KW 02 – Sonntag

Und auch an diesem Sonntag haben wir wieder zwei schöne Tipps – einmal für Day-Rave, einmal für Listening.

frohfroh-Tagestipp //

Homerun // Neue Welle // 14:00 – 22:00 Uhr
w/ Cosmo, Anna Malysz, Map.ache

Es ist Sonntag, 14 Uhr, die Sonne scheint höchstwahrscheinlich nicht, aber man kann es sich ja vorstellen. In der Neuen Welle läuft House, dazu ein Sekt-O in der Hand und beschwipst fühlt sich alles irgendwie gut an. Das liegt auch an dem tollen Soundtrack für den Tag, den Anna Malysz, Leipzig Legend Map.ache und unser Highlight Cosmo aus Südkorea mit treibendem minimalistischen, aber verwunschenen House auf den Dancefloor zaubern.


Außerdem heute //

Seedling / Tollkühn, 17:00 – 23:00 Uhr – Weitere Listening-Session in Bar-Atmosphäre. Mit Balouv, Tertawa

KW 01 – Silvester

Dieses Silvester wird sehr emotional, lang, fordernd, ekstatisch. Mit einem langen Abschied, zwei Neuen und einem Classic.

frohfroh-Tagestipp //

Farewell IfZ – 30 h NYE NYD // Institut fuer Zukunft // 02:00 – 08:00 Uhr (2.1.)
w/ 503, 50ophie, Action Bronko, Alba Acab, Alex Solman, Anka, Anna Malysz, Antr, Azil, DJ Balaton, Bephål, Big Honey, DJ Birne, Black Mirror Park, Boris und Davy, Breza, Bunny Tsukino, Carlotta Jacobi, Cleo Snk, Crémant Ultras, DJ Dahmar, discobabe2, Drive, Dub Nakhur, Eigenrausch, EnelRam, Febi, DJ Ferrari, Fr. Jpla, Frizzaction, Gal, Genelle, Gerda Voigt, Gili, Glassbass, Goldi, Goldie, Goldie Palm, Grandmalheur, Gregor Habicht, Hagen Richter, Hal, Hannie Phi, Håstad, Helly_fx, Het, HoudaFK, I$a, Illousion, Ilovedaddyz, Imbalance, Itsadisasta, Janthe, Jan Urbaniak, Jewelry, Josiane, Judith van Waterkant, Karete Bu, Kgnns, Kikimike, Komrad94, Laviena, Lax303, Leeza, LetKidBe, Lord of WTF, DJ Luiser, Lulu, Malcolmmcsundae, Malena Blum, Matthias Gfesser, MDMK, DJ Mellon, Mi.Roe, Miami Müller, Micina, DJ Mille, Momo, Moritz Kaiser, Morphin, :Mumm, Muraks, Murky fm, Möbelnder Pop, N.akin, Nadine Talakovics, Naitwa, Nea.Cuajo, Neele, Neelie., Nina Frizzante, Noxsonos, Okaxy, Old Man Crane, Ostbam, Perm, Peter Invasion, Phoebe, Pillowman, Pneumador, Qiu, Rarri, Resom, Roko, S.ra, Serious Beton, Sevensol, Stigmatique, Dj Striezel, Subʞutan, Subøhm, Traxx Jr, True Kunze, V:Sonntag, Vanaenae, Verschwender, Vincent Neumann, Wellengenerator, XVII

Nun also wirklich: Das IfZ schließt! Wir sagen Danke für zehn besondere Jahre. Zum Abschluss darf sich nochmals bei einem 30h-Rave verabschiedet werden. Und schön, dass so viele alte und aktuelle Weggefährt:innen des Clubs mit dabei sind.


Außerdem heute //

Silvester Service / DUQO, 01:00 – 09:00 Uhr – Die drei Kollektive Crème Club, Kollektiv Kitsch und Metro übernehmen gemeinsam den Silvester Service im DUQO – mit housy, proggy und techy Sets

Hallo Welt / Elipamanoke, 01:00 – 11:00 Uhr – Das Eli ist ein verlässlicher Ort, um das neue Jahr mit Techno, House, Trance und Rave zu starten. Zum diesjährigen Hallo haben sich folgende Acts angekündigt: Aivee, Acid Goldee, Amalidakirsch, DJ Stimula, Keta Perry, Luzi, Nienein, R-Sohr, Siggi Petrol, Siggi Sauer, Splinter

Ciao ciao 2024 & grüß dich 2025 / xxx, 02:00 – 06:00 Uhr – Weiter im Westen kann auch noch länger ins neue Jahr gefeiert werden, mehr als 24 Stunden lang mit Nici Palm, Lady Lynski, Hufi, Ina All, Janobi, Mimizan, Leeni & Danilo Kupfernagel, Kluntje, Arwed, Harmon, Marliblue & Sofyah, Francesco Rizzi, Naroma, Sutsche, 10 Mark DJ Team, Pausenpunkt mit Stummel & Gekko

