Video, Edit, Fragmente

Den frohfroh-Ticker gibt es seit dem Relaunch ja nicht mehr. Deshalb hier einfach zwischendurch einige Neuigkeiten von Marbert Rocel, Daniel Stefanik und Gimmix.

„Small Hours“, das aktuelle Album von Marbert Rocel liegt nun auch schon über ein Jahr zurück. Das hält die vier aber nicht davon ein neues Video zu produzieren. Für das ruhige „The Temple“. Mitte September kommen dann die Remixe zum Album.

Für September ist auch der dritte Teil von Daniel Stefaniks „In Days Of Old“ auf Kann Records geplant. Vorher hat er aber noch einen sehr schönen Edit des Genfer Producer Ghostape rausgehauen. Zum freien Download.

Und ebenfalls for free: „Fragments“ von Gimmix. Herausgekommen auf der „Vocabula Summer Compilation“. Bassgeflutet und schiebend und mit klarem UK Garage-Einfluss.

Luvless „Turning Points“ (Rose Records)

Mitte August kam sie schon raus, die neue Rose Records-Platte. Dieses Mal kommt Luvless zu seiner ersten Artist-EP.

Ich schiebe diese Platte etwas vor mir her muss ich zugeben. Weil mir gerade nicht richtig etwas Neues einfällt. Muss es vielleicht auch nicht. Rose Records hat seinen Sound gefunden beziehungsweise hat ihn hinreichend dargelegt. Nun geht es langsam an die Konsolidierung.

Die „Turning Points“-EP von Luvless macht in der Hinsicht alles richtig. Sie behält das wehmutsgetränkte Disco-Deep-House-Niveau unbeirrt bei. Vor allem die Konsequenz und Detailliebe strahlt bei Rose Records besonders hell.

Allein „In My Arms“ im Ooft!-Remix schert klanglich weiter aus. Komisch, aber ich finde das Original gar nicht. Hier ist aber zu lesen, dass es nicht mehr auf die Platte passte. Ooft! aus Glasgow hatte Luvless auch schon auf seinem eigenen Label Foto Recordings. Und er hat lieferte das letzte Rosetape.

In den Vocals, der schiebenden Bassline und gefilterten Euphorie greift das Stück noch einmal ein für Rose Records ungewohntes Pop- und Rave-Level auf. Fast schon wie bei Gus Gus oder John Talabot. Aber irgendwie auch passend.

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Neues aus der Wolke – Liftboi

Die Reihe Neues aus der Wolke zeigt ja neben der musikalischen Ebene auch, wie Selbstvermarktung heute funktionieren kann. Liftboi gehört zu den Großen darin.

Rund 3.000 Follower bei Soundcloud und Facebook, eigener Youtube-Kanal und ein eigens ausgerufenes Genre. Melectronic nennt Liftboi seinen Stil. Musikalisch übersetzt heißt das: federleichte Bassdrums, schnipsende Claps, euphorisch bis melancholisch tänzelnde Klavier-, Streicher- und Gitarrenspuren. Super melodisch also, aber auch super brav.

Offensichtlich gibt es eine Post-Paul Kalkbrenner-Generation, die einen deutlich ausformulierteren Harmonie-Zugang verinnerlicht hat. Ohne Scheu vor großen Melodien, ja, sogar offenherzigem Kitsch. Die Electro-Swing- und Holi-Bewegungen tragen dies ebenso weiter.

Damit hat Liftboi aber nur bedingt zu tun. Bei ihm schwingt in erster Linie Yann Tiersen als Referenzgröße mit. Erste Live-Auftritte gab es bereits, eine Booking-Agentur kümmert sich um die Auftritte. Da wird also noch mehr zu erwarten sein in der nächsten Zeit. Den Rest erzählt Liftboi selbst.

Woher kommst du – lokal und künstlerisch? 

