KW 21 – Freitag

Drei Tipps für diesen KW 21-Freitag haben wir für euch.

Partyname: Futuro Grande
Zeit:27.05.2022, 22:00 Uhr
Location:Mjut
Acts:Alto Bloom, Coco Cobra, Stella Zekri, DJ Detox, Niklas Wandt b2b Simas Slabačiauskas, Cyan85

Die Futuro Grande-Reihe geht in die nächste Runde. Und mit ihr ein guter Mix aus verschiedenen Sounds und Artists – von Ambient, Bass und Disco bis zu Electro, Rave und Trance.


Außerdem heute:

Olympia Live Show – Westhafen, 21 Uhr – Live-Show von The Micronaut zum aktuellen „Olympia“-Album, Support von Midas 104 und Oliver Goldt

20 Jahre Audite – Distillery, 22 Uhr – Jubiläums-Rave für Drum & Bass-Local-Hero Audite, mit dabei Aloo, Draw, Hidden Sickness

KW 21 – Mittwoch

Morgen ist Feiertag – also gibt es heute einige gute Ausgehtipps. Mit Newcomer:innen und Top Stars.

Partyname: Halftime Proberaum Mentoring
Zeit:25.05.2022, 18:00 Uhr
Location:Conne Island
Acts:Lecat & Kali Avaaz, n:oem & Lax303, DJ Team Crybabies

Die DJ-Proberaum-Sessions im Island sind wichtige Orte für den DJ-Nachwuchs geworden. Seit knapp einem Jahr gibt es dort auch ein FLINTA Mentoring – über 40 B2B-Mentorings gab es bereits. Ein paar der spannendsten Rising Stars spielen heute bei der Halftime – auch B2B mit einigen Local Heroes.


Außerdem heute:

Clubnacht – Institut fuer Zukunft, 23:59 Uhr – Techno und House mit Rødhåd, Fr.Jpla, Ogazón, Subkutan, Big Honey b2b Sinh Tai

All Night Long – Distillery, 23:59 Uhr – Techno mit Chris Liebing

Feedback – Mjut, 22 Uhr – Various Styles mit DJ-Verzeichnis, n9oc, J Sky, DJ Karawai, 3diz

Superpamanoke – Elipamanoke, 23:59 Uhr – Electronica, House und Techno mit JakoJako, Lucinee, e.v.a., Luzi, Murky fm, N3MO, Red Harmony, Tertawa

KW 20 – Samstag

Alte Bekannte, neue Reihe – hier sind nochmals fünf Tipps für den KW 20-Samstags. Enjoy!

Partyname: Hotshot
Zeit:21.05.2022, 23:59 Uhr
Location:Institut fuer Zukunft
Acts:Bunny Tsukino, Lolsnake, Souci, Leeza, Goldie, Galleur b2b Evin, Hannie Phi, DJ Hot Bitch, Micina

Im IfZ startet eine neue Reihe, die sich den „hottest-up-and-coming“ Artists widmen möchte. Fünf Leipziger DJs und Musiker:innen übernehmen das Booking und haben zum Start eine musikalisch sehr diverse Nacht zwischen treibenden Techno, soften Downbeats, Breaks und House kuratiert.


Außerdem heute:

Italo Fundamentalo pres. Are You Loving – Noch Besser Leben, 21 Uhr – Itali Disco mit I. Marcello, Chaos Katy, Rascheljacke, Möbelnder Pop, Ann Withoutane

My Groove Is House – Frühauf, 22 Uhr – Classic House mit Jamie 3:26, F.D.M., Traxx Jr. Dardara

Saturday Rave – Distillery, 23:30 Uhr – House und Techno mit Dominik Marz, Mauro Caracho, Napoleon Dynamite, Fadi Mohem, Houdafk, Daniel Sailer

Allesamt im Wunderland – Elipamanoke, 22 Uhr – Soli-Rave für „Leipzig Helps Ukraine“ mit Lace Bobbin, Haenselundgretel, Shanti Tanti, Kosmos & Wanda, Moritz Itzaya, Ayumi, Saujoks, Leolauch, Grnd, Tek Wanna Do, Akribisch Rapid

KW 20 – Freitag

Fünf Tipps haben wir für den KW 20-Freitag. Mit einem sehr spannenden Highlight im Mjut.

