerade auf einer anderen EP zu hören. Und zwar bei Michael Melchners neuer EP auf Cargo Edition – „Four To The Floor“ heißt die. Als ob die anderen Melchner- und Cargo-Platten nicht dasselbe Motto hätten. Klar, für Michael Melchner, dem Nürnberger Jungspund ist dies wohl mit einer der straighteren und offensiveren Stücke. Aber eigentlich nur durch das Vocal, das in fordernder Schärfe eins bis vier durchzählt. Der Rest ist solider Tech-House, kraftstrotzend und auf das nötigste reduziert.

Matthias Tanzmann bemüht sich um mehr Deepness und Wärme. Und das gibt dem Track tatsächlich mehr Prägnanz. Zumal der Chord etwas stolprig, aber auch sympathisch umhertänzelt. Beide Remixe gehen aber insgesamt wieder etwas weg von dem ultrareduzierten Stil, den Tanzmann mit seiner letzten EP einzuschlagen schien.

Curl-Curl-Music-011Various Artists „Distance Learning“ (Curl Curl)

Aus demselben Haus, aber unter anderem Banner kommt eine weitere EP, eine neue Curl Curl-Platte. „Distance Learning“ ist eine 4-Track-Compilation mit lauter Verweisen in die Curl Curl-Geschichte. Denn bis auf Simon Flowers gleichnamigen Track handelt es sich bei den anderen drei Stücken um Remixe von vergangenen EPs. Es gibt zwei sehr verschiedene Seiten.

Die A-Seite ist eher in gewohnter Manier – Schwelgerischer House mit kratzigen Dub-Momenten bei Simon Flower und perkussiver Leichtigkeit bei Chris Lattners Remix. Die B-Seite jedoch fährt nach Detroit, holt den verschleierten Electro-Futurismus mit ausladenden Synthie-Flächen und soften Beats heraus. Das gibt dem House-Background, der sich bei den Andi Numan- und Shortboard-Tracks noch erahnen lässt eine ganz neue Note. Diese B-Seite überstrahlt die ganze EP.

A-Forest-LeavesA Forest „Leaves Leaves Fall Fall Rain Fall“ (Analogsoul)

Gänzlich weg vom Dancefloor sind A Forest. Ein Singer/Songwriter-Trio mit elektronischer Erdung. Ihr erstes Album „Leaves Leaves Fall Fall Rain Fall“ ist rein äußerlich gewohnt liebevoll inszeniert – in einer gefalteten Papphülle. Musikalisch Schlagzeug, Keyboard, Computer und zwei Stimmen, mehr brauchen A Forest nicht, um ihren smarten Pop-Entwurf zu entwickeln.

Die Drei spielen in einem interessanten Zwischenraum: einerseits gibt es ganz klare Pop-Momente, besonders durch die beiden Gesangsstimmen. In den Arrangements der Songs wird allerdings permanent mit den Pop-Strukturen gebrochen – mal mehr mal weniger offensiv. Und meist gewinnen die Stücke genau durch diese repetitiven, ungewohnt elektronischen Sounds ihre Eigenheit. Gerade auch deshalb, weil diese kontrollierte Sperrigkeit den teilweise durchaus pathetisch-souligen Gesang von Fabian Schuetze und Franziska Benkert entschärft. In diesem Kontext passt es genau zusammen, ergibt es die richtige Balance. Von Live-Electronica, Kammerpop und Loop-Jazz sprechen A Forest selbst, das trifft es ganz gut.

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No Hype! No Hype!

An diesem Gründonnerstag findet zum vierten Mal das Don’t Believe The Hype-Festival statt. Ein Schmelztiegel der verschiedensten Genres, und auch ein Ausblick auf Newcomer. frohfroh präsentiert – mit Interview.

Vor Jahren noch wirkte es durchaus skurril, dass in der Distillery ein kleines, dicht besetztes Indoor-Festival Gitarren-Rock mit Techno zusammenbringt. Im großen Stil und unter freiem Himmel passiert dies zwar auch schon länger in Gräfenhainichen, Lärz und sonst wo. Doch in Leipzig ist ein derart konzentrierter Genre-Clash doch noch die Ausnahme. Neben großen internationalen Namen ist Don’t Believe The Hype auch ein Kompass für neue Bands und Producer, teilweise auch aus Leipzig selbst. Good Guy Mikesh & Filburt und Raj Mandir sind es in diesem Jahr.

frohfroh stellte vier Fragen an Markus Krasselt aka Peter Invasion, Kopf der Riotvan-Crew, für die das Festival den Jahreshöhepunkt darstellt.