KW 52 – Sonntag

Für diesen Sonntag haben wir noch zwei Tipps – einmal Rave, einmal Listening.

frohfroh-Tagestipp //

Noteingang // xxx // 14:00 – 04:00 Uhr
w/ Daniel Sailer, Fr. Jpla, Hells, Lars Goldammer, Nienein, Røttnmeier, Sailent Seihmen, Subtrak, Tilo Roth

Das Peng Fezt von der exLEpäng!-Crew geht in die Verlängerung. In einer Secret Location kommen heute verschiedene Leipzig-Techno-Locals zusammen und lassen hypnotische Beats und Sounds auf uns los – mal deeper, mal ruppiger. Infos zur Location gibt es im Ticket, das ihr bei TixForGigs bekommen könnt.


Außerdem heute //

Seedling / Tollkühn, 18:00 – 21:00 Uhr – Alternativ gibt es auch einen Listening-Abend mit Ambient und Electronica von Xove und Balouv

KW 52 – Freitag

Das letzte Wochenende in diesem Jahr bietet nochmals einige spannende Line-ups.

frohfroh-Tagestipp //

Shrimps – Games, Fun and Music // Institut fuer Zukunft // 23:00 – 06:00 Uhr
w/ Josi Miller, Maik Sparwasser, Polednik, Richard Wohlfahrt, uGly_Attraction, Desperate House Guy, Li.nios, Ramsy, Dj Striezel, DJ Thermomix, Uusoca, B2Gether (aka Visco, Sachsenperle, Vinnie Danger), 160GB b2b Robyrt Hecht

Die erfrischend musikalisch diverse und verspielte Shrimps-Reihe verabschiedet sich heute Nacht offiziell vom IfZ. Da gibt es neben Games, Fun und Music sicher auch die ein oder andere Träne auf dem Dancefloor. Doch bei dem wilden Musikmix wird es genug Momente für Euphorie und Zuversicht geben. Am besten kommt ihr mit einem großen Herzen für musikalische Vielfalt – denn in dieser Shrimps-Nacht gibt es neben geraderen Beats mit Hardgroove, Techno und House eben auch viele breakigen Facetten mit UK Garage, Footwork, Electro und Miami Bass. Und Highlight: Josi Miller aus Berlin.


Außerdem heute //

Bar & Music w O*RS / DUQO, 20:00 – 04:00 Uhr – In der DUQO-Bar wird es heute schön housy mit einigen Disco- und Soul-Exkursen, kuratiert von Filburt, Matthias Fiedler

Päng Fezt – Raw Friday / Elipamanoke, 23:59 – 09:00 Uhr – Zweiter Teil der exLEpäng!-Rave-Reihe. Heute mit Bällebad sowie Raw Techno und Deconstructed Sounds von Detest, Ferry S., Katyes + Mabe.Berlin, Wlem (RDR & Sebastian Sandmann), 16pnt, Caedes, Das Zirkuskind, Jakin Boaz, Lui

N8chtschicht Clubnight / Absturz, 23:00 – 06:00 Uhr – Die N8chtschicht-Reihe lädt nochmals zur Clubnacht, mit Trance, Big-Room-Techno und Hard-Tek von Raphus, Miss Lulu, Mondenkind, Simon Phil.ter, DJ Babanatz

KW 52 – Weihnachten 2024

Dancen an Weihnachten? Klar. Wir haben da zwei Tipps – und zwar zwei echte Leipzig-Classics.

frohfroh-Tagestipp //

Moon Harbour Presents // Neue Welle // 23:00 – 07:00 Uhr
w/ André Galluzzi, Matthias Tanzmann, Mp.ulle

Am ersten Weihnachtsfeiertag erwartet euch eine kleine nostalgische Überraschung: Und zwar eine Moon-Harbour-Party in der Neuen Welle. Überraschend ist dies, weil das Leipziger Label von Matthias Tanzmann sonst eher in größeren Clubs zu erleben ist. Nostalgisch, weil in der Distillery über viele Jahre hinweg der 25. Dezember fest für Moon-Harbour-Showcases verplant war. Hier schließt sich also ein Kreis – mit einem ebenfalls alten Bekannten, André Galluzzi. Musikalisch geht es in Richtung Tech House und House.