Partyname: Minerals
Zeit:20.05.2022, 18:30 Uhr
Location:Mjut
Acts:Mad Miran, Perila b2b Special Guest DJ, Whrikk, Solaris, Egregore b2b Translucid, Vox Supreme, Birthcore, T:Contrb, Maury111, Ariel My Friend + Agata Patyczek, Renzo Torrecuso, Lara Puhlmann, Bonnie O’Malley

Die Minerals-Reihe ist back. Und es erwartet uns ein voller Abend und eine lange Nacht. Los geht es draußen im wiederöffnten Mjut-Garten mit Vorträgen von vier Wissenschaftler:innen des Max-Planck-Instituts. Sie sprechen unter anderem über Body Illusions, Mentale Resilienz und bildliche Darstellungen von Musik.

Anschließend gibt es zwei Live-Sets zwischen Synht- und Ambient-Pop von Ariel My Friend und Maury 111. Danach geht es nach drinnen zum Rave. Mit dabei ist auch Mad Miran von der Clone-Crew.


Außerdem heute:

Rat.In.The.Lab – Elipamanoke, 23:59 Uhr – „Gossentechno“ mit Caniche, Feinraus, Genelelle, NurEinerVonVielen, NVLS, Sistr, Splinter, Substencia, Tualma, Vidsutnist

Dinner – Neue Welt, 22 Uhr – House, Electro und Breaks mit Maruwa, Marie Montexier, ttyfal

Friday I’m In Love – Distillery, 1 Uhr – Techno und Drum & Bass mit Sailent Seihmen, WSX, Rottnmeier, SBZ, Enrage, No Mercy

Boogie On Down – Backstein Bäckerei, 16 Uhr – Soul, Funk, HipHop und House mit Cid Hohner, Xubii, Flip, JJ Kramer

New Labels On The Block – Visible Dinner For Invisible People

Es sind in den letzten Jahren viele neue Musik-Labels in Leipzig entstanden. Mit „New Labels On The Block“ wollen wir sie vorstellen und die Betreiber:innen zu Wort kommen lassen. Los geht es mit Visible Dinner For Invisible People.

Ehrlich gesagt, dachte ich, dass die Zeit der kleinen Labels in Leipzig vorbei sei. Vinylpressen ist super nervig geworden, Spotify & Co ziehen die Aufmerksamkeiten in ihre Algorithmenstrudel hinein und überhaupt: Wer braucht eigentlich noch Labels, wenn die Künstler:innen und Musiker:innen ihre eigenen Kanäle bespielen können.

Doch es gibt sie weiterhin, die Labels. Und es gibt auch viele gute Gründe, weshalb Musiker:innen auf ein Label setzen sollten. Leipzig war in dem Bereich immer sehr aktiv, vor allem Ende der Nuller Jahre gab es einen wahren Label-Boom, der dann aber langsam abebbte.

Mittlerweile tut sich wieder was – sicher auch, weil es durch Bandcamp recht leicht ist, auch digital Releases zu veröffentlichen und eigene Vinyl- und Tape-Auflagen auch ohne Vertrieb zu verkaufen. Bei frohfroh gibt es eine Liste an interessanten neuen Labels – mit 15 Einträgen. Einer davon ist Visible Dinner For Invisible People.

Seit Anfang 2021 gibt es das Label, das sich ausschließlich experimentellen Zugängen zu elektronischer Musik widmet und mir mit seinen aufwendig gestalteten, streng limitierten Tape- und Vinyl-Editionen sofort auffiel. Bisher sind sieben Releases erschienen, darunter auch von bekannteren Acts wie dem US-amerikanischen Electronica-Musiker Dntel. Insgesamt arbeitet Visible Dinner For Invisible People mit einem internationalen Netzwerk an Musiker:innen, die auch in verschiedenen anderen Kunst-Sphären aktiv sind.

Betrieben wird das Label von Thomas Bachner – mit ihm hatte ich einen schon einiger Zeit einen kurzen E-Mail-Chat:

Hey Thomas, wie kam die Idee zu Visible Dinner als Label?

Nun, vor den Corona-Einschränkungen habe ich ein paar Konzerte unter diesem Namen veranstaltet, weshalb ich ihn für eine konzertfreie Fortführung in Labelform sehr passend fand. Wie auch die tägliche Nahrung, empfinde ich Musik und das Hören im Allgemeinen als existenziell sowie als Genussmittel, ähnlich wie Schokolade. Der Name ist eher eine Übersetzung, mit welcher das Ohr dem Mund gleich zieht und als zuverwöhnendes Organ wahrgenommen werden soll. Natürlich hat der Bezug auf die coronabedingte Unsichtbarkeit der Bedeutung zugetragen, Musik „sichtbar“ zu machen.

