ZAN ist ein FLINTA*-only-Kollektiv, das neue Ansätze schaffen möchte, um die Clubszene diverser und gleichberechtigter zu gestalten. Bunt, laut und frei – und „immer mit neuem Fokus, aber dem gleichen Anspruch, einen Safespace zu schaffen“, so heißt es in der Ankündigung zur ersten Party im Eli. Auf zwei Floors gibt es höchst diverse Ausflüge in die verschiedenen Sphären von Techno.
Außerdem heute:
N-ICE x OKA – Institut fuer Zukunft, 23:59 Uhr – House und Techno mit den N-ICE- und Objekt Klein A-Crews, mit dabei: Santamalteza, Gigsta, Len Richardson, Sinh Tai, Eves120, Pau Pau b2b Goldie, Dirrac
Containern – Mjut, 16 Uhr – Electronische Garten-Sounds mit Tempestfeather
Saturday Rave – Distillery, 23:30 Uhr – Techno und House mit DJ Nobu, Gigi FM, N.akin, Sevensol, Tim Schlockermann, DJ Chrysalis
4 Years Westhafen – Westhafen, 18 Uhr – House und Techno mit Panthera Krause, Sven Weisemann, Reznik, Sledge, Mariblue & Sofyah, Miriamore
An diesem Wochenende findet ein sehr spannendes Festival für experimentelle Musik im Leipziger Osten statt. Aber das ist längst nicht alles. Hier sind die Freitags-Tipps.
Partyname:
ZiXP 2022
Zeit:
17.-19.06.2022, 20:30 Uhr
Location:
ZiMMT, Slug, TV Studio des Hitness Club, Projektwohnung Krude Bude, Plast
Acts:
Andreas Nordheim, Barnabas Herrmann, Chris Weinheimer, Hans Arnold, Izabela Kaldunska / The new solarismJonas Petry / Nime, Karoline Schulz, Malo Moray, Marietheres Schneider, Martin Hesse, Martin Recker, Michi Breitenbach, Ole Schmidt, Pina Rücker, Sébastien Branche, Simon Schäfer / Der Warst Walburga Walde, Anna Schimkat, Frederike Moormann, La Pesch, Robert Rehnig, Samuel Maßmann, Stefan Schleupner
An diesem Freitag startet das lokale Festival für Klangkunst und experimentelle Musik, kurz ZiXP. 17 Musiker*innen und Klangkünstler*innen treten in fünf Locations des Ostens an drei Tagen auf – sowohl in großen Ensembles als auch in Ausstellungen und kleinen Konzerten.
Heute geht es mit dem Intro-Konzert mit Saiten, Stimmen, Schlagwerken, Blasinstrumenten und Electronics im ZiMMT los. Morgen und übermorgen gibt es dann von 14-17 Uhr Klangausstellungen, um 18 Uhr mehrere kleinere Mix&Match-Events – und um 21 Uhr finden dann die großen Abend-Ensemble-Konzerte im ZiMMT statt. Mehr Infos und Reservierungen über die Festival-Page.
Außerdem heute:
Boogie On Down – Backstein Bäckerei, 16-22 Uhr – Open Air mit Soul, Funk, Disco mit Xubii, Calpas, Flip
Neue Vibe Shift – Neue Welt, 23 Uhr – House und Electronics mit Mix Mup / Kassem Mosse, Sithara, Sinh Tai
June Rumble – Kulturlounge, 22 Uhr – House und Disco mit Lena Bart, F.D.M. b2b Traxx Jr., Pajari
BPM Attack – Institut fuer Zukunft, 23:59 Uhr – Hardtek, Trance, Techno und Punkrock-Kneipe mit Monsoon Traxx, DJ Raverpik, Viscerale, Hkkptr, DJ Siff Lord, Yvngpizza, Lil Hurty, Jpeg.Love
Sanity Launch Party – Elipamanoke, 23 Uhr – Und noch einmal Hardteck, Techno und Trance, hier aber mit Pelin Vedis, Midnxght, Alma Marter, Atalanta, E2nmn, Stevyl, Tinsay, Tosche, Cedric Kuschnick, Richard Pegel
Zeitgenössischer Tanz passt ziemlich gut zu Techno, zu Cyborgs und der Frage nach dem Zustand des eigenen Körpers. Wir berichten über ein Tanzstück, das ihr als Fans experimenteller-elektronischer Musik nicht verpassen solltet.