Außerdem am 26. Dezember 2024 //

Päng Fezt – Laser Love / Kulturlounge, 23:00 – 07:00 Uhr – Am zweiten Weihnachtsfeiertag gibt ein weiteres Leipzig-Classic: Das exLEpäng!-Kollektiv re-startet seinen traditionellen Rave-Marathon zwischen Weihnachten und Neujahr nach einer Pause wieder. Das heißt: Jeden Tag ein Rave in einer anderen Location. Zum Start gibt es UK Hardcore, Trance und Love Techno von Eine Million, Lasergørl aka Marshall, Lube aka Mensch Hans + Rotkehl

KW 52 – Samstag

Auch der letzte 2024er-Samstag ist nochmals sehr vielschichtig – mit mehreren größeren Partys und Line-ups.

frohfroh-Tagestipp //

No Future IV // Institut fuer Zukunft // 23:59 – 09:00 Uhr
w/ Bockstein b2b Judith van Waterkant, Chaos Katy, Daensen, DJ Mellon b2b 503, Elaine b2b Elmar, I$a b2b Agy3na, Janthe, Justine Perry, Kluntje, Narciss b2b Morphena, Ttyfal

Ok, es wird langsam ernst – die vier und letzte Ausgabe der „No Future“-Abschiedsparty-Reihe vom IfZ findet heute statt. Und sie bringt noch einmal sehr verschiedene Soundfacetten, Artists und Crews der vergangenen zehn Jahre zusammen. Mit Techno und House, mit Pathos und Euphorie. Und mit drei international bekannteren Acts – Narciss, Justine Perry und Agy3na. Unser Geheimtipp: Unsere Ex-frohfroh-Autorin Amy aka Ttyfal ist mal wieder in der Stadt mit ihrem wunderbar pulsierenden, offenen Power House.


Außerdem heute //

Radio Felice / Neue Welle, 23:00 – 07:00 Uhr – Weiter geht’s mit exLEpäng!, dieses Mal in der Welle und mit einem guten Mix aus Power House, Italo, Techno und Elektro von Hanna von Godzilla, LA Ramazotti, Muraks + Tilo Roth + LordoWtf, Nici Palm, Riod, Trio Dinamiko – ab 14 Uhr gibt es dann woanders noch eine Secret-Party mit straightem Techno

Vroom Vroom presents Xbrayne Club Night / DUQO, 23:00 – 07:00 Uhr – Die Queer-Hyperpop-Techno-Reihe gibt Xbrayne dieses Mal eine besondere Bühne. Denn der Leipziger Pop-DJ feiert sein Awakening als Techno-DJ. Mit dabei sind auch Parix, Fynn, Daniel Shreds, BanalAnal69 sowie ein Drag-Performance von Nastja Areshky

Color and Bass / Westhafen, 23:00 – 09:00 Uhr – Kleines Festival-Aufgebot mit einem Trance-/Hardgroove- sowie einem Drum & Bass-Floor. Musik gibt’s von Paraçek, DJ Dreckisch, Eurodance2000, Trancestrudel, @B-tur b2b MLDC, Vluna, Scrappy Coco, Forbidden Fruits, Dispute, Amidala, Schickend, Eras, Moke, Raw78

Trappin & Sugar Bass / Elipamanoke, 23:00 – 08:00 Uhr – Zwei musikalisch offenherzige Party-Reihen machen gemeinsame Sache. Das verspricht einen wilden Mix aus Techno, Trance, Acid, Ghettotech, Breakbeats, Bass, Trash, Hits, Classics. Mit dabei sind DJ Guestlist, Aisha, Haaizey, Cleo Snk, Richie Rollin, Ttyfal, Scrappy Coco, DJ Teilzeit, Sinh Tai, Gigi Spears, Max Maruo

KW 51 – Freitag

Auf geht’s in das letzte Wochenende vor Weihnachten – es gibt Spätschoppen, X-Mas-Raves und mehr.

frohfroh-Tagestipp //

Spätschoppen X-mas Special // DUQO, 20:00 – 04:00 Uhr
w/ Deetachi, Discobabe2, DJ Striezel, Malte Magnum, Tender Tantrum

Der Freitag vor Weihnachten geht los mit dem zweiten Spätshoppen im DUQO. Ganz dem Sinne Spiel, Spaß und ein bisschen Trash verpflichtet, treffen hier Rubbellose auf billiges Bier und Glühwein sowie Listening Bar mit Video-Game-Soundtracks auf Broken Beats und UK Garage, Bounce und Bass auf dem oberen Floor. Das Line-up mixt sich aus lokalen Talenten – und der Eintritt kann gewürfelt werden (mit nur einem Würfel). Perfekt zum Versacken, Vorglühen und in die Weihnachtszeit bouncen.