Was reizt dich musikalisch und künstlerisch bei der Auswahl der Artists und Tracks?

Das ist von Release zu Release sehr unterschiedlich. Noémi hatte ich z. B. schon längere Zeit zuvor im Blick und verfolgte ihre Veröffentlichungen und Projekte. Irgendwann musste ich sie einladen und sie entschied, ihre Aufzeichnungen aus Stockholm in Form eines Albums zu veröffentlichen. Jimmy Tamborello aka Dntel habe ich mal ein Demo für „Dying Songs“ zugeschickt, woraus sich ein schöner Austausch ergab. Die Sendung auf Dublab ist nebenher gesagt ein echtes „Muss“. Seine Veröffentlichung ist eine explizite Arbeit für Visible Dinner, welche seine damalige Stimmung abbildet. Fast alles ist aus einer Improvisation entstanden.

Tintin Patrone überwältigte mich bei einem Konzertbesuch. Ihr Umgang mit der Posaune war eine Sprache für sich und bis dahin für mich ungehört und einzigartig. Ihr Release ist eine aufgezeichnete Improvisation, welche sie für Visible Dinner aufnahm.

Der erste Sampler ist eine Konzeptarbeit. Als Vorlage diente die Skulpturenarbeit von Leonard Korbus, die eine Sinuswelle zum Ausgang hatte. Alle Künstler:innen übersetzten diese in Ton und somit füllte sich dieses sehr diverse Release.

„Im Ganzen würde ich sagen, dass es eine gewisse Stimmungsnote gibt, welche mich anspricht und welche sicher auch im Verlauf des Hörens erkennbar wird, I don’t know ;)“

Es gibt zu jedem Release tolle Artworks – connectest du die Künstler:innen und Musiker:innen für einen interdisziplinären Prozess oder entsteht beides unabhängig voneinander?

Die Hüllen habe ich extra für Visible Dinner im Kassetenformat anfertigen lassen, weshalb diese fast Alleinstellungsmerkmal sind. Die Artworks entstehen zum Teil aus Bildern, welche ich von den Künstler:innen bekomme. Bei Noémi waren es z. B. Fotos aus Stockholm. Es ist sicher keine Neuheit, dass ein Release ein Zusammenspiel aus Cover, Packung und Klang ist – zumindest in den meisten und in diesen Fällen. Die Umsetzung und Gestaltung kann ich nur schwerlich aus der Hand geben, da ich es liebe die Cover zu gestalten. Dies ist also meine Aufgabe.

Was ist dein Background – bist du selbst Musiker bzw. wie bist du in der Leipziger und internationalen Szene vernetzt?

Ich bezeichne mich selbst als nicht professionellen Musiker. Ich mache an manchen Tagen nichts anderes als Kabel stecken, Synths spielen und die Klarinette anblasen, sehe aber darin keine klassische Profession. Ich habe viel Freude und verfalle schnell den selbstgeschaffenen Tiefen. Als Munzard habe ich schon einiges veröffentlicht – auch bei Visible Dinner und auf anderen Labels.

Was ist weiter geplant – auch Label-Live-Events?

Sicher, ja, die gab es vor Corona und soll es auch wieder geben. Ich kann noch nicht sagen, wie dies in Zukunft aussehen wird. Es gibt Ideen und Entwürfe, jedoch ist nichts fix. Eigentlich sollte es zu jeder Kassette eine Minitour geben, das ist immer noch eine kleine Wunschvorstellung an der ich festhalte. Eines kann ich jedoch gewiss sagen. Die nächsten Releases sind schon aufgenommen und ich freue mich darauf.


Visible Dinner For Invisible People – der Back-Katalog:

KW 19 – Samstag

Der Tag 3 vom Trip-Festival geht länger und wird noch diverser – alternativ gibt es auch Techno und House.

Partyname: Trip-Festival – Day III
Zeit:14.05.2022, 17:00 Uhr
Location:Conne Island
Acts:Catnapp, Waqwaq Kingdom, Taxi Kebab, Don’t DJ, Love-Songs, Carlotta Jacobi, Gwenifer Raymond, Diraque, Valeska

Und hier das große Finale des diesjährigen Trip-Festivals: Am Nachmittag geht es im Island-Garten los, ab 21 Uhr verlagert sich das Geschehen dann nach drinnen. Dort schlagen Taxi Kebab, Catnapp und Waqwaq Kingdom Brücken zwischen verschiedenen Genres und Subkulturen. Später wird es dann technoider mit Carlotta Jacobi.