Riotvan-Kopf Peter InvasionVier Jahre Don’t Believe The Hype? Was für ein Resümee ziehst du? Wo stand das Festival damals, wo steht es heute?

Das Festival sollte immer neue oder neu wieder entdeckte Sounds der Stadt zeigen. Wenn ich überlege, wie schräg ich vor vier Jahren noch angeguckt wurden und wie es hieß: „Was? In der Distillery willst du das machen? Mach das doch lieber in der Ilse oder so.“

Das war der Anfang vom so genannten „New Rave“. Es war alles bunt und wild, Grenzen gab es nicht, es sollte einfach alles ineinander verschwimmen. So So Modern waren damals der perfekte Headliner und mit Blutsportdisko hatten wir wohl im Nachhinein eines der interessantesten Leipzier Kunstprojekte am Start. Es war frisch und die Leute strebten wieder nach was Neuen. Ich war gerade 18 geworden und wollte das alles mit jedem teilen. Vorher ging ich ehrlich gesagt nie auf Techno-Partys, konnte mit den Sound gar nichts anfangen – erst recht nicht mit der Tille. Ich fand einfach nur die Location schön und passend.

Das Ding sollte natürlich jedes Jahr wachsen, ich mochte nie auf der stelle stehen bleiben. Mit Peaches hab ich mir auf jeden Fall persönlich eine hohe Messlatte gesetzt und war auch dementsprechend aufgeregt.

2008 war „New Rave“ bei den Leuten angekommen – immer noch Szene, aber es wurde salonfähig. Dementsprechend war auch die Party. Für mich persönlich war 2008 das beste Jahr bis jetzt. Die Leute waren so am Durchdrehen. Letztes Jahr mit Mr. Oizo haben wir auf jeden Fall was probiert – und es auch geschafft – was fast unmöglich ist in so einem kleinen Club wie der Distillery. Alle, inklusive der Tille haben mir den Vogel gezeigt. Verdient hat an der Nummer jeder, außer mir. Aber das war es mir wert und auch von Anfang ganz bewusst.

2009 kam auch Joerg (aka Haircut & SZNT) mit zu Riotvan. Ohne ihn hätte ich mir die ganze Sache damals wahrscheinlich nicht getraut. Mit dem DBTH IV 2010 haben wir absichtlich einen gang runter geschaltet. Mir war das letzte Jahr zu viel. Nicht vom Aufwand, aber mir kam es so vor als ob der größte Teil der Leute nur wegen ihm, Mr. Oizo, da waren. Klar, das war abzusehen, aber ich fand es sehr schade. Die Leute haben gewartet bis es losgeht, um danach gleich wieder zu gehen. Die anderen Acts wurden teilweise ungeduldig abgewartet.

Auf so ein name dropping habe ich aber keine Lust. Es war eine gute Party, aber bei dem Festival geht es ums Entdecken, um unterschiedliche Musikrichtungen und unterschiedliche Leute.

Dieses Jahr bin ich ganz besonders aufgeregt. Es gibt keinen wirklich offensichtlichen Headliner, kein Peaches, kein Oizo. Dieses Jahr heißt es entdecken und ich weiß noch nicht genau, ob da s hier so angekommen ist. Leipzig ist in den letzten Jahren meiner Meinung nach offener geworden.

Riotvan steckt dahinter, kannst du kurz erklären, wo du Riotvan stilistisch siehst?

Ich will Riotvan nicht in eine Schublade schieben. Ich sehe Riotvan als kleinen Vorreiter, aber nicht nur wir. Riotvan ist eine family, da gehören genau so die Whizzkids, meine Freundin, meine Mutter und viele mehr dazu.

Es fängt bei meinen Ursprung Rock’n’Roll an und geht bis zu House, es muss grooven, egal welche art von Musik es ist. So sehe ich auch Riotvan. Die Leute werden überrascht, es soll nie langweilig werden.