Geboren und aufgewachsen bin ich in Leipzigs kleiner Schwester, Halle. Nach dem Abi habe ich mich dann gleich zur großen Schwester aufgemacht.

Künstlerisch komme ich eher aus der Filmmusikrichtung. Während der Schulzeit habe ich mit Klavierkompositionen à la Yann Tieren begonnen, später folgten Stücke mit mehreren Instrumenten.

Irgendwann vor 2 – 3 Jahren habe ich dann einfach mal ein paar Bassdrums und Snares unter die simplen Melodien gesetzt. Im September letzten Jahres habe ich dann mein melektronisches Projekt Liftboi ins Leben gerufen.

Was flasht dich musikalisch?

Mit viel Detail und Liebe produzierte Musik, in der man einzelne Elemente heraushören kann und die nicht nur aus einem Brei besteht. Wichtig sind mir auch mitreißende, einprägsame Melodien, die mich für den einen Moment ablenken.

Namen könnte man jetzt sehr viele nennen. Zum Beispiel David August, dessen neues Album mich zurzeit sehr flasht. Das sind wunderbar aufgebaute Beats, die meist in einer schönen Melodie enden, ohne kitschig zu sein.

Wo willst du mit deiner Musik hin – Lieblingshobby oder Stadion? 

Ich habe schon jetzt viel mehr mit meiner Musik erreicht, als ich es mir zu träumen gewagt hätte. Mein Ziel war es, dass ich ein paar Menschen mit meiner Musik begeistern kann. Die paar Menschen haben jetzt stetig von Tag zu Tag zugenommen und damit bin ich sehr glücklich, denn es macht einfach nur Spaß.

Im Moment arbeite ich an meinem ersten Album, das hoffentlich auch nicht mehr sehr lange auf sich warten lässt.

Auch ein paar Auftritte hat es schon gegeben, die für mich etwas sehr Besonderes waren. Für ein Stadion hat es zwar noch nicht gereicht, aber das ist auch nicht mein Plan.

Um ehrlich zu sein, habe ich da auch gar keinen richtigen Plan. Ich mache einfach so weiter wie bisher und werde sehen, was dabei rauskommt. Zwar als Hobby, aber als eines, das neben dem Alltag sehr viel Zeit bekommt.

Dein größter Soundcloud/Youtube-Hit?

Auf Youtube ist es „Luftikus“, aber auf Soundcloud hat „Lenz“ die Nase vorn. Ich denke, die Zahlen auf Soundcloud sind aussagekräftiger.

Dein persönlich größter Hit – und warum?

Bei „Luftikus“ passt für mich alles, obwohl er in den ersten Liftboi-Wochen entstanden ist und ich mich produktionstechnisch seitdem verbessert habe. Er ist zwar super simpel, aber nicht langweilig und spiegelt exakt die Musik wider, die ich produziere.

Liftboi Website / Facebook / Soundcloud / Youtube
Alle Teile von „Neues aus der Wolke“ 

Die poetische Erweiterung

Neues aus dem Modern Trips-Mikrokosmos. Das dritte Tape mit zwei Mixen von Kali Avaaz und PorkFour.

30 Minuten sind ja eine sportliche Zeit für einen Mix. Vielleicht aber auch gut, um einen bestimmten Fokus zu schärfen. Egal ob sehr speziell oder ungewohnt. PorkFour scheint collagenartig schräg auszuholen, Kali Avaaz dunkel-technoid.

Neu ist die poetische Erweiterung bei Modern Trips. Der auf 40 Stück limitierten Tape-Auflage liegen neben drei transparenten Stickern auch eine Postkarte mit einem Gedicht von Manuel Stallbaumer bei.

Neues auch im Textil-Stock: Plattenbau, Strugazki-Konterfei und eine Handy-Hand. Hat schon wer ein T-Shirt-Abo erfunden?

Alles wie direkt bei Modern Trips zu beziehen.