Wer noch mehr zum Trip-Festival erfahren möchte, schaut gern hierhin – dort gibt es ein Interview mit einem der Veranstalter:innen.


Außerdem heute:

Aequalis x Nebula x PVC – Institut fuer Zukunft, 23:59 Uhr – Techno mit Tinsaye b2b Vanta, Namlitt b2b Murky FM, Kontinum b2b Mehdå, Eulogy b2b Kiara, N.akin, Treuhand b2b Shrœderin, Joy b2b Nvls, Chacha b2b Iza, MѦRї b2b Morrek, Ayumi, Juke Dordan

Saturday Rave – Distillery, 23:30 Uhr – House mit Gerd Janson, Qnete, Dyscotheque, Daniel Stefanik, Ninette, 0 Dimensional

Made 2 Fade – Elipamanoke, 23:59 Uhr – Rave, Electro, Techno mit xxx (Line-up ist eine Überraschung)

Westhafen Klub – Westhafen, 18 Uhr – Tech House mit Schlepp Geist, Rob/nson, Sinah, Norman Hentschel

KW 19 – Freitag

Das Trip-Festival geht am Abend weiter – für die Nacht haben wir dann noch vier weitere Tipps.

Partyname: Trip-Festival – Day II
Zeit:13.05.2022, 20:00 Uhr
Location:UT Connewitz
Acts:Zanias, Ider, Shari Vari, Shikoba

Am zweiten Tag des Trip-Festivals geht es ins UT Connewitz. Zanias ist dort als Headlinerin mit ihrem unterkühlt-harschen Wave-Electro-Pop dabei. Letztes Jahr erschien ihr neues Album „Unearthed“. Vorher werden Ider und Shari Vari aber mit deutlich softeren Indie-Electronic-Pop den Abend einläuten.

Wer noch mehr zum Trip-Festival erfahren möchte, schaut gern hierhin – dort gibt es ein Interview mit einem der Veranstalter:innen.


Außerdem heute:

Veiculo Longo – Neue Welt, 23 Uhr – House mit Monty Luke und Sevensol

Discoteca Cosmica – Mjut, 23:55 Uhr – Wave, Synthpop, Italo Disco, House und mehr mit Benito Bonito, Carmen, Carlo Karacho, Alexander Arpeggio, Herr Dobler, Cara Carpaccio, Rena Volvo, Die Made & Das Dirn, Miriamore, Balearic, Lazar Gun

Sensory – Elipamanoke, 23:55 Uhr – Techno mit Phase Fatale, Liziuz, Hang Aoki, Templeton, Lars Goldammer & Kimya, Kalitos, Scherbert & Naitwa aka Liquid

Music Of Color – Distillery, 23 Uhr – House, Soul, Disco, HipHop mit Ra-Min, Vanaenae, Xubii & Carool, Sinh Tai & Big Honey, Colluvisol, Somali Vendetta, Kansi & Mainádes

KW 19 – Donnerstag

Das fünfte Trip-Festival startet – mit großem Besuch aus Peru.

Partyname: Trip-Festival – Day I
Zeit:12.05.2022, 20:00 Uhr
Location:Institut fuer Zukunft
Acts:Dengue Dengue Dengue, Jacqueline Boom Boom

Endlich ist es wieder soweit: Das Trip-Festival geht in die fünfte Runde – erstmals an drei Tagen und in drei Locations. frohfroh präsentiert die 2022er Ausgabe: Heute gibt es gleich das erste Highlight: Dengue Dengue Dengue aus Peru forschen seit mehreren Jahren sehr spannend mit südamerikanischen und elektronischen Sounds und Rhythmen. Ihr letztes Album „Fiebre“ lief hier auf repeat. Davor spielt Jacqueline Boom Boom viele Songs des aktuellen Albums „Ride Dat Suckah“.

Wer noch mehr zum Trip-Festival erfahren möchte, schaut gern hierhin – dort gibt es ein Interview mit einem der Veranstalter:innen.

KW 18 – Samstag

Vier Dates zur Auswahl`? Hier sind die Tipps für den Samstag.