Subkulturelle Einflüsse
Post-organic Bauplan ist allen, die sich für zeitgenössischen Tanz und Performance in Leipzig interessieren, ein Begriff. Seit drei Jahren wird Autotomie, eine Trilogie, in verschiedenen Akten in Leipzig, Berlin und Hildesheim erprobt, getanzt, aufgeführt und weiterentwickelt.
Die Macher:innen Josefina Maro (Choreografin und Performanceartist) und Salvador Marino (Evolutionsbiologe und Multimediakünstler) aus Argentinien forschen und leben seit 2017 in Leipzig und gestalten seitdem das kulturelle Leben der Stadt mit.
Und nicht nur im Publikum und den Fans des Tanzkollektivs gibt es Überschneidungen mit der Subkultur- und Technoszene Leipzigs – eine der Performer:innen der diesjährigen Ausgabe der Trilogie ist Tänzer:in und Aktivist:in Elle Fierce. Elle haben wir euch bereits im Rahmen des Balance / Club Culture Festivals vorgestellt. Die Musik zur Performance wird technoid-elektronisch-experimentell und stammt von Bungalovv.
Roboter, Erfahrung, Entkörperung – und moderner Tanz
Inhaltlich lässt sich das Stück mit dieser Logline wohl am besten beschreiben: Im Zusammenspiel von analogen, robotischen und digitalen Elementen bauen Performer:innen mit Hologrammen und Roboterprothesen eine identische Körperlichkeit auf der Bühne auf.
Und: „Through the experimentation with robotic prostheses we want to embody a Post-organic Bauplan that could enable us to escape from a system that tries to homogenize us.“
Inspiration und Perspektive
Die Performance ist von biologischen Phänomen (wie auch der Kollektivname vermuten lässt) inspiriert, genauer davon, dass einige parasitäre Pflanzen ein chimärisches Gewebe erzeugen können, in dem die Körper des Gastgebers und des Parasiten nicht mehr zu unterscheiden sind. Autotomie beschreibt eine Verteidigungsstrategie, die als charakteristisches Verhalten bestimmter Tiere darin besteht, sich freiwillig von Teilen des eigenen Körpers zu trennen, um zu überleben.
Die Trilogie basiert auf der Erschaffung fiktiver Landschaften und Erzählungen, die Elemente von Science-Fiction, Posthumanismus, Biowissenschaften, Tanz und Robotik miteinander verbinden.
Premiere am 24. Juni 2022
Das Kollektiv Post-organic Bauplan arbeitet aus einer posthumanistischen Perspektive, die auf der Entwicklung von nicht-organischen Geräten und Performances basiert, um eben jenes zu überschreiten, was unsere Körperwahrnehmung bestimmt. Das Duo will die Vorstellung von „dem Körper“ – als natürlich gegeben und unveränderlich – entkörpern.
Vom 24. Juni bis 26. Juni habt ihr die Chance den dritten Teil der Autotomie-Trilogie zu sehen und in eine Welt des Post-Organischen einzutauchen. Karten gibt es online beim Lofft Theater.
AUTOTOMIE: DIE ZEIT DER CHIMÄRE ist eine Produktion von Post-organic Bauplan in Koproduktion mit LOFFT – DAS THEATER.
Gefördert durch die Stadt Leipzig – Kulturamt und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ – STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.
KONZEPT+LEITUNG Post-organic Bauplan: Josefina Maro, Salvador Marino CHOREOGRAFIE Josefina Maro DESIGN+PROTHESENENTWICKLUNG Salvador Marino KOSTÜM Chiara Fairfax PERFORMER*INNEN Elle Fierce, Klara Lopez, Mar Ballarín MUSIK Bungalovv AVATARDESIGN Hardmetacore Alessandra Vuillermin 3D-ENVIRONMENT+ANIMATION studio_nyx:Roman Steinmetz, Mark Kratz TECHNISCHE UNTERSTÜTZUNG Emma Chapuy PROGRAMMBERATUNG Frank Büchel PARTNER Wisp Kollektiv e.V. FOTOS Thomas Puschmann.
Am KW 23-Samstag gibt es ein musikalisch sehr diverses Soli-Open Air – und nachts viel Techno in den Clubs.