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Die Distillery-Sorgen

Die Sorgen der Distillery um die aktuelle Location sind anscheinend doch größer, als bisher vermutet. Am 7.9. gibt es daher eine Demonstration.

Neulich erst setzten drei Parteien im Leipziger Stadtrat die Distillery auf die Tagesordnung. Grund ist die geplante Bebauung hinter dem Bayrischen Bahnhof, in deren Planungen die Distillery quasi nicht mit eingebunden wird.

Die vor einigen Jahren errichtete Kreuzungseinmündung mit einer Ampel hatte bereits eine gehörige Symbolkraft. Der Vorstoß von neulich scheint aber zu wenig zu sein.

Die Distillery hat eine Demonstration für den 7.9.2013 auf der Kurt-Eisner-Straße angemeldet. Sie knüpft damit auch an die erfolgreichen Rathaus-Demos aus dem Jahr 1994 an. Damals waren eintausend Leute auf der Straße – mit Erfolg.

2013 geht es wieder darum, der Stadt ein Bekenntnis für die Zukunft eines Teils der Kreativszene abzuringen, mit der Leipzig so gern nach außen hausieren geht. Bisher blieben die Äußerungen wohl schwammig und ausweichend.

Als DJs und Live-Acts werden Pascal Feos, Ronny Trettmann, Daniel Stefanik, Juno6, D-Fekt und viele andere dabei sein.

Mehr zum offiziellen Aufruf hier.

Gelungene Kirschernte

Das war knapp: Aber das Institut für Zukunft hat die 30.000 € für den Kauf eines Soundsystems zusammenbringen können.

Heute wurde die große Hürde genommen – und theoretisch ist noch Luft nach oben. Da hat die Support-Welle der letzten beiden Wochen den entscheidenden Ruck für die Finanzierung eines Kirsch Audio-Soundsystems gegeben. Selbst bei Resident Advisor gab es vor wenigen Tagen noch einmal einen Artikel, die Groove berichtete, nicht gezählt all die Aufrufe von lokalen und internationalen Producern, DJs und Fans.

Was mir bei all der Freude aber auch durch den Kopf geht, ist der Erwartungsdruck, den der Club durch die Aktion erzeugt hat. Auch nach dem Lesen des ausführlichen Interviews auf It’s Yours kam mir dieser Gedanke.

Rückblickend ein mutiger Ansatz derart offensiv und zu so einem frühen Zeitpunkt mit seinen konzeptionellen Überlegungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Rückhalt ist auf jeden Fall da, wie die Startnext-Aktion zeigt.

Kennt eigentlich jemand andere Crowdfunding-Projekte im Clubbereich? Mir fehlt da gerade der Überblick.

Institut für Zukunft Website / Facebook

Meta Meta

„Eine Stadt macht ihr Ding“, betitelt die aktuelle Groove ein mehrseitiges Leipzig-Special. Auch frohfroh kommt darin vor.

Vertauschte Rollen, nicht wir stellen die Fragen, sondern wir sollen Antworten geben. Zu Leipzig. Ein ungewohntes Gefühl. Nicht nur der Rollentausch, auch der noch einmal konzentriertere Blick auf das, was in den letzten Jahren hier geschehen ist. Im wöchentlichen Begleiten geht dieser Blick schnell verloren.

Gut übrigens, dass bei dem Special mit Doumen, Alphacut und Mix Mup drei weniger so offensichtliche Aushängeschilder Leipzigs beleuchtet werden. Kann Records fehlt denn aber doch nicht: in der Liste der besten deutschen Plattenläden.

Zu kaufen gibt es die neue Groove ab 22. August 2013, z.B. bei Kapitaldruck, mzin oder im Kann Store.

Perceptual Isolation „Muri Uniformemente Bianci“ (Pragmat)

Pragmat bleibt bei der Kassette. Auch die neue EP kommt in limitierter Auflage auf Band.

