Tradition im Laptop

Bei uns nur wenig bekannt, ist Jahtari in Großbritannien ein echter Exportschlager. Insbesondere Label-Mitbetreiber Jan Gleichmar alias Disrupt gilt auf der Insel als neuer Dub-Held. Nebenbei hat das Label sein eigenes Genre begründet: Digital Laptop Reggae.

Die Zahl der Net-Labels, die ihre Musik ausschließlich kostenlos über das Internet veröffentlichen, ist in den letzten fünf Jahren drastisch gestiegen. Den Überblick zu bewahren, und Qualität von Hobby-Produktionen zu unterscheiden, fällt dabei immer schwerer. Erstaunlicherweise agiert ein Großteil jener Labels im Bereich der elektronischen Musik, Dub- oder Reggae sind selten zu finden. Das mag an der traditionellen Verbundenheit dieser Genres mit dem Format Vinyl und den so genannten Dub-Plates liegen.

Ausgerechnet aus Leipzig kommt jedoch ein Label, dass sich den Wurzeln von Dub und Reggae verschrieben hat, sie aber mit neuen Methoden und aktuellen musikalischen Facetten voran bringen möchte: Jahtari. Ein Kunstwort aus Jah und Atari, das diese Verbindung bereits im Namen deutlich macht – Jah, die Gottesbezeichnung der Rastafaris, gehört fest zum Reggae-Slang, der Atari hat als einer der ersten Computer das Musikmachen revolutioniert.

Ende 2004 von Jan Gleichmar alias Disrupt und Christoph Röpke alias Rootah gegründet, ist das Jahtari-Profil bereits sehr ausgereift und wird dank der schnellen Netzwerk-Möglichkeiten im Internet auch international wahrgenommen. Kein Wunder, kommen viele, der bei dem Leipziger Label, veröffentlichten Tracks von Musikern aus Schweden, Dänemark, den USA oder Frankreich. „Wir schieben gar nicht so viel an, durch das Internet passieren die Dinge oft von sich aus“, sagt Disrupt und freut sich über das positive Feedback. „Wir sind eigentlich keine Freunde von MP3. Deshalb haben wir versucht das Vinyl-Feeling ins Netz mit einzubeziehen“, meint der freiberufliche Kamera-Assistent weiter. Jede Net-7“ hat daher eine A- und B-Seite und beginnt mit dem typischen Schallplatten-Knistern.

Roots mit neuen Mitteln
Doch das war es auch mit dem Hang zum Traditionellen. Produziert wird zumeist am Computer, und zwar „Digital Laptop Reggae“. Ein Paradoxon, das anfangs experimentell ausgereizt werden sollte, sich mittlerweile aber bewährt hat. Denn Dub und Reggae beruhen auf einem voluminösen Bass und dem Sound von alten Effekt-Geräten. Dass dies auch digital möglich ist, schien den Dub-Reggae-Hardlinern lang nicht denkbar.

„Das Problem an heutigen Dub- und Reggae-Platten ist, dass sie wie zur Blütezeit um 1970 klingen wollen. Irgendwann hat sich das tot gelaufen“, resümiert Disrupt und spannt damit zugleich den Bogen zu Jahtari. Dub ist der Ausgangspunkt, mit dem Computer wird schließlich da weiter gemacht, was mit altem Equipment nicht möglich ist.

Der Diskurs um diese Digital-vs.-Oldschool-Grundsatzfrage scheint für Jahtari ebenso wichtig wie die Musik selbst. Sogar eine eigens formulierte Theorie in drei Punkten gibt es auf der Label-Website nachzulesen, und auch die Geschichte von Dub und Reggae wird ausführlich erzählt. So verkopft das klingen mag, den Tracks von Künstlern wie Bo Marley, die britische Legende Mikey Murka, Volfoniq oder Roots Ista Posseist dies nicht als überbetonte Attitüde anzuhören.

Die bisher zwölf veröffentlichten Net-7“ und vier Net-EPs sind mal überaus eingängig mit Gesang, mal eher Track orientiert und gemächlich. Auch wird nicht dogmatisch nur auf den Computer gesetzt. Wer alte Geräte hat, wird sie auch einsetzen. Denn das Knöpfendrehen an richtigen Echoboxen und Synthesizern macht das Jammen einfacher und spannender, als mit der Maus in Sound-Bibliotheken nach dem gewünschten Stück zu suchen. Insofern könnte das Credo „Digital Laptop Reggae“ auch aus der Not heraus geboren sein. Denn eine originale Echoplex oder ein Roland SpaceEcho sind schwer zu bekommen und kosten dementsprechend.