Partyname:
UM LAUT – Soli-UA
Zeit:
11.06.2022, 12:00 Uhr
Location:
Arena Panometer
Acts:
Nina Eba, Wow!signal, Gael, Ponura, Nasty Vogan
Großes Soli-Open Air für Organisationen, die in der Ukraine humanitären Support leisten – alle Erlöse gehen an sie, vom Drink bis zum Ticket. Auch musikalisch ist es super spannend, denn alle Artists kommen aus der Ukraine und spiegeln die musikalische Diversität der dortigen Szenen wider – an diesem 11. Juni erwarten euch Sets mit UK Bass, Electronica, IDM, Rave, Techno und Dub. Weitere Infos zu den Tickets gibt es auf dem UM LAUT-Telegram-Kanal.
Außerdem heute:
Klubsaisonabschluss – Mjut, 23 Uhr – Das Mjut geht indoor in den Sommer-Modus, heißt: Es wird über die Sommermonate viele Garden-Events geben und einmal monatlich einen großen Indoor-/Outdoor-Rave. Heute mit dabei: Tinkah, Sha Ru, Amadeezy, MSKI, Spicy dk, Mjut Residents
Connwax – Institut fuer Zukunft, 23:59 Uhr – Techno mit Barbara Hofmann, HKS97, Illousion, Lady Starlight, Lea Occhi, Low Velocity Soundsystem, Qiu
Nebula presents Pre:szure – Elipamanoke, 23:59 Uhr – Techno mit Alena Orehova, Ayumi, B.trayd, Genelelle, Lino Problemo, Murky fm, Namlitt, Nicotïn, Splinter – checkt auch die neue Nebula-EP
Saturday Rave – 23:30 Uhr, Distillery – House und Techno mit DJ Hell, Chris Manura, Mauro Caracho, Elli Acula, Justamicrodose, Ninette
Das Wochenende startet mit einem interessanten Theater-Konzert – danach gibt es musikalisch die volle Bandbreite.
Partyname:
Embrace Embrace – Lofft in Concert
Zeit:
10.06.2022, 20:00 Uhr
Location:
Lofft Theater
Acts:
Léon The Singer
Musik im Theater? Immer nice irgendwie. Mit „Embrace Embrace“ etabliert das Lofft-Theater auf der Baumwollspinnerei gerade eine spannende Konzertreihe, bei der Ästhetiken abseits des Mainstreams eine Bühne bekommen sollen. An diesem zweiten Abend kommt Léon The Singer mit seinem zeitgenössischen Wave-Pop-Entwurf und seiner Suche nach Identität und Self-Empowerment – sehr spannend. Vor kurzem erschien das neue Album:
Außerdem heute:
Outsiders – Neue Welt, 22 Uhr – Italo Cosmic und Obscure Disco mit PC Control und Bertone Pininfarina
Popular Problems – Mjut, 23:55 Uhr – Breaks, Electro, Detroit mit Poly Chain, Olivia, Galaxaura, DJ Unisex
Made2Fade – Elipamanoke, 23:55 Uhr – Rave, House und Techno ohne vorheriges Line-up-Announcement
Tobassgo – Distillery, 22:30 Uhr – Drum & Bass mit Kolt Siewerts, Moulder, Remote Control, Judokay, Nukem, MC Rob.K, Nano, Bootleg, Trone, No Mercy
Ok, es ist soweit: Die Stadt Leipzig hat elf Flächen definiert, die legal mit Open Airs bespielt werden können. Welche das sind und was zu beachten ist, erfahrt ihr hier.
Die LVZ hatte es vor einigen Wochen schon vorab geleakt, gestern brachte es dann SoundOfLeipzig als erster Club-Kanal in unsere Feeds: Ab sofort können in Leipzig zwischen Anfang März und Ende Oktober auf ausgewählten Parkflächen nicht-kommerzielle Open Air-Veranstaltungen angemeldet werden. Dafür wurde unter der URL www.leipzig.de/open-airs eigens ein Online-Portal geöffnet, inklusive vieler FAQs und eines Anmeldetools. Welche Flächen dürfen bespielt werden?
Je nach Fläche können Open Airs mit maximal 250, 500 oder 2.000 Besucher:innen angemeldet werden. Je nach Ort gibt es noch weitere Einschränkungen: So sind bei den meisten Flächen pro Jahr maximal fünf Open Airs pro Jahr möglich, bei einigen sogar noch weniger. Die zentrale legale Fläche wird der Wilhelm-Külz-Park. Dort sind pro Jahr zehn Events möglich. Insgesamt klingt das eher wenig, zumal in den Sommermonaten oftmals nur ein Open Air pro Monat sein darf. Aber immerhin werden so 56 Open Airs im Jahr legal möglich sein.
