Ekkohaus schafft es mit seinem Debütalbum von Cargo Edition zu Moon Harbour und gibt dem Mutterschiff etwas von der alten Deepness zurück.
Oldschool, Newschool, Konstantinos Tassopoulos alias Ekkohaus wollte dazwischen grätschen, sich der ewigen Diskussionen über Realness und Retro entziehen. Wahrscheinlich bewegt er sich als Producer in einem gewissen Alter genau auf diesem schmalen Grat, bei dem modulare Synthesizer ebenso eine Rolle spielen wie Plug-ins. Bisher war der in Berlin lebende Ekkohaus eng mit dem Moon Harbour-Sublabel Cargo Edition verbunden. Seit 2008 gehört er dort zum Künstlerstamm.
Für „Noschool“ konnte er sich etwas mehr musikalischen Spielraum gönnen, nicht ausschließlich auf den Dancefloor geeicht. Und Ekkohaus nutzt ihn auf angenehm unprätentiöse Weise. Es geht hier nicht um eine Materialschlacht, auch nicht um die große stilistische Erweiterung.
Vielmehr gräbt er sich in die klangliche Tiefe, arbeitet viel mit warmen, analogen Sounds und längeren Vocals. Und er spielt – besonders bei den ruhigeren Stücken – mit der Rhythmik. Manchmal klingt „Noschool“ wie eine Reminiszenz an den „alten“ Deep House der späten Neunziger. Im Prinzip auch an den anfänglichen Moon Harbour-Sound.
Etwas, dass Ekkohaus wohl eigentlich vermeiden wollte. Doch die lang gedehnten Fender-Chords ziehen das Album unwillkürlich in diese Richtung. Allerdings fühlt sich diese Patina heute auch wieder anders an. Nicht so reduziert und klinisch sauber, mit einem milchigen Schleier überzogen. Träumerischer auch.
Einige Längen bleiben zwar nicht aus, aber insgesamt verbreitet „Noschool“ eine erstaunlich entspannte und in sich schlüssige Klangtemperatur. Mit großer Detailtiefe arrangiert. Die zwei Jahre hinter „Noschool“ sind da eindeutig herauszuhören.
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Martin Kohlstedt steht für den intimen, introvertierten, poetischen, reduzierten Moment. Nur mit dem Piano arbeitet er, schreibt stille Songs in stillen Kammern, die durch keine Stimme in irgendeine Richtung gedrängt werden. Die Assoziationsketten sind frei zu knüpfen, obwohl sie für den Komponisten selbst mit konkreten Geschichten verbunden sind. Er lässt sie im Impliziten. Bildungsbürgertum deluxe.
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Doch noch einmal zu Krink. Zeitgleich kamen nämlich zwei Solo-EPs von ihm heraus. „The Time Is Now“ auf dem Berliner Label Opossum Recordings und „Moan“ bei Techsoul Records aus den Niederlanden.