Außerdem heute //

fem*vak X-mas Rave / Elipamanoke, 23:59 – 09:00 Uhr – Tooth Gems, Fotobox, Techno und mehr in weihnachtlicher Stimmung, alles kuratiert von fem*vak. Mit Aivee, Anka b2b Miriamore, Clju_2k b2b Bonnie the Biceps, Hanï, Itsadisasta, Plateau Bitch, Pokka

Push Up / Institut fuer Zukunft, 23:00 – 06:00 Uhr – HipHop meets Trance mit dem Halle-born Act Yung FSK18 sowie $ono$ Cliq aus Aachen. Dazu gibt es DJ-Support von Craig and Day Day, Sailor Sasha, Trashabelle b2b DJ Luiser, Hänchenburger, Pianopiano – also Leipziger und Berliner Artists, die mit Edits, Baile Funk, Bass und jeder Menge Trance pushen

Park & Ride / Neue Welle, 20:00 – 04:00 Uhr – Von House zu Speed House und direkt breakige und bouncige Gefilde. Mit Karete Bu, X3butterfly, Truuufaith

38Hz Kollektiv / Absturz, 23:00 – 06:00 Uhr – Das 38Hz-Kollektiv kommt angereist aus Erfurt – mit Techno, Trance, Progressive und Hardgroove von N4ach1sch4l1er, Tenebra, Clumsy Horses, KonTakt85

KW 51 – Samstag

Heute gibt es noch einen musikalisch-diversen Samstag.

frohfroh-Tagestipp //

Remember Nothing // Elipamanoke // 23:59 – 09:00 Uhr
w/ Bae Blade, DJ Stimula, Junction, Ilovedaddyz, InterStella, Senta Julien

Für Samstag geht es ins Elipamanoke mit Headliner Bae Blade aus Berlin und poppigem Hardgroove. Support kommt von Leipziger Locals. Zwischen leicht trancigen Vibes bis zu aufkeimendem Hardgroove gibt es hier musikalisch viel zu erleben. Insbesondere Ilovedaddyz und Interstellar laden mit groovigen, aber dennoch fluiden Styles von Bounce bis Industrial zum Entdecken ein.


Außerdem heute //

No Future III / Institut fuer Zukunft, 23:59 – 11:00 Uhr – Dritte No Future-Ausgabe mit vielen Local Heroes und hohem Besuch aus Berlin – etwa Fadi Mohem. Genauso vermischen sich Techno und House in all ihren Feinheiten. Außerdem dabei: Big Honey, Brikett Royal, Carlotta Jacobi b2b Illousion, Farkas b2b Subʞutan, Mauro Caracho, Mix Mup b2b Kassem Mosse, Natalie Robinson, Neele, Sevensol, Vanaenae, Victor b2b Fadi Mohem 

Bar & Music w/ Blink Blink / DUQO, 20:00 – 04:00 Uhr – Leipzig-DJ Nici Palm feiert ihren Birthday mit Freund:innen und einer guten Mischung aus Techno und Wave. Mit dabei Chriszl Seance, Gabriele Storm, Jetset, Pokka

Oasis by Kernkraftoase / Neue Welle, 23:00 – 07:00 Uhr – Housy, deep und hypnotisch geht es in dieser besonderen Sound-Oase zu. Mit Milan Geuser Friedrich Gener, Knete b2b Rodék, Strumm., Titanophoneus, @A

Wintergarten / Westhafen, 20:00 – 08:00 Uhr – Letzter Rave mit mehreren Local-Kollektiven sowie technoiden und melodischen Sounds. Mit Brbt b2b DJ Bjoerg, Elad Magdasi b2b Mathias Weber, Edoppelk b2b Semtax, Lotte Laut, Flundah, Meruem, Milla Lou b2b JustUs, Nienein, Nøvae b2b Rn86, Pascal Rudert, Stefan Muchte, Sternbuu b2b Aaron Kubel, Sven Duke, Uneins., Vage, Voivittu

Backstone Funk / Neues Schauspiel, 21:00 – 04:00 Uhr – Backstein presents: Leipzigs bester Bäcker mixt mal wieder eine feine Funk-Soul-House-Party. Dieses Mal mit Oonops, John Reed, Kosmoz, Cal Pas

New In – Nov 2024

Im letzten November sind wieder einige sehr gute und vielseitige Releases herausgekommen – zwischen Peak-Time-Techno und Electro-Pop-Neuentdeckungen. Hier in unserer New-In-Rückblick.

D.C. Callas – „I Call(ed) Home“ (R.A.N.D. Muzik x Echocentric)

Bereits zum vierten Mal verbündet sich das Leipziger Label R.A.N.D. mit den finnischen Kolleg:innen von Echocentric. Das vorliegende Album des belgischen Produzenten D.C. Callas feiert den Sound, den beide Labels mehr oder weniger konsequent durchziehen. Progressive House meets Trance meets Goa. Klingt nach 1990ern? Damn right baby! Die vorliegenden Tunes entstanden in zwei Jahren und verarbeiten persönliche Verluste des Musikers. Dass das Ergebnis nicht trauriger Ambient sein muss, sondern durchaus tanzbar sein kann, beweist diese 10 Track starke Sammlung pumpender 4-to-the-floor-Stomper. Die Musik ist dabei maximal treibend, immer perkussiv und psychedelisch angehaucht. 