Das Konzept basiert auf dem Konsens einer Zusammenarbeit zwischen der Leipziger Stadtverwaltung sowie dem vak Leipzig, der Global Space Odyssey sowie dem LiveKombinat Leipzig. Auch Nils Fischer, Leipzigs Fachbeauftragter für Nachtkultur – #NotTheNachbürgermeister – war in dem Prozess mit eingebunden.
Der Aufwand scheint nicht gerade klein gewesen zu sein, denn für jede Fläche gibt es nun einen Steckbrief mit exakten Hinweisen und Vorgaben zur Nutzung – in der Liste oben sind sie jeweils verlinkt. Im Vorfeld wurden aufwendige Schallimmissionstests durchgeführt: „Dank der Schallimmissionsprognosen erhalten die Veranstaltenden nun erstmals klare Parameter seitens der Stadt, wie ihre Verstärkeranlagen auszurichten und einzupegeln sind, um die gesetzlichen Grenzwerte zum Schutz der Umwelt einzuhalten und Rücksicht auf die Anwohnerschaft zu nehmen“, erklärt Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal in der offiziellen Pressemitteilung.
Wer ein Open Air auf einer der legalen Flächen veranstalten möchte, sollte mindestens zehn Werktage Bearbeitungszeit einplanen. Für alle weiteren Fragen schaut bitte in die FAQs.
Yes, es ist ein guter Anfang für all die Open Air-Kollektive von Leipzig. Aber es wird sicherlich nicht das Ende der nicht angemeldeten Events sein.
Der Termin steht, das erste Mixtape ist da – und wir sind wieder als Medienpartner dabei. Hier kommen die ersten Informationen zum diesjährigen TransCentury Update-Festival.
Es ist nur zu hoffen, dass es dieses Jahr im Herbst klappt. Letztes Jahr musste die fünfte Ausgabe des TransCentury Update wenige Tage vor Start abgesagt werden. Die Corona-Auflagen machten ein Indoor-Festival quasi unmöglich. Eine bittere Enttäuschung, nach dem das Festival bereits 2020 abgesagt werden musste.
Vom 10. bis 13. November 2022 folgt nun ein neuer Versuch – und der klingt viel versprechend. Unter dem Motto „back to listening“ hatte das Festival Ende Mai statt erster Namen des Line-ups ein Mixtape mit Tracks der eingeladenen Musiker:innen veröffentlicht. Sehr smart, denn gerade in der Unwissenheit und Überraschung passieren die besten Entdeckungen. Aus der dreiviertel Stunde lässt sich bereits erahnen, was musikalisch im November im UT Connewitz, Conne Island, Tanzcafé Ilses Erika sowie der Galerie KUB und im Schnellbuffet Süd passieren wird.
Und zwar Ausflüge in Indie, Kraut, Rock und Electronica.
Insgesamt werden rund 20 Acts an drei Abenden auftreten. Heute wurden die ersten Namen dann doch gedroppt:
13 Year Cicada // Amyl and the Sniffers // Caroline // The Comet Is Coming // Crack Cloud // Ezra Furman // Flore Laurentienne // Horse Lords // Kit Sebastian // Omni Selassi // Trees Speak
Am Pfingstsonntag laden der Vacanza e. V. und das Rave For Peace-Team zu einem Soli-Rave für die Ukraine ein. Die Spendeneinnahmen gehen an die an den HHU e. V. Leipzig, eine Leipziger Organisation, die sich für Geflüchtete aus Ukraine einsetzt.
Also Dancen und Spenden!
Außerdem heute:
Teleskopradius – UT Connewitz, 19:30 Uhr – Elektronische-Klang- und Video-Forschungen mit Jan Jelinek und dem Atelier Polza
24-Stunden-Rave in der Tille und noch drei weitere Tipps haben wir für den KW 22-Samstag.