Partyname: Zeitraum x Mjut
Zeit:07.05.2022, 22:00 Uhr
Location:Mjut
Acts:Max Maruo, Ponga Mi$$i, Thalo Santana, S.presso, Jewelry, Mbius, DJ Uludag, Niclic, Cryptofauna

Elf Stunden – ein guter Zeitraum für sehr verschiedene Sounds. Zum Beispiel mit Acts zwischen Indie und House, Techno und Pop, Trance und Breaks. Das Line-up verspricht genau das.


Außerdem heute:

Drive x Young Shields – Institut fuer Zukunft, 23:59 Uhr – House und Techno mit Neele, Lux, Mor Elian, Anna Malysz & Bawi, Enelram, Rijkaard, Bobbie*, FAQ

Saturday Rave – Distillery, 23:30 Uhr – House und Techno mit Bryan Kessler, Filburt, Nøbrak, Andreas Eckhardt, Stigmatique, Rottnmeier

No No No! / For Bouys and Gerhls and Criminal Queers – Elipamanoke, 23 Uhr – Electro-Pop, Indietronics, House und Techno mit Snax, Claire, Shit Stirrer, Zacker, Novir Gin, Black Nakhur, Frau Zimmer, Salomé, Kaspar Oberon

KW 18 – Freitag

Riotvan feiert heute seine neue Platte und im Eli gibt es eine Soli-Party. Hier die Tipps für den KW 18-Freitag.

Partyname: Riotvan Record Release Party
Zeit:06.05.2022, 23:00 Uhr
Location:Neue Welt
Acts:Sexy Lazer, New Hook, Peter Invasion b2b Panthera Krause

Riotvan hat gerade eine sehr cosmic-trippige neue Platte veröffentlicht – von Sexy Lazer aus Kopenhagen. In unserer New In-Reihe stellen wir sie näher vor. Heute gibt es die Release-Party dazu. Mit einem Wave-House-Pop-Set von New Hook und einem Dream-B2B.


Außerdem heute:

CookedMimikry Kollektiv, 19-22 Uhr – Neue KüFA-Music-Reihe, die jeden ersten Freitag eines Monats stattfindet. Das PVC Kollektiv kocht frischt und lecker mit lokalen Zutaten, dazu legen einige Local Heroes auf. Zum Start sind Hannie Phi, Juke Dordan und ttyfal an den Decks – das Ganze wird auch über Callshop Radio gestreamt. Cornern mit Musik, nice. Besteck und Teller nicht vergessen.

Dance And Donate – Elipamanoke, 23 Uhr – Techno und House + Charity mit Sinamin, Sam Paradise b2b J Nuggetz, Vlad Yaki, Mathias Ache & Mule, Rawley, Oliver Rosemann, STI, Nienein, You & Another, Lars Goldammer

New In – Apr 22

Der April war ein guter Release-Monat in Leipzig. Hier sind sieben hörenswerte EPs, Compilations und Alben – musikalisch so offen, wie lange nicht.

Roberto Auser „Touch Your Fear“ (Lunatic)

Es geht düster los, nicht ganz passend zum Frühlings-Uplift. Aber Lunatic ist zurück. Das Label veröffentlichte kürzlich nach 1,5 Jahren Pause wieder etwas – und gleich ein Album. Roberto Auser aus den Niederlanden nutzt die beiden Seiten für acht ruppig-dunkle Tracks zwischen Classic Electro und Techno. Durch das ganze Album zieht sich eine tief-dystopische Atmosphäre, mit spooky Melodien und runtergepitchten Vocals. „Touch The Fear“ ist also ein sehr ernst gemeinter Titel für dieses dennoch sehr hörenswerte Album.

Für die Die-Hard-Vinyl-Liebhaber:innen gibt es eine Mini-Auflage mit 30 Exemplaren – das ist schon fast wie eine Kunst-Edition.

Mein Hit: „Open Sky“. Why: Weil er in diesem vertonten Nightmare so eine leise Hoffnung ausstrahlt.


Greazus „Phantasia EP“ (Defrostatica)

Für eine ordentliche Konter-Dosis an Euphorie und Happiness sollte die neue Defrostatica-Platte nachgelegt werden. Sie featuret Greazus, ein Duo aus Vancouver, das seit zwei Jahrzehnten an unterschiedlichen Stellen mit elektronischer Musik verbunden ist. Ihre „Phantasia EP“ kumuliert diese Leidenschaft auf höchst energetische Weise. In vier Tracks bündeln Greazus die besten Momente aus UK-Offenheit, Hardcore, Jungle, Electro, Footwork und Rave. Dies entfaltet einen so unbeschwerten Mix aus Old- und Newschool, dass man gar nicht anders, als das Herz zu öffnen.