Digitale Höchstauflagen
Größter Hit für Jahtari war bisher der Song „Bauhelm“ von der dänischen Band Bo Marley – 30.000 Downloads. Die aktuelle Net-7“ des Leipziger Projekts Illyah & Ltd. Candy wurde innerhalb der ersten drei Wochen bereits 2.500mal herunter geladen – Im Durchschnitt „ziehen“ sich 2.500 bis 5.000 User die Jahtari-Releases. Enorme Zahlen, wenn man bedenkt, dass ein konventionelles Indie-Label meist nur Auflagen von 500 bis 1.000 Kopien pressen lässt.

Klassische Reggae- und Dub-Fans von Anfang an sind Disrupt und Rootah nicht. Beide mit Kurzhaarfrisur und musikalisch von elektronischer Musik wie Drum and Bass, Techno und Electronica sozialisiert, kamen sie um das Jahr 2000 dazu, als sie die Tracks von Basic Channel und Rhythm & Sound für sich entdeckten. Die Berliner Producer griffen bereits Mitte der Neunziger Dub und Reggae auf und brachten sie mit Techno und Electronica zusammen.

jahtari_portraitAls Disrupt produziert Jan Gleichmar (im Bild rechts) erst seit circa vier Jahren Dub-Stücke, und das Interesse an seinen Tracks wächst. In Kürze veröffentlicht das britische Label Werk Discs ein Album sowie einige EPs von ihm. „Vielleicht ergibt sich über diesen Kontakt auch ein Vertriebsdeal“, hofft Gleichmar, denn optimal wäre für den gebürtigen Thüringer eine Mischform aus Net- und Vinyl-Label. Ohne Vertrieb würde sich das Pressen von Platten allerdings nicht lohnen.

Interessant ist darüber hinaus, dass Jahtari als Dub/Reggae-Netlabel sowohl im Musik- als auch im Kunstumfeld beachtet wird. So spielten Disrupt und Rootah sowohl auf der 2006er Transmediale in Berlin als auch auf größeren Dub- und Electronica-Events in Warschau oder wie vor wenigen Wochen in Großbritannien. „Wir standen da in Schottland mit dem Mungo’s Hifi Sound System auf einer Bühne mit 16 Kilowatt-Anlagen, das war ein unglaublicher Sound.“, erinnert sich Jan Gleichmar.
(Erstveröffentlichung im Kreuzer 0507)

Jahtari Website
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Die Mikrodisko ist eröffnet

Im Herbst 2006 startete Mikrodisko Recordings als Liebhaber-Label des Homo Elektrik-Umfelds. Zum Liebhaben hat sich das Label tatsächlich entwickelt. Denn die Platten von Kassem Mosse, Boys’R’Us und Mix Mup haben einen sehr eigenen Sound, fernab klassischer Funktionalitätsansprüche.

Techno und House stehen vielerorts für Macho-Balz-Veranstaltungen, auch den schwul-lesbischen Diskos hängen unsägliche, teils nicht unbegründete, Klischees an. Einen Gegenentwurf bietet seit mehreren Jahren die Homo Elektrik-Crew mit ihren mehr oder weniger offiziellen, nicht-kommerziellen Partys. Dort trifft die bloße Freude an elektronischer Tanzmusik auf einen offensiven Sex-Appeal für ein, nach eigenen Angaben, „gender-offenes Publikum“.

Aus jenem Homo-Elektrik-Umfeld ist ein Musik-Label namens Mikrodisko Recordings entstanden. Mikro als Gegenteil von Rave, Disko als klares Bekenntnis zu geradliniger tanzbarer Rhythmik – So könnte der musikalische Ansatz angedeutet werden, den die Betreiber Marco Riegel und Falk Springer mit ihrem Label anstreben. Minimalismus bildet den Kern, um den analoge wie digitale Klänge, poppige und verquere Melodien kreisen können.

Einen klar definierten Label-Stil scheut Mikrodisko Recordings aber doch. Wohl wissend, wie unterschiedlich im Detail die jeweiligen Vorlieben der Künstler Boys’R’Us, Kassem Mosse, volt.ctrl umgesetzt werden – natürlich auch aus dem Anspruch heraus, Veränderungen nicht im Wege zu stehen. Vinyl-Maxi Nummer 1 heißt „We Call It Mikrodisko“, eine Mini-Compilation bestehend aus vier Tracks, die die Facetten des Label-Repertoires zwischen Tech-House und ambientem, experimentellem Gefrickel aufzeigen. Das klingt alles sehr vielversprechend, frisch und ungezwungen. Ein Vertrieb wird noch gesucht, die nächsten zwei Platten haben auch schon Namen.
(Erstveröffentlichung im Kreuzer 0906)

Mittlerweile sind fünf Platten auf Mikrodisko herausgekommen, allesamt mit einem sehr eigenen, recht ungeschliffenen Charme. Nicht ohne Rave-Qualitäten, wie die Platte von Boys’R’Us zeigt – Sven Väth liebt sie. Über Kassem Mosse muss nicht weiter geschwärmt werden. Einen Vertrieb gibt es inzwischen auch.