Partyname:
24 h Wohnzimmer
Zeit:
04.06.2022, 23:00 Uhr
Location:
Distillery
Acts:
Robag Wruhme, Santiago Garcia, Elisa Elisa, Llewellyn, Preller, Hannie Phi, Mike van Goetze, Swizzy, I:W, Andfriends, Submod, Have.One, Setaoc Mass, Stigmatique, V:Sonntag, Atalanta, Rottnmeier, Tarik Weiss
In der Distillery geht es an diesem Wochenende mal wieder etwas länger – inklusive eines Wiedersehens mit Robag Wruhme und Llewellyn. Oben also langes House-Schwofen, unten straighter Techno, u.a. mit Setaoc Mass aus Manchester.
Außerdem heute:
vak.Solisampler Vol. 3 Open Air – Richard-Wagner-Hain, 15 – 23 Uhr – House und Techno zum Soli-Compilation-Release
Fäncy – Institut fuer Zukunft, 23:59 Uhr – House und Fun mit Bonbons, Jimi Jules, Napoleon Dynamite, Manamana, Mauro Caracho, Music for Human People, Phoebe, Ttyfal
Glitter+Trauma – Elipamanoke, 22 Uhr – Queer-Party mit Wave, Post-Punk, Techno, EBM, Syntpop mit Mrs. Pinkeyes, Paura Diamante, Timo, Zacker, Philipp Strobel, Electrosexual, Aehm, Lissa
Westhafen Klub – Westhafen, 18 Uhr – House und Techno mit Karotte, The Reason Y, Mathias Ache & Mule, Lydia M, Cafgar
Das lange Pfingstwochenende beginnt mit der Two Play To Play-Premiere, einer tollen Label-Nacht sowie darken und psychedelischen Sounds.
Partyname:
Row Records Labelnight
Zeit:
03.06.2022, 23:00 Uhr
Location:
Mjut
Acts:
Bhed, Kaep, Yushh, Alys, DJ Durbin
Das spannende Berlin-Leipzig-Label Row Records bespielt eine ganze Nacht lang das Mjut – und zwar mit seinem schön fluiden, bassigen, drückenden und breakigen Beyond-Sound. Fünf Label-Residents sind dabei – einzeln und b2b.
Außerdem heute:
Two Play To Play – Gewandhaus, 20 Uhr – Uraufführung des gemeinsamen Werks von Pantha du Prince und den Schlagwerkern des Gewandhauses
Neue Weltordnung – Neue Welt, 22 Uhr – Dark Electronic, Acid, House mit Mick Wills, Blackmoon 77 und Sneaker (CANCELLED)
Trancegedance meets Gaggalacka – Elipamanoke, 23 Uhr – Pys-Trance, Rave, Techno und Glitch mit Superjuice, Psidelicat, Goagraf feat. Linda Trillhase, Nimuri, Voxel.blue, Kopfkasperle, Acid Goldee aka Lars Goldammer, Miauhx, Jack Delik, MO
Fünf neue Leipzig-Releases aus dem fünften Monat des Jahres. Hier sind unsere Musik-Reviews aus dem Mai 2022.
Various Artists „Between Crises“ (Nebula)
Auch dieses Mal ist der Start wieder dark. Nebula hatte Anfang Mai seinen ersten Release des Jahres herausgebracht – eine kompakte Compilation mit vier Tracks. Und die bewegen sich nebula-typisch im dunklen Techno. Sehr sphärisch taucht Namlitt in die Tiefen der Ostsee ab, Kontinum schraubt sich dann sehr viel direkter und bohrender an die Oberfläche zurück. Und Murkey fm spannt den Bogen noch einmal weiter – einmal mit einem eher dubbigen und dann einem sehr schroffen Track. Eine solide Techno-Werkschau.
Mein Hit: „Worlds Apart“. Why: Weil Murkey fm hier sehr straight und deep zugleich daran erinnert, wie classic und gut Dub Techno bleiben wird.
Various Artists „QC Passed 3“ (QC Records)
Mehr Bock auf House? Dann sollte die neue QC Records-Platte ausgepackt werden. Laut des Covers ergab die akustische Kontrolle eine „außerordentliche Qualität und Klang“. Es ist die erste EP seit fast zwei Jahren. Klar, dass da auch die beiden Betreiber Carmel und Qnete wieder mal ein Lebenszeichen auf dem Home Imprint aussenden. Und die sind so lässig, verspielt und sommerlich leicht, dass sie sofort auf ein Open Air in einem kleinen Garten gespielt werden sollten. Karo steuert einen ebenso laid-back-Track bei. Die Überraschung der EP ist dann M. Ruffings „Fischtreppe“: ein super toller, kristallin klingender und doch hoch melodischer Uptempo-Breaks-Track.