Bei „A Precious Loss“ kommen beim Off-Beat-Bass und den Flächen im Gate-Modus Early-90s-Trance-Feelings auf.  Eye Q lassen grüßen. „Gallery´s Endless Dream“ zwitschert schön im Acid-Modus, bis die Flächen einem die Träume versüßen. Darunter eine New-Order-Gedenk-Gitarre auf der Bass-Seite und ein paar scary Vocals. Ein perkussiver Synth ergänzt melodiös.  „Movimentos“ überrascht mit einem ultra trancy Breaks, der es mir natürlich total angetan hat. Manchmal darf es auch ein bisschen cheesy sein. Mitunter hat man das Gefühl, dass der Produzent eher seinen Gefühlen gefolgt ist als die Tracks nach sturem (funktionalem) Muster zu kreieren. Tracks entwickeln sich oft in überraschende Richtungen oder enden leicht verfrüht. Allerdings muss – bei allen Verweisen auf den Sound der 1990s – betont werden, dass die Stücke nie in zu große Trance-Gesten abdriften. Richtig schöne und laaaange VÖ. Auf Doppel-Vinyl und natürlich digital erhältlich.

Nils‘ Hit: „Movimentos“ – Why: Ich habe eine geheime Liebe für cheesy Trance-Breaks.


Elva Skyn – „Transparent Romance“ (Self-released)

Am 3. November ist unter dem Namen „Transparent Romance“ die Debüt-EP des Leipziger Projekts Elva Skyn erschienen. Auf den drei Tracks der EP entfaltet sich eine spannende Spielart von düsterem und kalten Electro-Pop. Dabei sticht ein Sound-Design hervor, das beileibe nicht durch Sparsamkeit charakterisiert ist, aber trotzdem mit Elementen der Konzentration aufs Wesentliche und Auslassung glänzt. Über diese Klangkulisse lässt man uns Hörer:innen in bedrückend intimer Direktheit an schmerzhaften inneren Monologen einer verletzlichen und selbstkritischen Stimme teilhaben. So entstehen sehr seltsame, bisweilen befremdliche Electro-Pop-Songs, die in ihrer kontemporären Düsternis eine diffuse, nach innen gerichtete Drohgebärde aufbauen.

Davids Hit: „Can´t U Feel It“ – Why: Weil es die Stärken des Projekts Elva Skyn ziemlich auf den Punkt zu bringen scheint.


Sun People – „After The End EP“ (Defrostatica)

Eine neue Sun-People-EP auf Defrostatica? Das ist eigentlich immer eine sichere Nummer für gute Musik. Denn der Grazer Produzent, der btw. auch stärker im A&R des Leipziger Labels involviert ist, ist seit mehreren Jahren ein Garant für nahtlose Verwebungen von Techno, Jungle und Footwork. Genau richtig im Minimalismus, aber eben auch genau richtig in der breakigen Dynamik. Seine neue EP macht da keine Ausnahme. Vier treibend-elegante Tracks, die mit filigranen Sounds, dezent eingestreuten Vocal-Samples und einiges Deep-House-Chords der frühen Nuller-Jahre gleichermaßen Moderne und Nostalgie in Einklang bringt. Und das aber in 160 beats per minute. Das ist einfach sehr erwachsene Dance-Music mit einem feinen Gespür für Ekstase und Detailverliebtheit. Mega EP!

Jens‘ Hit: „After The End“ Why: Weil hier eben dieser feine Übergang von House und Breaks so extrem gut funktioniert.


Alexey Dunchyk – „The Knot EP (Recorded Things)

Wow, was geht hier? Sau-treibend steigt diese Techno-EP ein und es hebt einem gleich die Schädeldecke. „Marshmallows“ geht direkt nach vorn, die Kick drückt, die knarzigen und saugenden Sounds setzen sich sofort fest – und die metallische Hi-Hat setzt Akzente. „Surge Oscillation“ kommt nicht weniger fett mit seinem delayigen Geräuschteppich. Das ist Prime-Time-Rave. Ansonsten bietet die 5-Track-EP einfach sehr gut produzierte Techno-Tracks, die immer mit dem gewissen Etwas ausgestattet daher kommen. Funktional, fett und düster. Für Fans von Jeff Mills oder Umek.

Nils‘ Hit: „Marshmallows“ Why: Der Track hat eine so dermaßen soghafte Wirkung, man kann sich nicht erwehren.