Mikrodisko Website
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Musik ausgestellt

Schallplatten sind toll. Noch toller wird es, wenn sie in einer schönen Hülle stecken. Für Kann Records hat die Illustratorin Iska Kaek eine eigene Bildsprache erfunden, die nun in dem Galerie-/Magazin-Shop MZIN ausgestellt werden.

Gleich die erste Platte von Kann Records gefiel nicht nur durch ihre sechs Tracks, sondern auch durch die Gestaltung. Franziska Kempiak alias Iska Kaek hat im Rahmen ihres Diploms ein Erscheinungsbild für das Label geschaffen, das mit seiner Farbigkeit und abstrakten Illustrationen beim Plattensuchen sofort ins Auge fallen dürfte. Der Stil bleibt, aber mit jeder neuen Platte entsteht auch ein neues Label-Etikett.

Zusammen mit Rufus Horn wurden diese abstrakten Gebilde nun vom Zweidimensionalen ins Dreidimensionale übertragen – in Form von Installationen. Es geht um „eine kosmo-archeologische Entdeckung der vierten Art“, heißt es im Info-Text. Vom 11. Juli bis zum 14. August ist die Ausstellung „Kann Komet KN402“in dem Magazin-Shop MZIN in der Paul-Gruner-Straße 64 zu sehen.

Kann Records Website
Iska Kaek Website
MZIN Website

Null Inch

Zero Inch ist ein MP3-Download-Shop, der nicht einfach nur Dateien verkaufen möchte. Mit Hintergrundinformationen zu den Künstlern, Labels und Städten sowie einem sorgfältig ausgewählten Backstock soll Orientierung im File-Dschungel geboten werden. Auch Leipzig ist vertreten.

Seit letztem Jahr gibt es mit Zero Inch einen Online-Shop für elektronische Musik im digitalen – und umstrittenen – MP3-Format. Die Idee ist nicht schlecht: Mit Informationen zu Künstlern, Labels und deren Heimatstädten soll eine Art soziale und redaktionelle Ebene beim MP3-Kauf integriert werden.

Also dass, was gewöhnlich ein traditioneller Plattenladen auch übernimmt, in dem man dort neue Sachen empfohlen bekommt oder in dem Zusammenhänge deutlich werden. Leipzig ist auch bei Zero Inch vertreten. Die Informationen sind zwar eher dürftig und teilweise nicht ganz korrekt – Lowtec wird als Leipziger Künstler gelistet – aber hier geben sich wirklich mal Leute Mühe das Online-Geschäft persönlicher zu gestalten.

Die De:Bug mag es auch: MP3s kaufen: Die Stilfrage mit Zero“

Leipzig Fame

Erst Mannheim, nun Leipzig – Die De:Bug schaut gerade gern über ihre Berliner Stadtgrenzen hinaus und entdeckt einige viel versprechende lokale Epizentren. Vielleicht reizt die Provinz-Romantik aus Sicht der Hauptstadt. Nichtsdestotrotz ist es eine gelungene Außensicht.

In der Januar-Ausgabe der De:Bug gab über drei Seiten Ruhm und Ehre für die Leipziger House-Protagonisten. Leider wurden nicht alle erwähnt. Dass Mikrodisko mit Kassem Mosse bei der Außenbetrachtung außen vor bleiben, ist schade. Auch ein Blick auf den Status Quo bei Moon Harbour wäre wünschenswert gewesen. Aber Schluss mit Nörgeln. Das Bild ist toll.

Hier gibt es den Artikel online zu lesen: Leipzig – House City

Im Korsett gegensteuern

DJ Koze im Interview. Der Hamburger erzählt von seiner Heimatstadt, seinem Anspruch an House und Techno, seinem soeben gestarteten eigenem Label und seinem zweiten Alias Adolf Noise mit dem er neuerdings Kopfhörerkonzerte gibt.

Viele Worte braucht es eigentlich nicht, um Stefan Kozalla alias DJ Koze alias Adolf Noise vorzustellen. Der Hamburger ist einer der großen im Techno-Zirkus, und einer derjenigen, die sich nicht auf eingefahrenen Sounds und Konventionen ausruhen möchte. Auf dem diesjährigen Nachtdigital Open Air spielt auch DJ Koze. Für das Programmheft habe ich ein Telefoninterview mit dem Hamburger geführt. Hier ist es nochmals in kompletter Länge zu lesen.

Die Selbsteinschätzungen auf deiner Myspace-Seite, sind das Dinge, die dir im Laufe der Zeit entgegengebracht wurden oder ist das deine eigene Reflektion?

Das ist meine eigene Reflektion. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Das ist natürlich auch nicht ganz ernst gemeint.

Im letzten Groove-Interview zusammen mit Ricardo Villalobos klangst du ziemlich pessimistisch was Techno und House angeht. Zieht dich das Auflegen so runter, weil dir im Club oft eine recht klare Erwartungshaltung entgegenkommt oder siehst generell eine Flaute in der Musik?