Mein Hit: „Fischtreppe“. Why: Weil er den QC-Sound so unprätentiös erweitert und auch die Breaks-Heads mit zur Party einlädt.
Various Artists „VAK03“ (vak.leipzig)
Anfang Mai meldete sich auch das vak Kollektiv mit einem groß besetzten Soli-Sampler zurück. Es ist der Dritte mittlerweile und sammelt dieses Mal Geld für Hilfsorganisationen, die sich für Geflüchtete aus der Ukraine sowie für die Seenotrettung einsetzen. Insgesamt 20 Tracks hat das Kollektiv für „VAK03“ gebündelt – anfangs gibt es Techno und House in all seinen Facetten, soft und hart, von bekannten Namen und Newcomer:innen. In der Mitte folgt dann ein sehr spannender Part mit breakerigen und experimentelleren Tracks. Zum Schluss dimmt sich alles dann etwas runter – mit Downbeat, Electronica und einem sphärischen Vocal-Stück. Also „vak03“ bietet genau die große Bandbreite, die Soli-Compilations brauchen, um möglichst viele Menschen abzuholen. Und das sehr gut kuratiert.
Mein Hit: „Mariä HimmelFart“. Why: Weil DJ Badshape einfach immer sehr erfrischend zwischen verschiedenen Genres hin und her springt.
Philipp Rumsch „µ: of transfiguration x resonance“ (self-released)
Letzte Woche erschien dann noch die Rework-EP zu Philipp Rumschs 2020 veröffentlichten Albums „µ: of anxiety x discernment“, das „ebenso eingängige Songs wie auch improvisierte oder komplex durchkomponierte Tracks“ vereinte. Für die Neu-Interpretationen hat Rumsch Jana Irmert, Moritz Fasbender, Toechter und Shramm ausgewählt. Letzterer ist Teil von Apparat und Bodi Bill und hat „A5“ dezent auf den Club-Dancefloor geschoben. Sehr soft und elegant schwebt er da über Vocal- und Instrument-Samples des Originals. Hier kommt der Pop-Appeal des Ensembles am deutlichsten hervor. Die anderen drei Acts bewegen sich dagegen in eher oszillierenden Ambient- und Kammermusik-Sphären. So sind nochmals sehr eigenständige Tracks entstanden, die auch losgelöst von ihren Originalen faszinieren.
Mein Hit: „For Iris“. Why: Weil Toechter super reduziert und doch irgendwie orchestral und auf gute Weise sperrig unterwegs sind.
Neonlight „Vanity Fair“ (Blackout Music)
Und zum Schluss noch etwas ganz anderes: Neurofunk und Drum & Bass mit Album-Story-Qualitäten. Neonlight haben ebenfalls letzte Woche ihr zweites Album „Vanity Fair“ herausgebracht. Ganz unbefangen bin ich hier nicht, da ich die beiden für die exklusive Deluxe-Version des Albums interviewt habe. Aber eine versierte Einschätzung sollte von mir hier auch nicht erwartet werden – ich bin kein D&B-Head. Aber nur soviel: „Vanity Fair“ ist wieder ein Konzeptalbum mit eigener Story von einer fernen Welt, in der es aber einige Ähnlichkeiten zu unserer Welt gibt. Musikalisch sind ein paar Einflüsse mehr dazugekommen. Rock und Techno, Downbeat und Cosmic Disco, Rave und Jazz – dazu große Big Room-Hymnen. Wie immer mit einem großen Fokus auf Sound-Design und unzählige Details. In seiner Vielseitigkeit aber auf jeden Fall ein Sprung.
Mein Hit: „Tragedian“. Why: Weil hier mit Kraut- und Psychedelic-Rock–Elementen noch einmal ein ganz anderer Neonlight-Sound zum Vorschein kommt.
Die Waldbrand-Crew bespielt zwei Trakts des IfZ – mit dabei treibender Techno von Tigerhead und Alva sowie pulsierender Cosmic-House mit Pau Pau.
Außerdem heute:
Saturday Rave – Distillery, 23:30 Uhr – House und Techno mit Frankey & Sandrino, Innere Türen, Lars-Christian Müller, Vincent Neumann, Pius, Bigalke
Klub – Westhafen, 18 Uhr – House, Disco und Techno mit Terr, Johannes Albert, Sara Miller, Sinamin, Carlo Bonanza, Sledge
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