Das sieht man bei Acts wie Gregor oder Good Guy Mikesh & Filburt – vom Sound so unterschiedlich, aber das Publikum bleibt stehen und hört sich beides an. Ich denke auf jeden Fall, dass Riotvan in zukunft ein wenig erwachsener wird, und trotzdem immer frisch.

Anfangs hatte ich euch eher in dem Nu Rave-Kontext verortet. Euer Profil hat sich aber schon auch verändert, oder?

Auf jeden Fall. New Rave war eine Modeerscheinung, ein erfundener Begriff der Medien, um etwas nicht Erklärbares in Worte zu fassen. Ich selber mochte den Begriff nie, weil auch Acts als New Rave bezeichnet wurden, die vorher bereits einen solchen Sound gefahren haben, z. B. Soulwax oder auch Mr. Oizo. Sicherlich kam der Begriff nicht von nirgendwo und war auch teilweise berechtigt, aber am Ende folgte nur noch der Ausverkauf.

Ich werde älter, Riotvan wird älter, mein Musikgeschmack ändert sich und vermischt sich mit neuem. Wir mussten schon manchmal mit dem Voruteil der Leute „kämpfen“. Ich glaube auch heute haben wir immer noch nicht alle überzeugt, dass wir nicht nur New Rave sind und Riotvan keine Modeerscheinung ist. Es kann auch ernster zu gehen, aber immer mit einer Portion Spaß – House ist bei uns nicht gleich House, Techno nicht gleich Techno. Das ganze was New Rave ausdrücken soll, ist aber am Ende immer noch in unserem Blut: Es gibt keine Grenzen!

Ihr steht ja durchaus für einen Generationswechsel in der Leipziger Clubkultur. Du bist selbst Anfang 20. Ist es schwer, sich gegen die „alten Hasen“ zu behaupten?

Stehen wir dafür? Naja, irgendwie ja schon. Inzwischen arbeiten wir mit den „alten Hasen“ zusammen. Wir wurden zwar öfters mal belächelt, aber mir kam es so vor als ob wir schon ernst genommen und akzeptiert wurden.

Riotvan besteht ja auch nicht nur aus mir. Es ist ganz gut wenn man auch „ältere“ dabei hat. Dennoch habe ich mich auch noch nie von „den älteren“ ablenken lassen, ich hab mein Ding gemacht und hab mich auch nirgendwo anders orientiert, oder gedacht, dass ich jemanden was beweisen müsste. Das ganze mache ich für mich und die Leute die Bock drauf haben.

1. April 2010 Don’t Believe The Hype IV

w/ Jesse Rose, Wareika, Raj Mandir, Dancing Pigeons, Mano Le Tough, And Me, Filburt & Mikesh, Grand Ouvert, Peter Invasion, SZNT, Preller, Rampa

Riotvan Myspace

Matthew und Leipzig

Matthew Herbert veröffentlicht in diesem Jahr eine Album-Trilogie. Den Anfang macht Ende März eine erste Single, die „Leipzig“ heißt. Was es mit dem Ort auf sich hat, kommt leider nicht direkt heraus.

Ob es mit dem Auftritt im Centraltheater im Januar 2009 zusammenhängt? War Matthew Herbert danach noch aus? In dem Song erzählt der Brite eine Geschichte über „a young man’s hedonistic adventures in club land“, heißt im Fact Magazine. Einziger Anhaltspunkt ist, dass alle Stücke auf dem ersten Album der Trilogie Städtenamen tragen.

Unabhängig davon ist es das erste Mal, dass Herbert selbst singt – und dass durchaus gut, sehr dezent und smooth. Wer raus bekommt, warum dieser Song konkret zu seinem Titel gekommen ist, kriegt eine Überraschung.

Hier das Video:

Matthew Herbert Website

Juno6 „Moswampia“ (Oh! Yeah!)

Stefan Schultz alias Juno6 hatte mit seinen letzten beiden Veröffentlichungen im letzten Spätsommer die Clubwelt geradezu betört. Seitdem sind ein paar Monate vergangen, in denen es zwar nie so richtig still wurde um ihn, doch Veröffentlichungen blieben erstmal aus.