Es ist eine gewisse musikalische Stagnation zu erkennen, wie bei vielen Musikrichtungen. Ich mache das ja auch schon recht lange und je länger man das macht, desto mehr nervt es einen, wenn es nicht weitergeht, wenn langweilige, konventionelle Formen gefragt sind. Ich liebe die Musik und deswegen stimmt mich das so ein wenig traurig – Auch wenn ich merke, warum Leute Musik machen und mit was für Effekten, um mit einfachsten Mitteln die Crowd zu rocken.
Da ist man dann gar nicht mehr weit entfernt von Rockmusik mit einer E-Gitarre, bei der der Lauteste Recht hat. Lautstärke, Dominanz, Macht und Gebrüll. Ich finde aber in der Musik ist alles andere interessanter als das. Und es gibt wenige Musikstile instrumentaler Natur, die so offene Strukturen bieten können wie House und Techno. Es stimmt mich dann aber traurig, wenn genau die andere Seite solche Akzeptanz findet. Die berührt mich überhaupt nicht und da muss man dann ein bisschen gegensteuern.

Spürst du bei Festivals nicht noch einen größeren Druck, weil da noch mehr Menschen sind, die wahrscheinlich nur auf Peaktime-Knaller warten?

Ein bisschen ist das schon so. Beim Nachtdigital ist es genau gegenteilig. Was ich eigentlich gut finde, sind Festivals, die nicht eindeutig auf Techno oder House ausgelegt sind, wie das Melt!. Da sind die Leute dann auch dankbar, wenn man mal anderes als eine Band läuft und da kann man dann sein eigenes Fass aufmachen. Bei straighten Techno-Festivals bin ich manchmal erschrocken, dass die Leute nur so ein Durchfönen wollen. Und da weiß ich oft nicht, warum ich anreisen muss, weil vor und nach mir 28 Typen durchhämmern. Warum soll ich das dann auch noch machen? Ich will jetzt aber auch nicht so Trübsaal blasen.

Ist Hamburg der beste Platz um an Techno und House anders als gewöhnlich heranzugehen? Von außen wirken die Szenen viel stärker verwoben und die Grenzen fließender?

Ja, ich glaube es ist sehr gut hier. Viele der Leute aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis haben ähnliche Meinungen. Wir beobachten alles aus der zweiten Reihe. Ich glaube, wenn man mittendrin in so einer Hype-Blase ist, macht man alles, um auch noch den Hinterletzten zu erreichen. Von Hamburg aus steuert man wahrscheinlich etwas gelassener dagegen an. Man hat auch nicht so viel Input, man muss selbst die ganze Zeit schaffen und da kommt dann so etwas Unverfälschtes dabei raus. Ich weiß nicht, ob das auch so wäre, wenn die ganzen Protagonisten in Berlin leben würden.

Sind denn viele aus deinem Freundes- und Bekanntenkreis trotzdem nach Berlin abgewandert?

Also ganz viele Freunde sind nach Berlin gezogen und dass kann man ja auch verstehen. Da gibt es viel mehr Angebot und viel mehr Möglichkeiten in verschiedenen Bereichen. Das ist echt ein wenig lasch hier in Hamburg. Wenn man jetzt nicht so oft unterwegs ist wie ich oder Bekannte von mir, und hier jede Woche festklebt, dann kann ich verstehen, wenn man mal was anderes möchte. Ich freu mich eher darüber, wenn ich unter der Woche hier Ruhe habe, um mich wieder zu erden. Da brauche ich nicht noch eine große Stadt.

Hättest du Lust musikalisch noch mal in eine ganz andere Richtung zu gehen?

Ich mache ja noch die Adolf Noise-Geschichte, mit Kopfhörer-Konzerten in Theatern, was komplett was anderes ist. Ich mache sowieso das, worauf ich Bock habe. Und manchmal denke ich, ich will was ganz anderes machen, und dann denke ich, nein, ich muss genau im Korsett der House-Musik einen anderen Entwurf machen. Zwischen diesen beiden Polen pendele ich immer – entweder mal eine Folk-Platte mit einer Sängerin oder einfach eine Bassdrum mit was Neuem drüber.

Hast du im Vorfeld eine klare Vorstellung von dem nächsten Track oder fließt das alles?

Nein, ich mache jeden Tag, jede Woche, wenn ich Muße habe Musik und dann schau ich eben, für was ich da was rausziehen kann. Ich nehme mir nie etwas vor.

Du sprichst von einer Stagnation bei House. Wie ist es für dich als DJ dann noch die richtigen Platten zu finden?