Pony Pracht – „Google Poem“ (Self-released)

Nachdem sie im Jahr 2023 das phänomenale Solo-Debüt „Lomb“ veröffentlich hat, meldet sich Pony Pracht nun endlich wieder zurück mit einem bemerkenswerten Release – und einer spannenden Osteuropa-Tour. Auf anderthalb Tracks verdichtet, erkundet Pony Pracht die Wirksamkeit ihrer Stimme. Dem titelgebenden Track vorangestellt ist eine arithmetisch formalisierte Komposition eines Voice-Samples. Das Stück verlässt den Bereich den weiteren Bereich der Popmusik und erkundet die Möglichkeiten einer einzelnen Artikulation in einer Fortführung einer kompositorischen Tradition, die eher auf Wiederholung und Abweichung setzt, wie man sie etwa aus der Neuen Musik kennt.

„Google Poem“ wirkt daneben eher wie das popmusikalische Feature. Im Vordergrund steht eine metaphorisch verdichtete lyrische Kontemplation über Außenseitertum und Verlust zugrunde. Glasklar und zart gesungen schwebt der Gesang über einer zurückhaltenden, erneut durch digital stark bearbeitete Voice-Samples geprägte Begleitung. Über den Titel „Google Poem“ mischt sich ein kleiner, subversiver Zweifel in die Rezeption, wird doch die Frage nach textlicher Urheberschaft eröffnet, ohne abgeschlossen zu werden. Auflösen lässt sie sich nicht, aber Sinn würde es schon ergeben: Wenn unter dem Moniker Pony Pracht, wie in der Spotify Bio angegeben wird, „human voice […] digital manipulation“ trifft, dann ließe sich auch die eventuelle Rezitation eines AI-generierten Gedichts als performative Subversion lesen, ohne dass man auf zu viel Winkel-Advokatentum zurückgreifen müsste. Doch auch ohne diese Unterstellung bleibt „Google Poem“ ein intensiver, atmosphärischer Song. Pony Pracht braucht erneut nur wenig Raum, um ihre musikalischen und Ambitionen zu zeigen, wobei die Reduktion aufs Musikalische fast ein wenig kurz greift. „Google Poem“ ist ein tolles Stück von sensiblen und subversiven Electro Pop – die konzeptuelle Stärke des Releases scheint aber eigentlich noch ein bisschen heller und weckt großes Interesse.

Davids Hit: Es sind ja nur zwei Stücke, da ist genug Platz für beide.


Various Artists „Connwax 10“ (Connwax)

Connwax hatte im November ein kleines Jubiläum zu feiern – den zehnten Release. Nach den letzten drei Artist-EPs war es nun offenbar wieder Zeit für eine kleine Werkschau aka Compilation. Mit Carlotta Jacobi und Oliver Rosemann sind zwei starke Konstanten der Leipziger Techno-Szene mit jeweils einem neuen Tracks dabei. Während Carlotta Jacobi einen kleinen Detroit-Ausflug mit einer gewissen Deepnee unternimmt, verdichtet Oliver Rosemann die Sounds und Beats zu einem maximal treibenden Strom. Auf der Rückseite gibt es dann den südafrikanische Newcomer Justyn Nell mit seinem groovy-schwingenden Techno-Track „Tiles“ zu hören. Und mit Red Rooms ist auch ein in Berlin lebender Producer mit auf der „Connwax 10“ – seine „Undercover Expeditions“ rasen ebenfalls in hohem Tempo, während sich darum herum mehrere ein Synth in forschend-düsterer Atmosphäre den Dancefloor austastet. Eine sehr schlüssige und gute Compilation.

Jens‘ Hit: „Stories Untold“ Why: Weil Detroit einfach immer geht!


A² – „RM12030 (R.A.N.D. Muzik)

More Music from Planet R.A.N.D.! Und diese Veröffentlichung ist wieder mal eine besondere. Bereits 2019 und 2022 erschienen sehr gute EPs des Produzenten-Duos A² bzw. dessen Mitgliedern aus UK auf dem R.A.N.D.-Label. Ich kannte die Musik von Andy Panayi und Alec Stone bis zum damaligen Zeitpunkt noch nicht und war umso erstaunter von der Zeitlosigkeit und Qualität der Musik. Eine kleine Recherche zum Act ergibt, dass Andy Panayi leider bereits 2020 verstorben ist. Gräbt man ein bisschen tiefer, erfährt man, dass A² Ende der Neunziger und Anfang der Nuller Jahre ihren Peak als Produzenten hatten und ein eigenes Label namens „An Alien Records“ betrieben haben. Viele der alten EPs sind stark gesuchte Schätze im Discogs-Universum.