Das sagt aber natürlich nichts über die Musik aus. Und die muss in diesem Fall unbedingt über dem Format stehen. Wer Perceptual Isolation ist, bleibt im Verborgenen. Und nach Isolation klingen auch die sieben Stücke von „Muri Uniformemente Bianci“. Dunkel, verloopt, ausgekühlt, aber voller Faszination.

Dystopie, logisch – das Techno-Schlagwort gerade. Aber es passt auch hier, und es legt eben genauso diese Anziehungskraft frei, die derzeit von den großen, dunklen Hallräumen ausgeht. Mal sehen, wie lang sie noch anhält. Es ist eine EP, die das Dystopische nicht nur mit der Bassdrum erdet und zum Schwingen bringt.

Drei Stücke verbleiben in großer elegischer Lethargie. Eigentlich ist es ein Mini-Album mit breiterem Rahmen. Und Label-Betreiber Markus Masuhr schließt es mit einem sehr klar strukturierten Reshape. Pragmat entwickelt sich immer interessanter.

40 mal gibt es „Muri Uniformemente Bianci“ als Kassette mit einem Schwarz-Weiß-Druck und Sticker. Via Bandcamp kommt die aber auch als Digital-Version.

Pragmat Facebook
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Various Artitsts „File Under Dub #5“ (Instabil)

Schon länger nichts mehr von Instabil gehört. Hier kommt nun ein neuer Teil der „File Under Dub“-Reihe.

Ganz korrekt ist das aber nicht. Denn es gab in den vergangenen Monaten zwei EPs von einem Künstler namens Syene – mit dem Track „Bergen“ in unzähligen Remixen. Mir fällt es aber gerade auch schwer Instabil zu folgen, zu wenig bleibt musikalisch wirklich hängen.

Keine Ahnung, ob das mit meiner generell vorhandenen Dub Techno-Müdigkeit zusammenhängt oder weil in dem Bereich einfach die Luft raus ist.

Auch die „File Under Dub #5“ kann mich kaum herauslocken. Klassisch in der sauberen Aufgeräumtheit sind alle fünf Stücke. Etwas Tech House, etwas Detroit, etwas Ambient an den Ausläufern. Ohweh. No Crisp, no fun.

Instabil Website
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Dan Drastic „The One Who Knocks“ (Moon Harbour Recordings)

Wer klopft? Dan Drastic klopft. Mit drei neuen Tracks. Und Ian Pooley als Remixer im Schlepptau.

Ein Jahr liegt die letzte Dan Drastic-EP zurück, abgesehen von „Panic Room“, der EP mit Sven Tasnadi zusammen. Nach den sommerlich getrimmten Stücken der letzten Moon Harbour-EPs bringt Dan Drastic wieder mehr Understatement rein. Na gut, nicht ganz: der Titeltrack möchte schon die Peaktime vorbereiten.

Und Ian Pooley geht mit forschem Tempo und zwingenden HiHats noch offensiver zur Sache. Gerade der Remix hat wirklich eine sehr eigene, wenn auch einfach gestrickte Dynamik. Vielleicht ist ein Hauch Oldschool-Patina im Sound, die mir gefällt.

Mit „Crawl Space“ gleitet Dan Drastic aber in tiefer Entspannung dahin. Da schwingen die hellen Chords wie Wolken umher, und der Break entwickelt sich ganz langsam, um langsam zu zerbröseln. Eines der besten Moon Harbour-Stücke seit längerem.

„Dead Freight“ mischt die typisch reduzierte Label-Deepness mit erstaunlich dissonanten und weit verstreuten Sounds. Ja, bei der EP stimmt einiges.

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Dan Drastic Website
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Me And Oceans & The Ensemble Mistral „The Bay“ (Analogsoul)

Es ist schon ein paar Tage draußen – das erste richtige Album von Me And Oceans. Mit kleinem Ensemble und einer traurigen Polonaise.