Es ist die Suche nach Edelweiß. Ich schaue auch im Netz, höre mir neue Platten durch. Von fünfzig nehme ich dann vielleicht zwei mit. Man forscht so ein bisschen und immer wieder gibt es eine neue Baustelle, wo man merkt, dass es auch andere spannende Sachen gibt. Es ist nicht so einfach. Aber letztendlich ist es mir auch gar nicht mehr so wichtig, den neuen Scheiß zu spielen, weil der neue Kram nicht mehr so viel Neues für mich bietet. Ich finde es mittlerweile eher spannend aus den letzten zehn Jahren besondere Musik mit noch unveröffentlichten Tracks von mir oder von Freunden zusammen zu weben. Die aktuellen Charts interessieren mich nicht mehr so richtig, da fühle ich nicht mehr viel. Ich fühle mich eher wie so ein Selector, der zwar auch House-Musik präsentiert, der aber so einen eigenen Fundus hat und den mit neuen Sachen kombiniert.

Was begeistert dich denn aktuell?

Ich habe gestern gerade Ben Klocks Depeche Mode-Remix bekommen, der wirklich toll ist, weil es so wenig dubsteppig mit ganz tollen Harmonien ist. Ich finde seine Produktionen sowieso sehr gut. Es würde mich nicht wundern, wenn Depeche Mode ihn als nächsten Produzenten auswählen. Das würde sehr gut passen – seine leichte sphärische Dichte, die tighten Beats, zusammen mit der Stimme.

Ist Dubstep was für dich? Das ist ja ein Stil, der viele gute Anknüpfpunkte zu Techno und House bietet.

Es ist ein bisschen unterkühlt für mich. Es ist nicht genau meine Musikrichtung. Ich finde es interessant und es ist auch befreiend, da es etwas anderes ist. In sich ist es mir das aber zu britisch. Ich finde zum Beispiel Burial toll, aber eher aus so einem exotischen Blickwinkel heraus, weil es verstörend weit weg für mich ist. Das bezieht sich zwar auf britisches Zeug, was ich gern mag, wie LFO oder Boards Of Canada aus dieser Zeit. Aber es ist nicht sehr nah für mich. Ich betrachte es eher beeindruckt.

Du hast dein eigenes Label gegründet – Pampa. Was ist davon zu erwarten?

Davon ist eigentlich nur zu erwarten, dass es fantastische Musik veröffentlicht. Die erste Nummer werden Die Vögel sein. Das sind Freunde von mir, die mit Tuba und Herdenflöte, Bassdrum und Shaker ganz tolle Musik machen – mit ganz wenigen Zutaten nur. Die zweite wird Jackmate sein, der tolle organische, soulige Tracks gemacht hat, die aber nicht sein normaler Style sind. Eigentlich werde ich versuchen aus dem Freundeskreis Leute zu motivieren, mir doch Musik zu schicken, bei der sie sich nicht so ganz sicher sind, die anders sind als das was sie sonst machen, solche Ausrutscher oder Unfälle – und letztendlich doch tight Club. Das wird kein Ambient, sondern jede Nummer soll im Club spielbar sein. Also eigentlich Tracks, die man als DJ sucht, um seine Sets aufzulockern, die den Techno-Kontext ein wenig verlassen und mit anderen Sounds und Stimmungen arbeiten. Da bin ich immer ganz heiß drauf so etwas zu finden.

Kurz noch zu Adolf Noise – waren diese Kopfhörer-Konzerte im Frühjahr nur ein Intermezzo oder ist da auch mehr zu erwarten?

Ich glaube, dass ist eine schöne Baustelle und das ist ganz toll mit den Kopfhörern. Das wird bestimmt weitergehen. Vielleicht machen wir noch mal was auf Seebühnen oder in Parks. Man kann das ja theoretisch überall machen, weil es keine PA braucht. Das ist ein tolles Konzept und ich bin selbst ganz begeistert davon. Es ist eben auch jeder Abend etwas anderes und in Leipzig hat es besonders gut geklappt. Für mich auf der Bühne war das auch eine große Erfahrung. Dass man so sitzen kann und alle konzentrieren sich auf jeden Ton. Das hat so etwas Verschwörerisches. Wenn es gut läuft, macht mir das sehr viel Spaß.

DJ Koze Website

Von der Kunst des Weglassens

Move D ist zurück, so scheint es. Nach dem Hit „Anne Will“ im Jahr 2005 folgte eine tolle Platte nach der anderen und auch als DJ ist er wieder regelmäßig unterwegs. Dabei war er nie weg, wie er im Interview sagt.

David Moufang alias Move D ist genauso alt wie Sven Väth, sie kommen sogar fast aus derselben Gegend. Und trotzdem sind sie verschieden wie es nur geht. Seit 2005 ist Move D als DJ und Producer wieder präsenter in den Clubs. Auch beim diesjährigen Nachtdigital wird er spielen. Für das Programmheft führte ich ein Telefoninterview mit ihm, das es hier nochmals in kompletter Länge zu lesen gibt.