Es scheint sich bei der vorliegenden EP um unveröffentlichtes Material zu handeln. „Street Renegade“ klingt super groovy und organisch. Ein verspielter Breakbeat und eine solide Bassline als Grundlage und darüber ein Arpeggio mit gefühlvollen Flächen. Geht gut rein. Bei den „Uptown Park Breaks“ ist der Name Programm. Alle Sounds klingen nach Qualität und es braucht nicht viel, damit der Track innere Sehnsüchte und zugleich die Tanzmuskeln triggert.

Das Konzept wird auf „Electro Boogie“ weitergesponnen. Auch hier sind es wieder die gezielt gesetzten Synth-Sounds und die Grooves, die den Track sofort bei einem selbst landen lassen. Die Voice-Samples tun ihr Übriges. Bei „Reckless“ gibt es dann zur Abwechslung mal einen 4/4-Beat. Der Break glänzt mit Vocoder-Sounds und Fläche, bevor es dann ab und nach vorne geht.
Wieder einmal sehr zeitloses Material, dem R.A.N.D. hier eine Bühne gibt.

Nils‘ Hit: „Electro Boogie“ – Why: Müsste ich eines der vier sehr guten Stücke wählen, wäre es dieser.


Rustre „Holding Hands With Runaways“ (Self-released)

Im November hat auch das selbsterklärte Leipziger „One-Person-DIY-Project„ Rustre eine neue EP veröffentlicht. „Holding Hands With Runaways“ ist ein Kabinettstück von sechs Songs, das in der begleitenden Kommunikation in den Kontext einer bislang ungewohnt deutlichen inhaltlichen Programmatik gestellt wird: Lyrisch beschäftigt sich die EP mit dem diffizilen Verhältnis von Anziehung und Abstoßung in sozialen Beziehungen.

Dieser thematische Fokuspunkt öffnet ein ganz neues Spielfeld für Rustre. Kannte man den Musiker bislang vor allem für atmosphärische und flächige Tracks, die nicht selten ins Meditative verwiesen haben, zeigt sich hier doch eine andere, in der über Jahre und nunmehr sechs Releases hinweg geschliffenen Klangästhetik durchaus überraschende Facette. Die sechs Tracks auf der EP wirken klanglich deutlich stärker voneinander abgegrenzt als bisher. Sie können (und dürfen vielleicht auch?) etwas mehr für sich selbst stehe – und sie müssen sich weniger in den Dienst einer Gesamtästhetik stellen, die auf früheren Releases schon mal über das komplette Werk herrschen durfte. Es wirkt fast wie ein Zulassen von herkömmlicherem Songwriting. Der Bewegungsraum von Rustre wird hier nochmal neu ausformuliert, ohne die bisher gepflegte klangliche Identität zu verleugnen.

„Holding Hands With Runaways“ kommt unmittelbarer aus sich heraus als der meditativere und atmosphärische 2021er Release „Quo“. Dass das Songwriting von Rustre hier Raum erhält, sich lyrisch auszudrücken und dazu noch die Freiheit bekommt, die Songstrukturen auch mal vergleichsweise gewöhnlich zu halten, lässt diese EP wie der perfekte Komplementär der sehr flächigen und meditativen, ebenfalls fantastischen „Quo“ wirken.

Davids Hit: „Lichen“ – Why? Weil ich diese Art von treibender Dreampop / Shoegaze / Postrock-Hymnen wirklich sehr gerne mag.


Bigalke „Schattenbraut“ (Don’t Be Afraid Of Yourself)

Bigalke, langjähriger Distillery-Resident, hat in diesem Sommer sein eigenes Label gegründet – Don’t Be Afraid Of Yourself. Und darauf präsentierte er Ende November die zweite One-Track-EP namens „Schattenbraut“. Bigalke bespielt schon lange die Schnittlinie zwischen Techno, Industrial und Experimental. Mit seinem Label scheint er dies noch konsequenter zu fokussieren. Mit düsteren deutschen Spoken Words, kühlen Sounds, harsch-breakigen Hard-Tek-Bassdrums und einem Spiel zwischen Fetisch und Dystopie. Musikalisch hat das durchaus seine Anziehung, durch die Vocals bekommt der Track jedoch einen Pathos, mit dem ich wenig anfangen kann. Aber ich bin mir sicher: Zwischen den vielen Techno-Edits kann „Schattenbraut“ durchaus hervorstechen und die Düster-Raver:innen gut abholen.

Jens‘ Hit: „Schattenbraut“ Why: Naja, ist ja nur ein Track. Was ich aber tatsächlich feiere, ist dieser breakige Vibe.

Hey Hey – Im Talk mit Detektor.fm

Nicht nur frohfroh konnte dieses Jahr sein 15-jähriges Jubiläum feiern – auch der Leipziger Podcast-Sender Detektor.fm. Aus diesem Anlass gibt es auch ein Hey-Hey-Gespräch mit dem Musikredakteur.