Juno 6 blieb nicht unproduktiv seit seinen Freude am Tanzen– und Oh! Yeah!-EPs, wahrscheinlich verwendete er viel Zeit darauf, sich mit Blasinstrumenten und Mikrophonen auseinander zu setzen. Denn deren erfolgreiche Zusammenkunft ist eine Kunst für sich. Juno6 ist bekannt als Verfechter der analogen Produktion, sollte er tatsächlich die Bläser auf „Moswampia“ eingespielt haben, wird das Zeit gekostet haben. Zeit, die zu nehmen sich gelohnt hat.

Durch die Snare, die Claps und die Cowbell, ist „Moswampia“ von Anfang an sehr treibend, fast zu treibend wenn dann noch die afrikanisch anmutenden Vocals und die Bläser dazukommen. Der Track ist ganz auf den Tanzboden ausgelegt, dort wird er auch funktionieren, vielleicht gerade weil der Track zwischendurch vorhersehbar ist: Bässe weg, Bläser in den Vordergrund, Höhen hochziehen – Höhepunkt, Pfiffe, „Jawooooll“ – Bässe wieder rein, man kann es sich bildlich vorstellen. Trotzdem ist mir das etwas zu einfach, auch wenn ich die Bläser sehr liebe.

Und die kommen auf der Rückseite noch besser zur Geltung. „Akopaluetze“ ist zwar ein von Helge Schneider abgekupfterter Wortwitz, aber der Track hat einiges mehr zu bieten. Das Fundament ist für Juno6 ein ungewohnt melodiöses. Das allein ist schon große Musik. Darüber fallen immer mal wieder die Bläser herein, stürmisch, radikal, verdrängend. Tonangebend ist allerdings diesmal das Saxophon, das dann auch dem Grundbeat den entscheidenden Anstoß Richtung Jazz – ja richtig gelesen – gibt. Helge Schneider würde es freuen. Mich freute es auch.

Juno6 Website
Oh! Yeah! Website
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Das andere Leipzig

Klar, Belgershain ist nicht Leipzig. Doch Leipzig ist auch Dusted Decks-Area, genau wie Döbeln, Delitzsch oder Grimma. Die Booking-Agentur hat nicht nur das Leipziger Umland fest in der Rave-Hand, sondern jetzt auch ihr eigenes Digital-Label.

Die Szene-Romantik verstellt ja gern den Blick für anderes. Da tun sich einige Parallelwelten auf, die fern „unserer“ Kann Records- und Moon Harbour-Liebhaberei ihre Wellen schlagen. Ein Blick in die Bildergalerien von Port01 oder Freshguide lässt dann erahnen, was da in der Alten Hauptpost, im Nachtcafé, im Sky Club und früher auch im Lagerhof und Bachstatt passiert. Da gibt es ein anderes Leipzig mit einer anderen Club-Kultur. Wahrscheinlich alles nicht der Rede wert, es gibt ja auch einen himmelweiten Unterschied zwischen Rockbands in der Arena und im Paris Syndrom, es gibt ja auch Sven Väth in Ibiza und Marko Fürstenberg im Elipamanoke.

Irgendwie überrascht es mich dennoch immer wieder, was für umfassendes, territorial begrenztes Paralleluniversum neben Distillery & Co existiert – mit richtigen regionalen Stars, großen Booking-Agenturen und unzähligen Auftritten. Musikalisch ist davon vieles auf Abfahrt im großen Stil ausgerichtet, von Electro House und Electro Rave ist meistens die Rede. Shootingallstars hat seinen Le Tompe in gefühlten hundert Kollaborationen sowie Wuttig & Reuter, Dusted Decks hat seinen Breakfastklub und Markus Lange. Seit Mitte März gibt es nun auch Dusted Decks Records, die Nr. 1 ist von Golden Toys. Und es ist von einer Revolution die Rede:

„Talkin about a revolution… Genau 20 Jahre nach der friedlichen Verabschiedung von Grandmaster Honecker und seinen greisen Recken startet wieder eine Revolution in Leipzig – nur diesmal gibt’s dabei ordentlich auf die Fresse! Rave strikes back… und die geschichtsträchtigen Initialen DDR stehen ab 2010 für den neuen Stern am Label-Firnament: Dusted Decks Records“, heißt es im offiziellen Statement.