Nebenbei bemerkte Move D übrigens, dass er Leipzig sehr schätzt. Besonders sein Auftritt im UT Connewitz beim R.A.N.D.-Label-Abend 2004 ist ihm in bester Erinnerung. Und: Er könnte sich sogar vorstellen in Leipzig zu leben. Aber noch bleibt Heidelberg seine Stadt.

Du warst noch nicht auf dem Nachtdigital, hast du trotzdem bestimmte Erwartungen an deinen Auftritt dort?

Nur gute, ich habe schon einiges davon gehört und finde es gut, dass die Tickets begrenzt sind. Das kann schnell anstrengend werden, wenn die Partys zu groß werden.

Magst du lieber auf Festivals oder in Clubs spielen?

Das kann man so allgemein nicht sagen. Festivals können auch ganz toll sein und es ist auch was Spezielleres, weil man das als DJ nicht jede Woche hat. Insofern ist es vielleicht ein bisschen toller. Aber ansonsten mag ich natürlich auch die kleinen Clubs.

Du machst ja schon fast zwanzig Jahre Musik, von außen sieht es aber aus, als würdest du seit 2005 mit deinem Hit „Anne Will“ einen zweiten Frühling erleben. Gab es tatsächlich eine Phase, in der du mit Musik und mit Clubmusik im Speziellen weniger anfangen konntest?

Das eigentlich weniger, aber 1997 habe ich einen Sohn bekommen und zu der Zeit hatte ich auch viel mit meinem Label Source Records zu tun. Da blieb einfach keine Zeit und irgendwie war auch ein bisschen der Schaffensdrang weg als das Kind da war, meine Frau gearbeitet hat und ich viel Zeit mit dem Kind verbracht habe. Zum Musikmachen muss man einfach die Welt abschalten können und dass geht eben nicht, wenn man ein kleines Baby hat.

Du hast in der Zeit also gar nicht mehr Musik gemacht?

Doch schon, aber das hat alles länger gedauert. Eines der Conjoint-Alben ist in der Zeit entstanden, aber das ging alles nur häppchenweise und nicht so, wie ich es eigentlich gern gemacht hätte.

Und wie fühlt es sich an, nach der Pause jetzt wieder so loslegen zu können?

Prima natürlich. Ganz weg war es ja nie. Es war und ist eigentlich auch heute noch so, dass ich nie auf Käuflichkeit geachtet habe. So wie diese Conjoint-Geschichte, wo von vornherein klar war, dass das für absolute Minderheiten, für Nischen von Nischen ist. Aber trotzdem war es für mich wichtig. Und bei anderen Sachen ist eben klar, dass es mehr Pop-Appeal hat. Aber insgesamt ist es auch ein glücklicher Zufall, muss man schon so sagen.

Dein Kind, wie steht das so zu deiner Musik?

Na ja, es geht so.

Es hat also noch nicht das große Interesse daran?

Nee, daran jetzt nicht so. Er hat aber schon mit drei Jahren angefangen Schlagzeug zu spielen. Aber eigentlich ist er gerade eher so bei Nirvana und HipHop.

Stilistisch bist du eigentlich nicht festzulegen. Gibt es trotzdem so eine Essenz, einen Grundanspruch, den du bei all deinen Tracks heraushören kannst?

Sagen wir mal so, ich mache ja nicht so abstakte Musik, dass sie keine tonalen Strukturen hätte. Insofern wenn jemand anfängt Töne zusammenzusetzen und komponiert, dann ist es eigentlich schon wahrscheinlich, dass man bestimmte Präferenzen, Geschmack und ein bestimmtes Wissen heraushören kann. Ich habe ja, bevor ich Elektronik gemacht habe, lange Gitarre in Bands gespielt. Insofern ist da schon immer eine gewisse Ästhetik da. Auf der anderen Seite ändern sich Sachen. Wo ich früher versucht habe einen Akkord mit fünf oder sechs Tönen zu spielen, ist mir mit der Zeit immer bewusster geworden, dass es eigentlich nur zwei Töne sind, die von den Fünf oder Sechs die Wichtigen sind. Also kann man die dann auch weglassen.

Du gehst heute also schon anders an deine Musik heran als noch vor 15 Jahren?

Weiß ich gar nicht. Ich versuche immer an jeden Track möglichst anders heranzugehen, weil sonst wird es ja zur Methode und zu langweilig. Ansonsten ist nicht so, dass die Sachen von früher alle Käse sind. Im Gegenteil. Manchmal ist es natürlich schon eine Bürde, die man mit sich rum trägt, aber letztendlich ist es so, dass es aus jeder Phase Sachen gibt auf die ich echt stolz bin. Und genauso gibt es Sachen, die ich mir hätte verkneifen können.

Hast du eine klare Vorstellung bevor du einen neuen Track anfängst oder entwickeln sie sich einfach so?

