Aha, da hat die Rückkehr von Sven Tasnadi zum Moon Harbour-Booking-Roster auch noch andere Synergien freigesetzt. Mit Dan Drastic war er im Studio. Hier die erste gemeinsame EP.
Eine durchaus überraschende Zusammenarbeit. Wobei beide ja schon darin Erfahrungen sammeln konnten. Tasnadi mit Juno6, Dan Drastic mit Matthias Tanzmann. Diese hier ist beim ersten Gedanken an einen möglichen Sound nicht ganz leicht vorauszuahnen – Sven Tasnadis Vielseitigkeit wegen und den noch eher wenigen bisherigen Veröffentlichungen Dan Drastics.
Intuitiv würde ich die verspielteren Elemente der ersten Tracks auf der „Panic Room EP“ eher Tasnadi zuordnen, die schnittig-gleitende Form wiederum Dan Drastic. Möglicherweise ist es aber gar nicht so. Alle drei sind relativ unaufgeregte Tech-House-Stücke mit einem Hauch Acid drin. Zumindest bei „Snip“ und „Downstairs“.
„Wrong Answer“ ist das musikalisch spannendste Stück durch seine verschobenen, deepen Chords und den weich gesetzten Claps. Tatsächlich eine Perle, die dem durchschimmernden Moon Harbour-Sound eine musikalischere Note verleiht.
Erstaunlich anziehend auch der „Snipe“-Remix des Niederländers Kabele und Liebe. Er pitcht den Track unglaublich hoch, nimmt ihm die Behäbigkeit und haut noch ein wenig Theatralik oben drauf. Eine sehr selbstbewusste Neubearbeitung, die dem Stück aber sehr gut tut.
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Kolortown „Sound Is Coming Part 3“ (Kyoto Inc.)
Bigalke & Sunset „The Fact EP“ (Basssport Music)
Bei Tapes klingt Jahtari wieder in seiner Reinform durch. Schwingend, leuchtend, auf gute Weise antiquiert, durch und durch positiv gestimmt, aber immer ohne ins Niedliche und Naive zu geraten. Auch auf dieser EP versteckt sich der Dub eines anderen Hits: hier ist es Vernon Maytones „Old Pan Sound“. Jahtari-Pop. Ist das schon der Frühling?
Drei Tracks sind darauf, bei denen es wenig wundert, das Mod.Civil sie mögen. Denn die Ansätze sind ähnlich in ihrem flirrenden, melancholisch schwingenden Drive. Die HiHats rasseln, die Bassdrums kommen extra trocken. „Monatskarte“ dreht eine eigene Runde in ruhigere Gewässer mit tollen Field Recordings im Ausspann – „du bist so dumm“. Eine echte Perle für die Kopfhörer.