Die Nr. 1 hält genau das, was hier versprochen wird: Es gibt auf die Fresse, Rave-Breaks, böse schraubende Synthies und fünf Remixe, die alle in die gleiche Richtung gehen und die mit viel Humor wohl aber auch in einem artifiziellen Nu Rave-Kontext Freude verbreiten könnten. Irgendwie finde ich es aber auch faszinierend, wie unverhohlen und ohne Scheu hier an der Schraube gedreht wird. Da steckt neben aller Plumpheit auch eine Menge Ehrlichkeit dahinter, denn um die Abfahrt ohne wenn und aber geht es nun mal entlang der A14, A38 und A9.

Hier auch das offizielle Video zur ersten EP.

Analoger Verweis

Analogsoul hat vor kurzem seinen zweiten Geburtstag gefeiert. Und im kreuzer gab es aus diesem Anlass einen Artikel über das Leipziger Label mit DIY-Temperament. Wem Stadtmagazine suspekt sind oder für wen Papier kein Medium mehr ist, der kann den Text hier noch einmal nachlesen.

Die Leipziger Label-Infrastruktur entwickelt sich seit einigen Jahren durchaus positiv, auf etwas unkonventionellem Weg trägt auch Analogsoul zu dieser Entwicklung bei. Das Label begreift sich jedoch eher als Plattform. So inflationär und romantisiert dieser Begriff in der Kulturlandschaft auftaucht, so sehr scheint er im Fall von Analogsoul zu passen.

Innerhalb von zwei Jahren ist unter diesem Banner ein loses Netzwerk aus mehreren Musikern, Künstlern und Kulturaktivisten entstanden, das künstlerische Freiheit und wirtschaftliche Unabhängigkeit im kleinen Rahmen lebt. Einen organisatorischen Kern gibt es dennoch, bestehend aus vier Leuten, die sich verstreut in Leipzig, Jena und Berlin um die Website, die Pressearbeit, das Booking und das künstlerische Profil von Analogsoul kümmern. In einem Laden in der Kurt-Eisner-Straße laufen alle Fäden zusammen. Dort wohnt und arbeitet Fabian Schuetze, selbst Musiker in verschiedenen Projekten und so etwas wie der künstlerische Analogsoul-Leiter.

Am Anfang stand Analogsoul für ein Netlabel, das frei von Genre-Dogmen Musik von bislang unentdeckten Jungtalenten kostenlos im Internet veröffentlichte. Später wurden zudem Konzerte und kleine Tourneen für jene Künstler organisiert. Und mittlerweile veröffentlicht das Label auch Alben auf CD in Kleinauflagen – alles selbst auf die Beine gestellt. „Der Do-it-yourself-Ansatz ist auf jeden Fall wichtig. Wir wollen die Hoheit über unseren Kram bewahren. Ein wichtiger Punkt ist auch, dass alles handgemacht veröffentlicht wird – handgestempelte Flyer, CD-Cover vom Buchbinder oder T-Shirt-Unikate“, beschreibt Fabian Schuetze die Label-Philosophie. Das Analogsoul-Netzwerk setzt zudem auf Vertrauen, Verträge mit den Künstlern gibt es nicht, dafür einen freundschaftlichen Austausch.

Und was macht den Soul in dem überaus differenten Label-Sound aus? Fabian Schuetze erklärt es so: „Das Genre ist vollkommen egal. Musik muss für uns etwas auslösen, einen irgendwie kriegen und abholen. Ob das nun im Kopf, Bauch oder Herz passiert, ist dabei egal.“ So tummeln sich auf Analogsoul Singer/Songwriter neben Jazz-Formationen, Electronica-Pop trifft auf technoide Stücke, Avantgardistisches auf Eingängiges. Für ein Label durchaus ein Wagnis, bleibt es doch schwer zu fassen und nicht selten reicht bei den Hörern die Aufmerksamkeit nur für Bewährtes.