Das kommt darauf an mit was für Instrumenten ich das mache. Wenn ich zum Beispiel mit einem Nord Modular anfange und dann auch alles damit mache, ohne Sequenzer und externe Geräte, dann ist es eher so, dass ich mich treiben lasse oder nur eine vage Vorstellung habe. Da lässt man auch den Zufall mitspielen. Das wird dann auch experimentell. Grundsätzlich mache ich gern experimentelle Sachen, wo ich mich hinsetze und völlig blind ein paar Tasten drücke, mir das dann anhöre und versuche irgendwas davon herauszunehmen. Aber genauso oft kommt es vor, dass ich einfach mit der Gitarre etwas herumdudele und dann entsteht eben eine Melodie oder eine Akkordfolge. Und dann setze ich das mit Elektronik um. Das war auch schon so als ich am Album „Kunststoff“ gesessen habe, wo ich eigentlich dachte, die Gitarre könnte ich unmöglich auspacken, das ist ja nicht cool. Aber trotzdem sind die Stücke da zum Teil mit der Gitarre geschrieben.

Unterscheidet sich die Arbeitsweise dann sehr, wenn du allein oder mit anderen Künstlern zusammenarbeitest?

Ja, mit anderen ist man viel spontaner, man muss schneller arbeiten, weil die Zeit meist sehr begrenzt ist, die man zusammen hat. Dann kann man nicht alles ins Atom zerlegen. Andererseits trägt jeder immer ein paar Ideen mit sich herum und die kann man dann eben auch mit in den Topf werfen. Es geht dann auch oft ziemlich schnell und ist grundsätzlich anders. Klar, man kann eine vage Vorstellung davon haben, ob es eher zum Tanzen oder Hören sein soll. Aber darüber hinaus kann man im Voraus nicht soviel entscheiden, man muss dem anderen ja auch Luft lassen, um sich zu entfalten. Wenn man allein arbeitet, ist es mit mehr Konzept und man hat die Möglichkeit sich quasi endlos damit zu beschäftigen. Vor fünfzehn Jahren war das vielleicht auch einfacher, weil beim Produzieren die Zahl der Elemente durch Mischpultkanäle und Synthesizer-Stimmen, die man da hatte, begrenzt war. Da musste man eben auch mal eine gute Idee verwerfen, um was Neues anfangen zu können. Da war irgendwann ein Ende gesetzt. Heutzutage ist das nicht mehr so und zum Teil merkt man das der Musik heute auch an. Da wird es manchmal schwer zu folgen, wenn alles so überladen wird oder sich so arg in die Technik versteigt. Das ist das gleiche wie mit dem Weglassen, was ich vorhin meinte. Wenn mir jemand mit drei Streichhölzern ein Haus bauen kann, finde ich das viel beeindruckender als wenn es so ein Supermodell mit echten Backsteinen ist. Oft sind die ganz einfachen Sachen, wie die frühen, so skizzenartigen und leichten Sachen von Aphex Twin, viel beeindruckender für mich. Wenn ich mich selbst austobe, kann es schon auch vorkommen, dass alles sehr clean und stylisch wird. Insofern finde ich es toll, wenn man manche Sachen ganz schnell macht und zum nächsten weitergeht.

Gab es eine Zusammenarbeit, die dir besonders gut in Erinnerung ist?

Eigentlich die meisten. Aber gerade arbeite ich wieder mit Jonah Sharp, mit dem ich 1994 Reagenz gemacht habe. Da kommt jetzt auf Workshop ein Album heraus. Wir hatten uns seit 14 Jahren nicht gesehen, damals hatten wir eine tolle Zeit und die Platte kam auch gut an. Nach 14 Jahren weiß man aber eben nicht, wie es noch klappt. Man hat sich auseinander bewegt, ich fand jetzt auch nicht alles so spannend, was er in der Zwischenzeit gemacht hatte und umgekehrt vielleicht genauso. In Tokio haben wir uns letztes Jahr wieder getroffen und wir hatten da einen gemeinsamen Freund, der dort ein Studio betreut und der meinte wir könnten da mal reingehen. Und da war ich schon nicht sicher, ob man so anknüpfen kann. Aber das konnten wir schon nach fünf Minuten, so als wäre überhaupt keine Zeit vergangen.

Dieser Kontakt zu Thüringen und der R.A.N.D.-Crew und heute Workshop ist ja auch nie abgebrochen.

Genau, das ging schon zu frühen Source-Zeiten los. Von denen haben wir 1993 mit eines der ersten Demos bekommen.

Der Werdegang ist ja ähnlich, auch Lowtec hat mit Workshop so einen zweiten Frühling.

Auf jeden Fall. Ich denke, dass fällt mit dem Geschmack der Zeit zusammen. Er hat sich ja auch nicht verstellt in der ganzen Zeit. Er hat es wahrscheinlich sogar noch konsequenter durchgemacht. Und plötzlich interessiert es die Leute. Das ganze Workshop-Ding – ich bin da ja ein wenig involviert – ist ja um ein vielfaches übertroffen worden in einer Zeit, in der es an sich so schwierig ist, Platten zu verkaufen. Warum das dann so zustande kam, dass kann man glaube ich gar nicht so kalkulieren.