Dass Fabian Schuetze alias Me And Oceans die unsägliche Oma-Lotte-Party-Hymne „Polonaise Blankenese“ gecovert hat, sorgte neulich schon für eine doch auch positive Verwunderung.

Es ist nicht das einzige Cover auf „The Bay“. Chris Rea bekommt auch sein Tribut, zu „Josephine“. Das ist dann aber eine amtliche Ballade. Kein Klamauk, nur große Emotionen, live durch das Ensemble Mistral extra aufgebauscht.

Und schon sind wir mittendrin in den Details um dieses Album. Denn nach den zwei Me And Oceans-EPs ist „The Bay“ in hohem Maße das Ergebnis von einigen größeren und kleineren Zusammenarbeiten in deren Mittelpunkt Fabian Schuetze und Arpen stehen.

Ja, Arpen scheint mittlerweile halb mit zu der bisherigen 1-Mann-Band zu gehören. Er war ebenso ein Teil des Ensemble Mistral, mit dem die größtenteils von den EPs bekannten und den zwei neuen Songs umarrangiert wurden – mit Klavier, Violine, Cello, Posaune und Bratsche.

Der Spieluhren-Electronica-Sound weicht mit diesem Set-up konsequenterweise einem wesentlich selbstbewussteren Pop-Ansatz. Trotzdem bleiben die loopigen und experimentellen Reibungen teilweise erhalten. „Carp“ ist so ein Stück, das auf behutsame Weise die klassische Klavier-Ballade anders betont.

Oder der sich zerfasernde Mittelteil von „Walking Home“, wobei hier das Ensemble Mistral die Hauptfaszination erzeugt. Und nach wie vor unglaublich: „When I Was A Dancer“, jetzt sogar mit noch mehr Wehmut.

Komischerweise klingt aber „The Bay“ als Song viel mehr nach Chris Rea, als das Cover von „Joseqhine“. Hier geht es ins Radio, da wird es schon einen Moment arg gefällig.

Aber mit genau den Extremen muss man bei Fabian Schuetze zurechtkommen. Ebenso mit der bedeutungsschweren Tonalität seiner Gesangstimme. In einem falschen Hörmoment kann sie auch unglaublich pathetisch wirken. Aber im richtigen genau mittig treffen.

Me And Oceans Website
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Boytalk „FDF Soul #2“ (FDF Soul)

Oh, wann gab es eigentlich zuletzt etwas neues von Boytalk? Auf einem Sublabel von Freund der Familie gibt es aber Neues.

Wenn ich es richtig überblickt habe, ist die „FDF Soul #2“ sogar die erste reine Artist-EP von Boytalk. Bei demselben Ableger der Berliner Freund der Familie erschien im letzten Jahr schon eine Split-EP mit Klinke Auf Cinch.

Auf der aktuellen Platte werden die Leipziger House-Fäden dicht zusammen gehalten: neben den zwei Boytalk-Tracks sind auch Remixe von Luvless und Marbert Rocel dabei.

Boytalk stehen ja für eine verspielte Deep House-Auslegung. Den leichten Disco-Hedonismus mit ironischem Charme zelebrierend. „Macadamia Blue“ kommt in der Hinsicht aber doch überraschend spannungsarm daher – zumindest auf den weiten Strecken. Vielleicht ging es Boytalk um das Aufräumen, um die Essenzen, um das Erwachsenwerden.

Der eigentliche Charme klingt da nun versteckter. Auch „Men U At The Do“ ist viel klassischer arrangiert. In sehr weicher, warmer und angenehmer Weise.

Luvless entschleunigt und lässt etwas mehr glitzern, Marbert Rocel arbeiten mit einer loopigen Spannung und fädeln noch ein Saxofon mit rein. Aber so richtig kriegen sie mich alle nicht, es ist wohl zu schön alles.

Die ersten 150 Platten der Auflage kommen übrigens in rot-marmoriertem Vinyl und Siebdruckcover.

Boytalk Website
Freund der Familie Website
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