Doch es scheint aufzugehen, es gibt eine stetig wachsende Stammkäuferschaft, die Alben werden  mittler weile auch via iTunes verkauft. Ende Januar feierte Analogsoul sein 2-jähriges Bestehen in der Kunst- und Bauschlosserei in der Kantstraße, jenem Ort, an dem die meisten Leipziger Analogsoul-Konzerte und auch die eigene Konzert-Reihe Like Water stattfinden. Und momentan sind die Label-Antennen stark nach Osteuropa ausgerichtet, um neue Kontakte zu knüpfen und einen „Tapetenwechsel zu haben“, wie Fabian Schuetze meint.

Analogsoul Website
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Dissident / Paranoid Society „Swimming In The Soup“ / „Swimming In The Booze“ (Alphacut Records)

Wie ein stilles Intermezzo klingt die neue Platte des derzeitigen Alphacut-Release-Rausches. Die Nummer 16 macht eins besonders deutlich: weniger Tempo ist manchmal mehr.

Tempo drosseln und trotzdem alles rausholen, dafür hat Dubstep ja schon einige Lorbeeren abstauben können. Und tatsächlich entfaltet diese Limitierung eine ganz andere Spannung in den Sounds und den Beats als das Unterwegssein mit hohem Tacho.

Die beiden Tracks auf dieser neuen Alphacut-Platte überraschen in ihrer inneren Ruhe, der unversteckten Deepness und der Eingängigkeit. Verortet ist die Platte im Osten Europas. Dissident zählt zu den Großen des russischen Drum’n’Bass, wahrgenommen auch in den Clubs tausend Kilometer weiter westlich. Sein „Swimming In The Soup“ ist ein tief versunkener Dampfer, der rhythmisch noch sehr lebendig ist. Geerdet wird er aber durch super langsam driftenden und nachhallen Chords. Das klingt nach Tiefsee mit bester Aussicht.

Die Esten Paranoid Society haben LXCs Studio geentert für „Swimming In The Booze“. Ihre Tauchfahrt ist noch ein ganzes Stück gelungener. Einerseits fast experimentell, wie mit den Klängen umgegangen wird. Andererseits unheimlich aufgeladen und angespannt durch einen sehr fein verschachtelten Beat, der in dem Tempo umso mehr wirkt. Die Chords sind dann fast schon zu deep, um wahr zu sein. Ein Liebhaberstück, ein echtes.

Dissident Website
Paranoid Society Website
Alphacut Records Website
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Concept One / CJ Weaver „Lyre Bird“ / „I’m Melting“ (Alphacut Records)

Fast einen Monat zu spät, sorry. Die aktuelle Alphacut ist schon seit Anfang des Monats draußen, doch erst jetzt kommen ein paar Worte hier dazu.

Dass Alphacut straight und pünktlich ihre „second wave“ durchziehen, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Die Nummer 15 ist ein kleines Sammelbecken für zwei Debüttanten. Auf der A-Seite verwirklicht sich ein Franzose im Jungle-Fieber. Mit filigran-perkussivem Rhythmus schiebt sich Concept Ones „Lyre Bird“ tänzelnd und unprätentiös nach vorn. Alles ist da, was da rein sollte, mit Dschungelvogelsample und trockenen Sounds. Sehr klassisch.

Die B-Seite ist für mich weitaus stärker. Der US-Producer CJ Weaver (gab es bei Emergency Room nicht auch eine Weaver?) wankt im Schleichgang umher. Sehr deep mit einer zähen Bassmelodieschleife, fernöstlicher Romantik und einem subtil tiefliegenden Groove. Toll, wie sich „I’m Melting“ die Zeit und Ruhe gönnt, wie der massiv schiebende Bass alles einnimmt und mit den Percussions an Dynamik gewinnt.

Diese ruhigen Stücke offenbaren viel mehr, finde ich. Die B-Seiten scheinen also mehr meine Highlights zu werden.

Concept One Soundcloud
CJ Weaver Myspace
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Arsen1Computerklub „Gusto EP Remixes“ (Break The Surface)

Es ist ja schon ein wenig Zeit vergangen, seit der letzten Break The Surface-EP. Und irgendwie scheint der Label-Crew die letzte Arsen1Computerklub-EP noch derart nachzuhallen, dass sie einfach nur Remixe nachlegen.