Aber Source Records ist wirklich ad acta gelegt oder gibt es da eventuell eine Wiederbelebung?

Da gibt es eventuell wieder was. Ich denke schon, ich habe jetzt alles abbezahlt von der Pleite mit unserem Vertrieb EFA. Es gab auch schon vorher immer mal Probleme mit anderen Vertrieben und dem Finanzamt, da hat sich so einiges angehäuft. Und mein Partner hat dann komplett das Handtuch geschmissen. Aber ich habe an sich den Laden noch und irgendwann möchte ich schon wieder was machen. Damals war es eben wirklich so ein Album-orientiertes Label mit CDs und LPs, und dafür sehe ich momentan kaum einen Markt. Die Leute kaufen einzelne Lieder auf Beatport, vielleicht wäre es aber gerade jetzt eine gute Gelegenheit wieder mit Alben zu kommen. Aber auf CDs wollte ich eben nicht bauen, und mit dem Internet weiß ich jetzt auch nicht, weil es ja schon toll ist, wenn man was in der Hand hat. Ich bin da gerade ein wenig ratlos. Ich habe da noch ein paar Sachen von früher liegen, die ich dann nicht mehr veröffentlichen konnte. Die gefallen mir zum Teil heute noch und da überlege ich, wie man das heute machen könnte.

Konkret ist aber nichts geplant?

Nein. Ich sage immer, wenn die Leute fragen, das dauert mindestens noch ein Jahr und das sage ich jetzt schon seit einer Weile. Insofern würde ich da jetzt keine Prognose wagen. Das ist auch gerade so eine Konsolidierungsphase und irgendwie möchte ich schon gucken, im nächsten Jahr vielleicht ein bisschen langsamer zu machen und dann auch wieder Zeit für andere Dinge zu haben.

Dieses Rumreisen und Auflegen begeistert dich aber trotzdem noch nach all den Jahren?

Auf jeden Fall. Es gab zwar auch schon in den Neunzigern eine Zeit, in der ich viel rumkam, auch ins Ausland. Aber eigentlich ist das kein Vergleich zu heute. Zu 90 Prozent sind die Veranstalter auch total nett und bemüht. Das ist zwar schon anstrengend und manchmal muss man dann acht Stunden irgendwo rumsitzen, aber in der Regel ist nicht so schlimm. Ich habe jetzt auch nicht das Gefühl, dass einen das so kaputt macht, es sind ja immer nette Hotels und die Spielzeiten sind genau festgelegt. Meist sind es dann ja auch nur zwei bis drei Stunden. Früher war das ja alles ganz anders, wenn man da im Ultraschall eine ganze Nacht hatte. Manchmal kann ich das aber gar nicht mehr alles aufnehmen, wenn ich freitags in Kiew bin und samstags in Manchester. Da bleibt manchmal leider nur sehr wenig. Aber es reicht meist, um zu sehen, ob es einem so grundsätzlich dort gefällt und man dort nochmals hin möchte. Es sind eben auch so viele Orte dabei, wo ich von selbst wohl nie hinfahren würde.

Kiew wahrscheinlich.

Ja, zum Beispiel. Oder Ljubljana. Und die sind dann auch interessant und können einen überraschen. Da kann man nur sehr dankbar sein.

Wie siehst du generell den House-Hype, der gerade so hoch beschworen wird?

Auf der einen Seite kann ich sagen: Na endlich. Weil mir die Musik immer gefallen hat und ich weiß, dass sie funktioniert, auch bei Leuten die damit nichts zu tun haben. Die sind dann auch dafür zugänglich, wenn es gute Musik ist. Wie eigentlich bei jeder guten Musik, auch wenn das jetzt vielleicht etwas überheblich klingt. Andererseits ist es aber schon mit Formalitäten belastet, bestimmte Elemente hört man ständig und hat sie über. Aber letztendlich ist es innerhalb dieser Grenzen doch ziemlich frei. Mir ist aber schon klar, dass das ein Hype ist und nächstes Jahr kommt dann was Neues. Aber ganz weg war es einfach nie und es wird sicher auch nicht ganz verschwinden. Mich hat es immer interessiert und ein paar andere hat es auch immer interessiert. Im Moment interessiert es eben Leute, die letzte Woche noch etwas anderes interessiert hat.

Und wie siehst du die Szene vor deiner Haustür, das Rhein-Main-Gebiet ist ja gerade auch groß im Gespräch.

Ja, wobei den Johnny D kenne ich ja schon ewig und ich finde das auch gut. Ich spiele auch Sachen von ihm und freu mich. Aber natürlich finde ich nicht alles gleich stark. Ich finde schon, dass es sehr gut funktioniert und auch recht eigen ist. Die Gegend hier war immer gut, hier gab es immer gute Leute.

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