Ein paar Wochen, nachdem frohfroh erstmals online ging, folgte mit Detektor.fm ein weiteres Leipziger Medium. Von Anfang an mit hohem journalistischen Anspruch und einem alternativeren Musikprofil. In den letzten 15 Jahren hat sich Detektor.fm immer mehr zum Podcast-Radio entwickelt – darunter sind auch tolle Musik-Podcasts wie „Tracks & Traces“.

Im neuen Hey Hey-Podcast spricht unser Host Sebastion mit Gregor Schenk, dem leitenden Musikredakteur des Senders. Er ist seit dem ersten Tag von Detektor.fm mit dabei und kennt dementsprechend den Sender bestens. Im Gespräch geht es um die ersten Tage von Detektor.fm sowie die Entwickelung der Radio- und Medienlandschaft und die Relevanz von Podcasts und mehr.

Vielen Dank für diesen tollen Sender und alles Gute zum Birthday, Detektor.fm!

Viel Spaß beim Hören:

KW 50 – Sonntag

Noch wach? Oder schon wieder? Dann gibt es für den dritten Adventssonntag noch zwei Tipps.

frohfroh-Tagestipp //

DoSo II // Kulturlounge // 12:00 – 22:00 Uhr
w/ Jacosy, Luka Basso, Mo:az, Nümphe, Omum

Die Kulturlounge lädt ein zum zweiten Downtempo-Sonntag aka DoSo. Das heißt, es wird kuschelig mit deep-langsamen Tracks zwischen House, Disco, Edits und Pop. Also reinkommen, Schuhe ausziehen, Glühwein und Cookies holen und sich in den Sounds fallen lassen. Omum ist dabei auch mit einem Live-Set zu erleben.


Außerdem heute //

2PM Club / xxx, 14:00 – 24:00 Uhr – Auch der 2PM Club ist wieder geöffnet. Dieses Mal mit durchaus größeren Acts aus Berlin, Nick Beringer & CVO, einem Live-Set von Funkrausch sowie Local-Support von Janthe und Vanaenae

KW 50 – Freitag

Schöne sieben Tipps haben wir für diesen KW-50-Freitag.

frohfroh-Tagestipp //

Bar Extended x Metro // Neue Welle // 20:00 – 04:00 Uhr
w/ Mp.ulle b2b Ravinder, DJ G1na R. b2b Marengo, DJ Softice b2b Midnxight

Von der Bar in den Club. Diesen Freitag mit Metro. Das recht junge Kollektiv fällt auf durch seine gut kuratierten Events in Leipzig und die eigene Podcast-Reihe. Soundtechnisch geht es von House über Progressive direkt rein in Trance. Zu dieser Bar-Sause gesellt sich auch ein Tattoo-Floor, auf dem man sich von Krawallperle, Azura.Tatts, Dev1tron und Lochstecherin zuhacken lassen darf.


Außerdem heute //

Seelen. x Lärm / Elipamanoke, 23:59 – 10:00 Uhr – Ein Seelen-Ausflug mit Lärm. Das bedeutet: hypnotischer bis harter Techno. Mit dabei sind Bela Bertram, Janein, Hock, Ninette, Shaleen, Stigmatique

Wrecking Ball / Institut fuer Zukunft, 23:00 – 07:00 Uhr – Pünktlich zum 13.12. gibt‘s den antifaschistischen Wrecking Ball zum Thema Polizeikritik. Mit vielen Leipzig Locals, Karaoke und einer Performance von den traurigsten Cheerleadern der Welt. An den Decks sind BolognaExzess, Crille & Tamalt, DJ Ferrari, C:KO, Aurora Polaris, Fino400, Melle & CRL, Lotti & Finn, Dispoteque, DJ Pfandmarke, Nicemachine, LaFlamaBlanca

Bar & Music x Gatxs / DUQO, 20:00 – 04:00 Uhr – Der Special-Tipp für einen entspannten Sound-Abend mit Salsa, Latin Funk, argentinischem Folk und ganz ganz süßen Vibes. Mit dabei Azulado, Ecuajey, Nxoxnnp

My Grooves – Listening Session / Le Cygne, 18:00 – 24:00 Uhr – Die My Grooves-Crew lädt dieses Mal zum intensive Hören ein. Mit dabei Birne, Letkidbe, Porpoise

Trance Party / Garage Ost, 20:00 – 02:00 Uhr – Name ist Programm. Trancy Vibes mit Garage-Flair von Nyn plus DJs

Moovin Groovin / Kulturlounge, 23:00 – 08:00 Uhr – Proper House Tunes und Good Vibes Only – genau das Richtige bei diesem tristen Wetter. Die Sounds kommen von Lulu & Nell, Submod, Pajari