„Dirty and trippy underground House straight from Gohlis“, so präsentiert Kann Records seinen Leipziger Neunankömmling – Falke.
Von Falke war bereits ein Track auf der „Familiy Horror“-Compilation im Sommer des Jahres zu hören. Jetzt widmet Kann Records Falk Golz, dem jungen Mann hinter Falke eine eigene EP mit drei Tracks. Für ein Label mit lokaler Erdung dürften solche Entdeckungen echte Glücksmomente sein. Nachwuchsarbeit im besten Sinne.
Bei frohfroh tauchte Falke auch schon zweimal auf. Einmal mit seinen Net-Releases, das zweite Mal mit seiner EP auf Instabil. Was alle bisherigen Veröffentlichungen eint, ist der Hang zum verträumt Abseitigen und leicht Antiquierten.
Bei der „Undermyarms“-EP führt dies zu einer Synthie-Roughness, die für Kann-Verhältnisse Neuland ist. Und teilweise schießt es übers Ziel hinaus. Etwa dann, wenn bei „Flying“ und „Latenight“ die „Acid-Synthie-Riffs“ – und ja, sie haben einen gewissen Riff-Charakter in ihrer Präsenz – Überhand nehmen.
Natürlich bleibt die unweigerliche Detroit-Assoziation beim Hören auch hier nicht aus. Wobei sie beim Gedanken an Gohlis zu einem kleinen Schmunzeln führt. Nichtsdestotrotz: „Undermyarms“ ist neben der EP der Finnen Kitkaliitto die bislang eigenwilligste Platte auf Kann Records. Ungewohnt harsch, ungewohnt durchwachsen.
Der Titel-Track selbst schlängelt sich am geradlinigsten und schlüssigsten voran – teilweise gar nicht weit entfernt von den damals so positiv aufgenommen Neo-Trance-Bemühungen des Kompakt-Producers Kaito. Den beiden B-Seiten-Tracks fehlt diese dramaturgische Dichte leider etwas.
Was keinem Tracks jedoch fehlt, ist die klangliche Reife. Dass Falk Golz seit fast einem Jahrzehnt Musik produziert, hört man in jedem Fall heraus. Und damit geht auch noch einmal eine Empfehlung zu all den verstreuten Net-Releases aus.
Kann Records Website
Mehr zu Kann Reords bei frohfroh
Mehr zu Falk/Falke bei frohfroh
Wie wirkt sich der neue Einfluss von Facebook & Co auf eine offene Plattform wie itsyours.info aus?
Es geht also bei Stiff Little Spinners in erster Linie darum, „uns eine Plattform zu schaffen, bei der klar ist, dass da nicht der ‚typische‘ Audiolith-Sound kommt“, so Krink. Den Anfang machte Ende Oktober die Mini-Compilation „Stiff Little Spinners Vol. 1“. Fünf für Audiolith-Verhältnisse sehr unaufgeregte, in den Details verspielte House-Stücke.
Es bleibt kryptisch bei Ominira. Auch die acht Stücke tragen irgendwie Geheimnisse in sich. Es ist ein fein, aber auch experimentell arrangiertes Mini-Album. Voller Samples und sicherlich auch mit einigen Chiffren versehen. Musikalisch fällt es dennoch zugänglicher als die ersten beiden Tapes aus, teilweise mit einer gewissen Nähe zum avantgardistisch umgedeuteten HipHop-Electronica-Ansatz von Flying Lotus. Wenn auch viel unamerikanischer, düsterer und entschleunigter.