Mein Hit: „Raverz“. Why: Weil hier so smart UK Hardcore und Footwork verschmelzen.


Sexy Lazer „Mr. Lava Lava“ (Riotvan)

Ebenso unbeschwert, aber slower und trippiger ist das Riotvan-Debüt des Kopenhagener Producers Sexy Lazer. Er lässt sehr präzise, ebenso dicht wie reduziert den Cosmic Disco-Sound aufleben – fast schon esoterisch klingt das. Aber immer auch etwas entrückt und experimentell. Die drei Tracks halten so erstaunlich gut die Balance zwischen Weirdo und Euphoric. Panthera Krause und Axel Boman übertragen zwei Tracks der EP dann noch einmal in andere Sphären – einmal sehr tropical, dann sehr dubby. Sehr runde und interessante EP.

Mein Hit: „Jing Jang“. Why: Weil er so soft beginnt und später sehr kantig wird.


Various Artists „Solidarity“ (Vaya)

Mitte April brachte die Leipziger Crew Vaya eine Soli-Compilation heraus, deren Erlöse an Mission Lifeline und deren Unterstützung für Menschen aus der Ukraine zugute kommen sollen. Fünfzehn Künstler:innen hat Vaya auf die Schnelle zusammenbekommen, wow. Mit dabei viele Bekannte aus Leipzig wie Carlotta Jacobi, Lootbeg, DJ Detox und Lars Goldammer. Darüber hinaus aber auch viele neue Namen. Musikalisch bewegt sich die Compilation weitgehend im House-Bereich – mit sehr unterschiedlichen Nuancen. Nur Mamore stechen mit „Pfeil ins Herz“ und ihrem Wave-Pop heraus. Am Schluss gibt es dann noch zwei deepe Techno-Tracks. No filler!

Mein Hit: „Resistance“. Why: Weil Carlotta Jacobi hier sehr schwebend und pulsierend die Stimmung der Zeit einfängt.


Kepler „RM12016“ (R.A.N.D. Muzik)

Und klar, es gab im letzten April auch eine neue R.A.N.D. Muzik-Platte. Dieses Mal ist Kepler aus Leeds mit vier Tracks dabei. Er taucht tief ein in die Classic-House-Gefilde von Großbritannien. Dezente Rave-Einflüsse, trippige Chord-Flows und trocken-pushende Bassdrums. Alles da, um die Retro-Kids abzuholen – aber eben auch so solide, dass es alles passt.

Mein Hit: „Drifter“. Why: Weil er so dreamy und doch pushend nach vorn drückt.


Meggy x Tilmann Jarmer „Can U Still Dance“ (Old New Records)

Old New Records hatte ich auch schon länger nicht mehr auf dem Schirm. Im April erschienen dort gleich mehrere spezielle Kollaborationen. Zum einen remixten Lutz Hartmann, Tilmann Jarmer und Patrick Föllmer drei Lilabungalow-Songs, was mich nicht so abholte. Jarmers Cover-Version von Fast Eddies 1988 veröffentlichten Klassiker „Can U Still Dance“ – neu eingesungen von Meggy aus Berlin – ist dagegen ganz gut geraten. Wie ein softes Update an die Soul- und House-Sounds von heute. Dazu gibt es noch einen deeperen Remix von Bauarbeiter der Liebe.

Mein Hit: „Can U Still Dance“. Why: Weil Cover irgendwie selten sind im House, oder?


Various Artists „8CHT“ (Institut fuer Zukunft)

Und zum Schluss noch die IfZ-Compilation zum achten Geburtstag. Sie beginnt super dark, hart und hypnotisch mit unterschiedlichen Techno-Facetten und öffnet sich in der zweiten Hälfte für ruhigere und auch avantgardere Sounds. Hier wird es dann auch etwas spannender. Tinkah remixt das FLED-Debüt, das im letzten Dezember erschien, HAL & Perm tänzeln in schwebenden Delsin-Sphären, Irakli pulsiert in einer dunklen Sound-Spirale und Make Boys Cry schließen mit einer Piano-Ambient-Pop-Ballade die Compilation ab.

Übrigens hatten wir neulich eine große Story zum IfZ-Geburtstag.

Mein Hit: „Irakli“. Why: Weil er mit diesem Track perfekt die beiden Welten der Compilation verbindet.