„Einfach nur“ klingt natürlich etwas enttäuscht, ist aber gar nicht so gemeint. Zwar ist die Spannung groß, was in nächster Zeit von Break The Surface kommen wird, aber diese Remixe sind amtlich genug, um die Zeit zu überbrücken. Der Remix-Kreis ist überschaubar gehalten, nur Label-Kumpels haben sich an die Originale der letzten EP gesetzt, was eigentlich gar nicht so leicht sein dürfte. Immerhin hat Arsen1Computerklub doch eine recht eigene Handschrift entwickelt, bei der es schnell zum Identitätscrash kommen könnte.

Um „Wombat“ haben sich gleich zwei Leute gerissen, Okoli und Polarclouds. Okoli geht mehr den rotzigen Weg, mit trockener Bassdrum und ruppig eingestreuten Sounds. Die charakteristische Melodie des Originals mutiert zum Break hin zur verzerrten Stadionrock-Gitarre. Ansonsten ist alles recht kompakt und mit einer hintergründigen Deepness versehen.

Polarclouds setzt an einem weitaus höheren Energie-Level an, viel Rave-Appeal, viel Spannung. Auch hier wieder die Melodie, allerdings spielt Polarclouds mehr damit, lässt sie immer wieder abheben. Nach dem Rave-Break zieht das Glückslevel noch einmal an. Ein erstaunlich offensiver Track, bei dem die Fanfaren teilweise bis nach Delitzsch schallen dürften.

Das komplette Gegenprogramm dann mit Metasound & Lucius14 und ihrem Blues Bar Remix von „Schweine und Diamanten“ – der beste Mix dieser Reihe. Unglaublich, welche Spannung da am Anfang aufgebaut wird, leicht perkussiv und mit einem dark scheppernden Sound. Die Western-Atmosphäre des Originals hat da natürlich auch ihren Anteil dran. Auch toll, wie später der Funk in jedem Sound so drin steckt, dass der Track vor Freude beseelt umhertänzelt. Hier stimmt so viel, der Drive, die Deepness, die Dramaturgie.

Efkas Mix von „Wooden Roller“ durchbricht die Geradlinigkeit der anderen drei Stücke zum Schluss. Gedrosselt im Tempo, legt er mehr Wert auf wilde Sound-Spielereien. Kein Ton ist sicher, alles ist ständig in Bewegung, hell schillernd und düster bollernd. Teilweise fast schon mit einer dubsteppigen Schwerfälligkeit und Wildheit.

Eine sehr energetische EP ist dies hier, und in ihrer Eigenheit fest im Break The Surface-Kosmos verankert.

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Neurotron „System 2.1“ (Statik Entertainment)

Neurotron sind Netlabel-Aktivisten der alten Schule. Ihr Backkatalog ist enorm, sie betreiben auch ein gleichnamiges Netlabel und sind doch gerade auf dem Sprung zu Vinyl-Veröffentlichungen.

Aus Güstrow kommt das Duo. Nicht unbedingt ein weit nach außen schillernder Ort für Dub-Techno. Doch seit 2002 sind sie dabei, und dass mit einiger Beharrlichkeit auf Labels wie Thinner und eben auch auf ihren eigenen Labels Night Drive Music sowie Neurotron Music. 2008 dann der Bruch. Bei Ostwind erscheint die erste 12“, verwunderlich eigentlich nicht. Kommt Ostwind doch auch aus Mecklenburg.

Für Statik Entertainment bringen Neurotron nun eine Zwischennummer heraus, limitiert und nur mit einem Track versehen. Ein Track, der sofort die Frage aufwirft: Haben Moritz von Oswald und Mark Ernestus mit Basic Channel und Maurizio 1992 nicht eigentlich alles schon gesagt?

„System 2.1“ ist eindeutig ein Ziehkind dieses so faszinierend straighten wie ungeschliffenen Berliner Sounds. Perfekt eingefangen zwar, mit all dem permanenten Rauschen, der distanziert-warmen Dub-Tiefe. Etwas mehr Eigenheit hätte diesem Track aber nicht geschadet. Im Prinzip gibt es nichts zu meckern an „System 2.1“, ein solider Dub-Techno-Track. Leider ohne eigene Seele.

Neurotron Myspace
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